Mt Ruapehu Winter Season 2017

25Nov2017

Ich hab mich ja mal wieder an die Videobearbeitung ran gemacht und muss noch sooo viel lernen. Einen kleinen Eindruck bekommt ihr jedoch hier:

https://www.youtube.com/watch?v=cA5Dykgp1zw&feature=youtu.be

Verbesserungsvorschläge für Videobearbeitung nehme ich natürlich an!

 

Das Skigebiet ruft Teil 1 – mein Job als Sales Assistant in Taupo

24Nov2017

29.05.2017- Viel zu früh klingelte der Wecker. Es ging mit John (dem Vater der Familie) nach Taupo wo ich dann in den Shuttle – Bus einstieg. Der brachte uns dann zu unserem 1. Arbeitstag an den Mount Ruapehu. 1 ½ Stunden fuhren wir also um den Lake Taupo, durch den Tongariro National Park und da stand dann der aktive Vulkan – das Skigebiet mitten im Nirgendwo. Mount Ruapehu ist einer der vielen aktiven Vulkane hier auf der Nordinsel. Er ist der höchste Berg auf der Nordinsel und an guten Tagen kann man bis zum Mount Taranaki an der Westcoast sehen.

Als wir also ankamen sah das alles ja noch nicht so nach Skigebiet aus. Alles war noch im Bau, kaum Schnee vorhanden und die Schneekanonen voll im Einsatz. Wir fuhren dann mit dem Sessellift ins höchte Café in der südlichen Hemisphäre was wunderschön gebaut wurde und in einer top Lage ist! Man hat nen echt genialen Ausblick von dort.

Wir erhielten dort eine Einführung. D.h. der CEO sprach, einige der Manager kamen zu Wort, wir bekamen die Geschichte, Sicherheitsunterweisungen, welche Werte wir repräsentieren, welche Risiken wir haben, was wir machen falls der Vulkan ausbricht etc. Es war super kalt dort oben, aber zum Glück gab es Fußbodenheizung! Wir spielten dann einige Spiele um uns mit Kollegen bekannt zu machen. Als der lange Tag dann endlich vorbei war ging es mit den Sesselliften wieder den Berg hinunter und holla die Waldfee!! Da bließ es uns um die Ohren, es fing an zu Regnen und wir waren Pitsch nass. Wir bekamen danach unsere Uniform und gingen in die Staff (Mitarbeiter) Unterkunft. Wir zogen uns um, gingen eine Runde Billiard spielen, aßen Pizza und gingen alle Todmüde zu Bett!

30.05.2017 Etwas erholter ging es dann in den Tag. Um 7:30Uhr machten wir uns auf den Weg auf den Bus, welcher uns nach oben auf den Berg fuhr. Heutiges Programm: Rentals & Customer Relation lernen. Meine Job Position in Taupo ist ja Sales Assistant. D.h. wir werden in Taupo einen Rentals Bereich haben (Ski/Board Verleih), Retail (T-Shirts, Handschuhe, Helm, Skibrillen Verkauf) sowie Customer Relations (Fragen von Kunden beantworten, Emails beantworten, Probleme lösen, Telefon annehmen). Daher müssen wir das natürlich alles wissen. Hier auf dem Berg in Whakapapa gibt es dafür jeweils eine eigene Abteilung. Wir starteten also mit Rentals, uns wurden die verschiedenen Ski- und Snowboardstiefel erklärt, wie man erkennt welcher Fuß für welchen Stiefel geeignet ist. Des Weiteren wurde uns erklärt wie man die Stiefel am Besten an den Anfängerfuß bringt und wieder abnimmt ohne dabei den Knöchel des Kundens zu brechen. Das selbe Spiel ging dann auch für die Snowboardstiefel. Das Rental Team ist suuuuper witzig und wie eine große Familie! Das Beste jedoch, da wir im Rentals arbeiten bekommen wir die Ausrüstung umsonst und können wann immer wir auf die Piste wollen uns nehmen was wir wollen! Andere Mitarbeiter müssen dafür zahlen.

Wir bekamen dann nochmal eine Sicherheitsunterweißung für den Rentals Bereich. Danach bekamen wir einen Lehrgang in wie man die Wörter ausspricht, denn der Berg gehört ja dem Iwi (Maori-„Stamm“) und ist ein heiliger Berg, daher müssen wir die Wörter respektieren und Maori aussprechen. Whakapapa ist Fuck-a-papa nicht Waka-papa. Taupo ist für uns ab sofort am Telefon auch Toe-Paw also englisch ausgesprochen. Man rollt das R, WH ist F und so weiter. Für manche ist das echt eine Herausforderung. Nachdem wir Mittagessen hatten lernten wir dann am Ski wie man die DIN einstellt, also die Bindung. Dabei kommt es speziell darauf an, welchen Skistiefel der Kunde hat, wieviel der Kunde wiegt, wie groß er ist, Alter und wie gut und wo er Ski fahren wird. Aus all den Kombinationen ergibt sich dann die DIN-Setting welche eben perfekt auf den Skier eingestellt ist und somit nur dann die Skier vom Ski „trennt“ wenn es wirklich sein muss. Wir übten dann einige Rollenspiele aus wo unsere Chefs die Kunden darstellten und uns somit noch Tipps mit auf den Weg geben konnten. Am Abend ging es für uns nach National Park wo wir versuchten einige Uniformen zu ändern. Wir gingen dann mit unserer Taupo Gruppe wieder Essen und Billiard spielen. Mein Billiard ist immer noch grotten schlecht aber ich arbeite daran!

31.05.2017 An diesem Tag war also Customer Relations Training angesagt. Was echt schwierig war, denn wir mussten das Computersystem kennen lernen. Wir lernten wie man die verschiedensten Liftpässe bucht, wie man storniert, wie man Liftkarten upgraded, Rechnungen aufteilen kann, welche verschiedenen Kreditkarten funktionieren und wieviel % für die Verwendung dazu kommen und so weiter. Wir lernten auch unsere verschiedensten Produkte kennen, welche für welchen Kunden am besten geeignet sind. Was der Unterschied in den Skiunterrichten ist, welche Pakete es gibt und so weiter. Unser Kopf qualmte extrem denn es war einiges zu lernen! Es war echt krass der Tag aber super gut da dies mehr oder weniger 100% unserer Arbeit sein wird. Wir überlegten dann wie wir wieder zurück nach Taupo kommen und witziger weiße konnte Sarah (Supervisor) ein Firmenwagen organisieren und somit ging es für uns dann zurück. Sarahs’s Verlobter holte uns dann in Taupo ab und fuhr mich zurück auf die Farm wo ich mit der Familie zu Abend aß, TV schaute und dann ins Bett ging.

Am nächsten Tag hatten wir frei, ich hab mich dann erstmal eingelebt, meine Sachen ausgepackt etc. Ich bin dann in die Stadt gefahren, hab mir eine neue Lampe fürs Auto organisiert. Ich hab dann einen ausgeprägten Mittagschlaf gehalten, dann sind die Kinder gekommen – Tessa, Leila und James . Die kleine hat Vikinger in der Schule und daher hat sie mir davon erzählt! Witzig was die weiß. Kleine Klugscheißer kinder. Zu Abend kam dann noch die Tante welche auch ganz witzig ist und somit unterhielten wir uns noch lange.

Um 0800 startete mein erster Arbeitstag in Taupo! Wir wurden mit den Gebäuden vertraut gemacht. Es gab das Head Quater und das Depot. Der Tag war ganz entspannt, wir wurden in Zendesk eingeführt was unser E-Mail System ist. Bzw. eher das „Ich bin nicht zufrieden/hab ne Frage/will mich beschweren“ Portal. Da waren so viele Kundenfragen drin, dass wir das den ganzen Tag gemacht haben. Da der Taupo Laden noch ganz neu war, mussten wir noch einiges organisieren. Daher ging es ans Stiefel sortieren und Klamotten einrichten. Wir bekamen dann auch ein paar Kunden aber das war es dann auch schon. Es gab dann auf der kleinen „Farm“ Abendessen was im Verhältnis zur richtigen Farm deutlich kleiner und anders ausfällt. Nicht so deftig eben.

Im Endeffekt waren die nächsten Tage immer das selbe. Entweder starteten wir um 7, 8:30 oder um 10. Es ging an Zendesk, Kundenfragen beantworten, das Telefon beantworten, und eben auf Kunden warten. Unser Chef Toshi (Japaner) erklärte uns noch einiges wir machten uns immer mehr vertraut mit dem System und mit „Was-wäre-wenn“ Fällen. Wir bekamen dann auch noch weitere Mitarbeiter und somit waren wir bald viel zu viele aber einfach ein super Team. Des Weiteren mussten wir immer noch auf unsere Schieberegale für unsere Ski und Skistiefel warten. Solange versuchten wir Drucker und Computer zu verbinden, reinigten Skistiefel, markierten diese neu und überlegten uns, wie wir diese am besten anordnen sollen.

Das generelle Probleme, welches wir ja schon zu Beginn feststellten – niemand weiß das es uns gibt. Marketing hat das ziemlich verkackt würde ich sagen. Niemand weiß das das Skigebiet ein Ableger in der Stadt hat und vor allem wo – in einer dunklen Seitengasse an der Hauptstraße. Bester Spot! Nicht. Zu Beginn war das alles nicht wirklich schlimm, da wir noch einiges lernen mussten, das Computersystem noch nicht zu 100% kannten und auch bei den Produkten noch einiges nachlesen mussten. Daher war es okay nicht den krassen Ansturm zu haben. Was ich feststellen musste ist, das ich die Computer Arbeit nicht mehr gewohnt bin. Das viele Sitzen macht mir Schmerzen im Rücken und mein Nacken ist verspannt. Des Weiteren habe ich in Taupo sehr oft Kopfschmerzen was ich auf die „Vulkan-Luft“ schiebe. Denn ab und an riecht man auch hier den Schwefel in der Luft.

Ich habe mich dann auf dem Lifestyle Block mit der verrückten Katze angefreundet. Ocean ist nämlich ziiiiemlich zickig wenn sie hungrig ist oder kein Bock mehr auf einen hat.

Bald hatte ich wieder einen freien Tag und das heißt fett ausschlafen, Wäsche waschen etc. Ich vermisse Jo`s Frontloader den die Toploader kann man grad den Hasen geben, kommt genaus dreckig raus wie rein. Furchtbar diese Waschmaschinen. Und dann wäscht man hier ja wieder kalt – ist ja wieder ne pure Kiwi Familie. Am 09.06.2017 war es dann wunderschönes Wetter und da meine ganzen Arbeitskollegen ja von der Region sind hatte ich einige Optionen zur Auswahl. Ich hab mich dann für den Rangitara Walk mit Endziel Whakamoenga Point entschieden. Der Walk war echt super schön, es ging durch den Busch und roch überall nach Lavendel. Super einsam dort aber super schön. Der Weg endet dann irgendwo in einer kleinen Bucht wo man einen super Blick auf die Berge und den See haben kann. Wunderschön! Ich genoss die Aussicht und die kalte Winterluft sowie die super warme Sonne. Auf dem Weg zurück gab es einige Höhlen, Steinstrände und viele Pflanzen. Ich fuhr zurück nach Taupo und hielt noch ein paar Mal an verschiedenen Stellen an. Auch die Fahrt zurück in die Pampa war echt super schön. Denn auch hier gibt es wunderschöne Ecken und dann sieht alles hinter jeder Kurve anders aus.

Am nächsten Tag ging es für mich dann Babysitten was ich echt witzig fand. Die Kinder sind super gut erzogen und da gibt es kein Muh und Mäh was ja bisschen langweilig ist. Kinder müssen wild und frei sein und nicht mit gesunkenem Kopf jeden „Befehl“ annehmen. Gaaaaanz andere Familie als auf der Farm. Ganz andere Kinder. Viel mehr Disziplin, Regeln und Gehorchen. Besonders Leila ist bisschen tricky, sie ist mehr oder weniger schon ein halber Teenager und flippt daher ab und an aus – völlig normal. Aber die Eltern können das irgendwie nicht so verstehen daher hab ich mir die kleine geschnappt als ich gemerkt hab, dass die Mutter und der Vater es nur noch schlimmer machen und bat sie mir den Lifestyle Block zu zeigen. Schwupp – ganz anderes Mädchen. So bekam ich ein Rundgang zu den Ponys, Schafen und der Nachbars Kuh. Wir sammelten dann unglaublich viele Walnüsse und entspannten in der warmen Wintersonne. Wir spielten dann im Hause weiter mit den anderen Kindern. Ich widmete mich dann einem Buch und chillte in meinem Zimmer.

Die Arbeit wurde immer „langweiliger“. Wir waren nun vertraut mit allem und somit war unsere Routine nach 2-4 Stunden meistens erledigt sodass keine Kundenemails mehr offen waren. Wir bastelten dann oder dekorierten oder putzen. Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen eben. Die müssen echt was unternehmen, es kommen so gut wie keine Kunden. Um ehrlich zu sein habe ich ja schon gesehen, dass unsere Jobs gefährdet sind. Wenn der Berg wegen schlechtem Wetter geschlossen war, hatten wir mehr zu tun. Aber auch nur dann. Es macht trotzdem noch Spaß, da unser Team echt super ist, aber 8-12h Schichten ohne wirkliche Arbeit zehren sehr an den Kräften und daher fing ich auch an um 9 ins Bett zu gehen. Man wird halt alt.

Ich war dann ab und an mit den Kindern noch unterwegs oder hab ihnen bei Schulaufführungen zugeschaut.

Am 15.06. hatte ich dann mal wieder einen Tag frei und somit Zeit um die Gegend zu erkunden. Ich machte mich in Richtung Huka Falls und bin in Richtung Staudamm gelaufen. Es war wunderschön, die Sonne schien und es war richtig heiß. Der Wald roch herrlich und der starke Fluss war beeindruckend. Ich lief dann vorbei an Prawn Parks und den Huka Jets. An diesem Tag hatten wir auch 3 Erdbeben was ein echt mulmiges Gefühl ist, da man ja direkt über einem Vulkan lebt! Aber es waren nur kleine Beben.

Auch am nächsten Tag versuchte ich mich wieder mit der Natur! Ich lief vom Spa Park zu den Huka Falls, was echt super schön war. Der Weg führte parallel zum Fluss, immer bisschen im Wald, hügelig auf und ab. Also relativ anstrengend – ich bin so unfit! Im Spa Park gibt es auch einen freien Hot Pool welcher mega toll ist. Da ist ein heißer Fluss der in den großen mündet und dort dampfe es überall. Muss ich unbedingt bald mit meinem Bikini besuchen!

Wir fingen an YouTube und GoPro Videos anzuschauen. Oder trocken Übungen für Snowboardtricks zu machen da wir einfach NICHTS zu tun hatten!

Wir bekamen dann endlich die Regale und mussten die dann aufbauen und die ganze Ski und Stiefel vom keller hoch bringen. Das hat uns den ganzen Tag beschäftigt und auf Trapp gehalten. Nun sieht alles super schön und modern aus! Bringt halt nichts wenn immer noch niemand weiß wo wir sind.

Am 20.06. hatte ich dann wieder frei und so ging es wieder auf Erkundungsmission. Kinloch stand heute auf dem Programm. Es erinnert mich ein wenig an Wanaka was echt top ist. Der Ort liegt super idyllisch, liegt direkt am See von Hügeln und Bergen umrundet. Die Bucht ist rechts und links vom Wald umgeben, der Strand ist weit und leer. Ich saß dort mindestens 2h und lauschte den Wellen. Ich erkundete die Gegend und traf mich am Abend mit Awatea und Sacha zur Quizznight im Irish Pub. Dort übten wir dann wieder Pool/Billiard und ich muss sagen ich werde ETWAS besser. Immer noch Talentfrei aber nicht mehr hoffnungslos. Ohne Awas Freunde hätten wir dann beim Quizz auch verloren. Der ganze Pub spielt zusammen ein Quizz und man muss Fragen beantworten. Am Schluss gewinnt oder verliert man und kann z.b. Gutscheine gewinnen. Was echt witzig ist da es auch körperliche Aktivitäten gibt wie ein Limbo Wettbewerb. Die Fahrt zurück aufs Land war Horror da der Nebel so stark war dass ich nicht mal mehr 5m gesehen hatte und hier gibt es ja keine Straßenmarkierungen daher orientierte ich mich am Gras!

Die Arbeit ist echt lahm aber das macht uns als Team nur stärker, da wir uns von unseren persönlichem Leben alles erzählen, Klatsch und Tratsch austauschen können und somit richtig richtig gute Freunde wurden. Traurigerweiße hat uns dann Awa verlassen, da sie einen ziemlich coolen Job in Australien bekommen hat. Deshalb gingen wir mit dem ganzen Team zum Thai und genossen dort das Essen. Weiter ging es in die umliegenden Pubs und wir feierten relativ lange und ausgiebig! Daher waren wir alle ziemlich verkatert am nächsten Tag! Auch am nächsten Tag ging es für uns wieder feiern, da Rugby war! Wir feierten daher im Pub und betranken uns natürlich wieder. Wir tanzten sangen und schauten das Spiel. Nach dem Rugby Spiel ging es dann in den Club wo ich plötzlich eine Mandarine schälte. Der Alkohol hier beeinflusst mich auf ganz interessante weiße! Hayley kam dann noch und so waren am Schluss nur noch Hayley, Sacha und ich übrig. Alle anderen haben sich verstreut oder sind nach Hause gegangen. Da auch hier nicht alles rosaroter Sonnenschein ist, bekamen wir dann bei unserem Abstecher im Mc Donalds eine waschechte Schlägerei mit! Der eine Typ lag schon auf dem Boden und die anderen hörten einfach nicht auf ihn zu treten!!! Kranke Menschen überall. Daher haben Sacha und ich gar nicht lange rumgeflackert und sobald wir das gesehen haben, schritten wir ein. Alle anderen starrten nur und halfen dem armen Mann nicht! Sacha leistete dann erste Hilfe und ich versuchte den anderen Typen fern zu halten. Hayley rief Polizei und Notarzt. Das ganze ging dann ganz gut aus – zumindest für uns. Wir liefen dann nach Hause. Ich schlief bei Sachas Großeltern und die machten uns verkaterten Mädels Frühstück am nächsten Morgen was ja super lieb war! Den ganzen Tag verbrachte ich dann mit Sacha und wir chillten eigentlich nur.

Einige Tage später ging es für mich dann wieder auf einen Roadtrip! Rotorua war es dieses Mal! Mein kleiner Roadtrip führte mich durch hügelige Landschaften und ich suchte immer das Meer, was man von hier ja natürlich nicht sieht! In Rotorua bin ich dann in die Redwoods gefahren. Dort lief ich dann einige Kilometer durch wunderschönen Wald mit riesengroßen Bäumen. Die Sonne war schön warm und so lief ich nochmal einige Kilometer weiter. Ich lief einen großen Berg hinauf und konnte von der Spitze dann auf den See blicken. Die Gedanken flogen nur so an mir vorbei und ich genoß einfach nur den Augenblick. Ich fuhr danach noch in die Stadt und erkundete diese. Ich bin dann noch an den See gefahren. Denn Roto bedeutet See in Maori. Dort schlenderte ich dann durch die Gegend und entspannte. Ich fuhr dann wieder zurück nach Oruanui – wo die Farm ist.

05.07.2017 Endlich lag genug Schnee um auch mal einen Tag am Arbeitgeber zu verbringen – dem Skigebiet. Ich fuhr also ins Büro, holte mir mein Snowboard und Stiefel und stieg in den Shuttle. Am Berg traf ich dann Kay und sein Kumpel Mossy. Kay ist Deutsch lebte aber zu lange in Irland wo er Mossy kennen gelernt hat und hat daher einen witzigen irischen Akzent. Wir haben auch nicht einmal Deutsch miteinander gesprochen da er aus Berlin kommt und wir unseren deutschen Dialekt nicht wirklich verstehen und wir beide Probleme haben Deutsch zu sprechen. Die Schneekanonen sind immer noch massiv im Einsatz, überall schauen Felsen heraus und mitten drin ist eben eine Piste. Verrückt! Der Schnee war aber dennoch besser als gedacht. Das Boarden war einfach genial. Es macht immer noch mega viel Spaß und man bekommt den Kopf einfach frei! Wir übten dann ein paar Tricks was mehr oder weniger klappte. Der Tag war insgeheim super gut! Wir fuhren am Nachmittag schon wieder zurück da es einfach noch zu warm ist und somit sulzig wird gegen Nachmittag.

Der nächste Tag zeigte mir dann wie unfit ich bin und ich hatte Muskelkater des Jahrhunderts – was meinte Kay nur, Dehnen Mädel Dehnen!! Auf Arbeit hatte ich dann das „Angry Phone“ wo nur Arschlöcher dran waren. Aber so Tage gibt es eben, da kann man nichts machen außer vom Schnee zu träumen! Ich bekam dann eine Excel-Sheet Aufgabe die mich mehrere Tage beschäftigte. Datenbankarbeit nervt ziemlich aber ist eine Abwechslung zum nichts tun.

Da mein Working Holiday Visa bald abläuft beschäftigte mich die Frage, was ich im Oktober so machen werde sehr! Ich hab noch nicht alles von Neuseeland gesehen und würde das sehr gerne machen. Soll ich im Oktober nach Hause fliegen oder nicht. Das sind eben die Fragen.

Ich hab mich die Tage dann noch mit einigen Freunden von er Reise getroffen, da alle irgendwann durch Taupo kommen. Ich testete alle Hot Pools in Taupo, hier gibt es 4. Wirklich interessant. Die AC Baths sind mit Wasserrutschen, Saune und co. Die anderen sind eher auf einfach nur entspannen ausgelegt.

In der Zeit in Taupo begann ich auch Games of Thrones zu schauen und schaffte es doch tatsächlich bis zur 4 Staffel. Wir hatten einige Blizzards auf dem Berg, was uns einiges an Schnee brachte aber auch das Skigebiet dicht machte! Die ersten Schulferien kamen und es war abartig. Wir waren wahrscheinlich zum ersten – und letzten Mal wirklich beschäftigt! Ich hörte in Taupo auch zum ersten Mal einen Kiwi-Vogel. Hab ihn zwar nachts nicht gesehen aber gehört!

Ich ging noch einige Male ins Skigebiet was zu Beginn nicht wirklich top war, da es einfach noch nicht genügend Schnee lag. Trotzdem war es immer super gut!

Am 20.07.2017 ging es für mich dann zum allerersten Mal zum Arbeiten ins Skigebiet. Da wir ja überhaupt nicht beschäftigt waren, jedoch viele auf dem Berg einfach Grippe hatten oder einen freien Tag, fragten einige bei uns an ob wir nicht Mitarbeiter für einen Tag oder so auf den Berg schicken könnten. Also ging es für mich in den Vertical Retail Shop. Dort traf ich Jasmine und Maramar – zwei super super liebe nette Damen! Die mich sofort ins Herz aufgenommen hatten. Mein Job war echt super. Ma zeigte mir dann die ganzen Helme, Skibrillen und Klamotten und erklärte mir wie ich die zu Verkaufen hatte. Und eben worauf es bei den Skibrillen und auch Handschuhen ankommt. Das war dann relativ interessant als ich meine ersten Kunden hatte – aber ich konnte sogar was verkaufen!! Mega stolz auf mich ging ich dann super müde zurück. Toshi meinte dann nur das Ma super zufrieden mit mir war und mich gerne nochmal „ausleihen“ würde – ja das geht doch runter wie Butter.

Sacha und ich überlegten uns, ob wir uns auf den Berg rekrutieren lassen sollten. Es war einfach nichts mehr los in Taupo!

Sacha und ich fuhren dann zusammen in den „Skiurlaub“. Wir hatten witziger weiße zum ersten Mal zusammen frei und ihre Großeltern wohnen ziemlich nah am Skigebiet. Sacha musste am nächsten Tag arbeiten – im Rentals aufm Berg aber ich konnte Boarden gehen. Wir hatten krasse -16 Grad Wind Chill was mehr oder weniger die Temperatur vom Wind ist. Es war suuuper windig. Und das kann man mit daheim nicht vergleichen. Hier machst deine Arme auf und drehst deinen Körper in den Wind und schwup die wup fährt man ziemlich schnell unkontrolliert auf der Piste. Also super gefährlich meines Erachtens. Es war schwer zu atmen und der Wind tat im Gesicht weh! Nach 2h war der ganze Schnee weggeblasen und somit war nur noch pures Eis auf den Pisten. Ich setzte mich dann nur noch ins Cafe und las mein Buch, wartete auf Sacha. Am nächsten Tag ging es nach Turoa – die dunkle Seite des Berges. Wir machten uns fertig, fuhren los und es dauerte ewig. Die Straße hoch auf den Berg war einfach nur krass und eng und steil. Wir machten uns dann mit dem Skigebiet familär und versuchten dann zu boarden. Von der obersten Station sah man Mount Taranaki und das Meer! Wahnsinnig geil! Es war ein Bluebird Day, perfekte Bedingungen. Die Pisten waren leider weniger gut. Zumindest nicht für Sacha. Die Seite ist mehr mittel schwer und Sacha stand vielleicht erst seit 4x auf dem Board. Daher war das eher ein kompletter Motivationstag und ich hatte Mühe und not sie den Berg runter zu bringen! Im Endeffekt schnallte ich ihr das Board ab und schupste sie den Berg runter da sie nicht mal runter laufen wollte. Mental blockiert. War eben nicht ihr Tag. Ich fuhr dann noch 2 Pisten für mich alleine und hoffte dass sie sich einfach wieder beruhigt hatte. Wir hatten trotzdem Spaß. Am Abend schlenderten wir durch Ohakune und aßen eine super leckere Pizza bevor es wieder zurückging. Mit Sommerreifen. Hier gibt’s ja nur Normal, Allrad und Schneeketten. Am nächsten Tag ging es dann auf Whakapapa Seite wo Sacha in Happy valley, dem Beginner Bereich blieb und ich mich auf dem Berg ausbreitete. Schlepplifte & co. waren nämlich nun geöffnet und ich konnte es kaum abwarten! Der Ausblick von oben ist grandios da man Tongariro + Ngarahoe oder wie auch immer man den schreibt sieht. Wunderbar und atemberaubend! Ich fand dann Bobbie, meine Supervisor und wir fuhren zusammen. Zu Mittag trafen wir Sacha dann im Cafe ganz oben am Berg und wir gönnten uns Muffins, Bier und Sandwiches. Wir gingen dann mit Sacha zurück in HV und dann in Rockgarden – der nächsten Stufe und siehe da, sie hat ihr Selbstbewusstsein wieder halbwegs zurück. Wir fuhren dann alle zusammen gemeinsam vom Berg und aßen zu Abend im Pub in Whakapapa Village. Wir fuhren dann zurück nach Taupo!

Dort hatte dann Sacha am 03.08. Geburtstag. Daher holte ich einen Kuchen und organisierte alles. Auf Arbeit gab es dann einen Kuchen für sie. Arbeit war immer noch ziemlich lahm. Daher überlegten wir beide immer noch ob wir uns auf den Berg versetzen lassen sollten. Wir hatten die Möglichkeit, dort wurden einige Positionen frei! Die Frage war nur – gab es noch Unterkünfte? Würden wir dort Geld machen, denn wenn das Wetter dämlich ist, gibt es keine Arbeit da alles geschlossen wird… so viel zum Überlegen! Ist es das was wir wollen?

 

 

 

Meine kleine Farm - Teil 2

08Nov2017

   

 Meine kleine Farm – Teil 2

Okay ich denke ich komme hier in Neuseeland richtig an und habe ein soziales Leben – denn ich habe NIE Zeit oder Energie meinen Blog zu schreiben. Und da sind wir ja jetzt schon ganze 6 Monate hinterher.

Naja zum Glück regnet es heute und ich hoffe ich kann zumindest mal die Farm fertig schreiben!

Wo war ich stehen geblieben. Genau 09.05.2017… dieser Tag war der Tag an dem ich bekanntschaft mit FLÖHEN gemacht habe. Genau mein ganzes Bein war voller Stiche und ich habe sogar 2 Flöhe in meinem Bett gefunden. Klasse, da wird so ein süßer kleiner Welpe dann doch irgendwie nicht mehr ganz so süß. Mein Job heute war es mit Jess in die Playgroup zu gehen. Das ist eine Art Kindergarten, nur dass die Eltern dort bleiben. Da ich aber einen dezenten Kater hatte, fand ich das ja alles nur anstrengend. Ich hatte Jess den ganzen Tag da Jo in Gisborne war. Wir puzzelten, spielten mit imaginären Drachen und Hoppe Hoppe Reiter. Im Endeffekt schleppte ich sie den ganzen Tag durch die Gegend. Als Harrison dann von der Schule kam fütterten wir gemeinsam die Pferde. Wir schauten dann noch nach Cori und den Hounds (Jagdhunden). Das endete dann darin dass 26 halb wilde, dreckige Köter an mir rumsprangen und mich kompleeeeet dreckig machten. Ich kochte dann noch für die ganze Sippschaft und machte Feuer.

10.05.2017 Nachdem ich ja meine Bekanntschaft mit den Flöhen gemacht habe, saugte ich erstmals gründlich mein Bett ab. Meine Beine sind außerdem nun auch von Sandfly bissen übersäht. Nen Schönheitswettbewerb gewinn ich hier auf jeden Fall nicht mehr. Meine Aufgabe war heute, denn Trailer vom Quad von A nach B zu bewegen und dabei rückwärts einparken. Das war dann mehr oder weniger ein lustiges unterfangen – zumindest für diejenigen die zugeschaut haben. Jo und ich sammelten dann Äste aus dem Paddock. Wir fuhren dann zwei Ladungen aus dem Paddock. Ich liebe das Quad fahren! Danach holten wir Red und Jo ritt ihn Dressur – ich korrigierte sie. Nachdem Mittagessen begann ich mit den Ponys und dann die großen Pferde – Decken wechseln. Den Rest vom Tag habe ich dann mehr oder weniger entspannt.

Am nächsten Tag beschäftigte ich mich wieder mit der kleinen und am Mittag strichen wir dann gemeinsam mit Jo und Karla den Farmstay. Das machten wir auch den ganzen Tag. Wir unterhielten uns mit Karla und Susi, die zwei Nachbarn. Abends ging es dann noch nach Mahia in die Pizzaria.

Der 12.05.2017 begann für mich viiel zu früh und ich war null ausgeschalfen. Es ging nach Taupo für ein Jobinterview am Mount Ruapehu. Beworben habe ich mich für die Sales Assistant Rolle mehr wusste ich jedoch nicht. Vorbereitung war null – sowas würde in Deutschland ja mal gar nicht gehen. Das Beste war jedoch die Fahrt – Nebel, Regen, und überflutete Straßen. Nach 4h kam ich dann endlich an und alles war schon voll mit Kandidaten. Das Interview war dann echt witzig, also eigentlich ganz normal aber mein zukünftiger Chef, Toshi war einfach ein witziger Kauz. Das Wetter wurde noch beschissener wenn das den irgendwie überhaupt möglich ist. Und so kam es wie es kommen musste – Dora aquaplante und danach hatte ich dann weder Stoßstange noch Lichter an meiner Dora. Glücklickerweiße sprang Dora an und lief auch ohne Probleme. Ich fuhr dann die restlichen 250km zurück zur Farm und zum Glück ist der Schäfer Jeremy ein alter Mechaniker. Daher wurde Dora sein neues Projekt und bald hatte ich dann auch wieder Stoßstange und Lichter in meinem Auto.

Wir fuhren zusammen am nächsten Tag hoch nach Gisborne und ein bisschen entlang der East Coast um die Teile zusammen zu suchen. Das Meer hier an der Ostküste ist super wild und die Küstenlinie sieht super krass aus.

Am 14.05.2017 ging Corey und Hilton sowie Frankie wieder auf Jagd wobei ich zuschaute und mir den Arsch abfrierte. Wir verbrachten da ungefähr den ganzen Tag und schauten den Hunden dabei zu, wie sie den Hasen hinterherjagten. Wobei die Hasen cleverer waren und somit entwischten. Als wir zurück auf der Farm waren zeigte Jeremy mir, wie man schießt. Er gab mir seine 22er und er nahm die 305 oder so ähnlich. Ich durfte erst auf einen Baum schießen und dann ging es „Pest“ bekämpfen, also Hasen jagen. Ich saß also hinten auf dem Quad mit dem Bike und musste vom Quad aus auf Hasen schießen was irgendwie Spaß machte – ich mein ich weiß ja das die hier eine Pest sind. Trotzdem taten mir die Hasen leid, ich konnte sie aber immerhin mit einem Schuss gezielt töten. Wir fuhren dann weiter, immer auf der Suche nach einem Schwein oder einer Ziege. Fanden aber nur eine Ziege die genau vor den Pferden stand – also konnten wir nicht schießen. Ich durfte das Quad dann zurück fahren, im Dunklen, über Hügel. Dabei habe ich Jeremy ja fast die ganze Zeit abgeworfen. Kann mir ja mal jemand sagen dass so ein Teil auch eine Kupplung hat. Wir schafften es aber beide lebendig zurück auf die Farm.

Die nächsten drei Tage widmete ich mich der Gartenarbeit. Das hieß Unkraut jäten und Pflanzen zurück schneiden. Was total süß war, waren Hund und Katze die mir tatkräftig dabei halfen. Und eher alles zerstörten aber war trotzdem nett. Es ist total krass zu sehen wie die kleine Bell auf mein Pfeifen hört. Besser als auf irgendjemand anderen. Ich führte Jess dann auch auf ihrem Pony durch die Gegend, was für mich mehr anstrengend war als für sie da sie ja immer schnell von A nach B kommen will. Ich fütterte Abends auch noch die Tiere und ging dann zu Bett.

Am 18.05.2017 beschloss ich, dass ich genug davon hatte, die kleine durch die Gegend zu führen. Sie ist alt genug (mit 4) ihr Pony alleine zu reiten. Es war einfach zu warm! Und tada – es hat natürlich super geklappt. Als sie stolz wie bolle fertig mit reiten war ging es für mich an die Arbeit mit Red. Ich ritt in Dressur was echt super war. Ich versuchte dann auch bisschen zu springen was eher weniger klappte und ich daher zurück zu Dressur ging. Als ich fertig mit ihm war, bekamen wir neues Einstreu und so säuberten Jo und ich die zwei Boxen der Pferde und verteilten das neue Streu. Nach dem Mittagessen pisste es wie aus kübeln also widmete ich mich wieder dem Fensterputzen.

Am nächsten Tag gign es wieder nach Gisborne. Jess ging in die Daycare und wir erledigten ein paar Jobs. Wir gingen zu Jos Mum und hatten Sushi zusammen. Ich passte dann auf Jess nach der Daycare auf und Jo sowie ihre Mum gingne ins Krankenhaus um einige Scans zu machen (die Oma hat ja Krebs). Die Oma ist total lieb! So eine gute Seele. Irgendwann kamen die dann zurück und wir brachten Jess zu ihrer allerersten Ballett Stunde! Was eher Albernes durch die Gegend gedrehe war aber das Kind war glücklich.

Am 20.05.2017 ging es dann wieder auf die Jagd. Der Tag startete mit Sonnenschein. Als wir uns auf den Weg mit den Pferden machten, fing es an wie aus Kübeln zu schütten! Es wurde dann auch mega kalt. Also betranken sich alle und die Jagd wurde mehr oder weniger halbwegs abgesagt. Wir aßen, tranken und genossen einfach die Gesellschaft. Wir hatten dann am Abend nochmal Besuch. Das bedeutet Cori+Frankie sowie eine andere Familie was ja echt mega viele Leute waren. Ich fühlte mich ein wenig am kränkeln und ging daher früh schlafen.

Am Tag darauf waren wir Frauen dann alle krank und daher gab es ein entspannten TV Tag ohne großartig irgendwas zu machen. Das Wetter war immer noch regnerisch und kalt. Wir gingen dann am Abend noch in die Hot Pools um die Erkältung raus zu schwitzen. Aufgrund der Hitze hätte es mich da ja aber fast aus den Latschen gehauen.

Der Tag darauf war dann immer noch ziemlich verschnupft. Ich ging dann mit meiner Kärcher Maschine wieder an die Fesnter. Was für ein Scheiß! Deutsche Qualität lässt hier ja voll und ganz zu wünschen übrig. Akku sowie die Leistung sind einfach nur schlecht. Jo und ich sind dann mit den drei Pferden ausreiten gegangen. Ich ritt Barney was echt top war. Ich machte dann noch Bilder von allen Tieren auf der Farm als ich Corey dabei entdeckte, wie er ein totes Pferd vom Traktor hängen ließ. Welcome to the farm life! Das ist hier eben so, das gibt Hunde Futter für die über 30 Hunde die im Moment auf der Farm wohnen.

Der 23.05.2017 begann dann wieder mit Ausreiten. Ich bin zusammen mit Frankie auf Barney ins Gelände gegangen. Wir sind eine große Runde geritten und gingen bis zu einem Plateu wo wir den See und den Wasserfall sehen konnten. Zurück gab es dann Lunch und wir sind zur 2 Farm gefahren. Dort wollten wir den Raketenstart beobachten. Ja Nuhaka hat jetzt Raketenstarts. Jedoch wurde daraus irgendwie nichts. Ich brachte Barney dann zurück auf die Koppel und saugte dann einige Blätter ums Haus rum auf. Ich führte Jess dann wieder durch die Gegend.

Am nächsten Tag war ich alleine auf der Farm. Ich räumte das Kinderzimmer auf und begann danach Red und Barney zu trainieren. Ich ritt beide Pferde ungefähr 1 1/2h Dressur was echt gut war. So langsam kann ich wieder auf einem Pferd sitzen ohne das Gefühl zu haben durch die Gegend katapultiert zu werden. Ich war danach ziemlich platt, wusch die Pferde und brachte sie auf die Koppe. Ich wartete dann eine Stunde auf Harrisons Schulbus – deutsche Pünktlichkeit lässt grüßen! Ich fütterte dann noch die Tiere und bereitete das Abendessen vor.

Der nächste Tag war wieder gemeinsame Zeit mit Jess. Da aber auch sie krank war schauten wir einfach nur Filme und spielten Spiele. Also alles ganz entspannt!

Der 26.05.2017 war dann wieder „Jessica allein auf der Farm“. Mein Job – alle drei Pferde im Gelände reiten. Ich fand die Arbeit ganz toll! Also startete ich mit jedem einzelnen Pferd, wobei ich mit Barney nur eine kleine Runde gedreht habe, da er sich den Fuß verdappt hatte. Ich schnappte mir dann Hiltons großes Pferd Extra den ich ja noch nie geritten bin. Mit ihm bin ich dann eine große Runde gegangen was echt super viel Spaß gemacht hat. Da war einfach eine Verbindung da. Super gutes Pferd, bisschen banane im Kopf aber super gut zum reiten. Ich ritt dann über die komplette Farm mit ihm, sprang über kleine Wasserläufe (nur weil der Depp sich die Füße nicht nass machen wollte) und ging dann zurück zur Farm, wo ich nur noch Red reiten musste. Auch mit ihm ging ich eine große Runde. Zurück wusch ich dann alle drei Pferde, deckte sie ein und brachte sie auf die Koppel. Ich holte dann wieder Harrison vom Schulbus ab. Wir strichen gemeinsam weiter am Farmstay und warteten bis Jo wieder zu Hause war.

Extra Red

Am 27.05.2017 gingen Jo und Hilton mal wieder Jagen. Da es aber kalt und regnerisch war, blieb ich mit den Kindern daheim und machte einen DVD Tag. Jeremy reparierte an meinem Auto. Das ist mein letzter Tag hier. Ich versuchte ein GoPro Video vom ausreiten hinzubekommen.

Am nächsten Morgen hieß es dann also Abschied nehmen. Ich schlief aus, packte meine Sachen, nahm eine ausgedehnte Dusche und frühstückte dann mit der Familie. Der Abschied war schwer und Tränenreich. Die kleine wollte mich ja gar nicht gehen lassen und auch Jo ist ein Teil meiner Familie geworden. Es pisste mal wieder wie aus strömen und so fuhr ich Richtung Taupo. Wo mein Blinker sich dann verabschiedete. Als ich dann endlich in Taupo ankam war ich ziemlich platt und suchte mein „neues“ Zuhause bei Deborah. Mitten im Nirgendwo, außerhalb von Taupo fand sich dann mein Lifestyle Block. Die drei Kinder waren super aufgeregt, ich weniger! Ist ja doch irgendwie immer viel, eine Familie verlassen, die nächste betreten. Das Haus war suuuper aufgeräumt und sauber. Alles hatte seinen Platz – oje ob ich hier her passe? War ja ganz anders wie bei Jo wo man eben wie auf einer Farm lebt. Ich hab dann sogar ein Willkommens Päckchen bekommen was total süß war! Die Familie ist super nett und die Kinder sind auch top! Mein Zimmer war zwar relativ klein aber dafür das Bett riesig und mit elektronischer Bettdeckenheizung – hallelulja! Da ich mich morgen früh viel zu früh in Richtung Skigebiet aufmachen musste, ging ich auch gleich nach dem Essen ins Bett um halbwegs ausgeschlafen zu sein. Ein Kapitel schließt sich – ein anderes öffnet sich!

Ich hab mich auch mal am Video machen versucht - mehr schlecht als recht aber hier seht ihr mal einen kleinen Eindruck https://www.youtube.com/watch?v=Q_ejclNSTFo 

 

Meine kleine Farm - Teil 1

16Aug2017

Sorry das ich so lange nichts mehr hochgeladen habe! Schande über mein Haupt. Das wird jeden jetzt erstmal etwas beschäftigen und hoffentlich schaffe ich es bald, alles aufzuholen.

23.04.2017: Erster Tag ohne meine Franzi (die btw. Wieder im wunderschönen Schwarzwald ist).Die Nacht war seltsam, kalt, einsam und zu kurz. Warum zu kurz? Mein Wecker riss mich vor 5 Uhr aus dem Bett/Auto. Denn heute stand das Tongariro Crossing auf dem Tagesprogramm. Das bedeutete, dass ich natürlich weiter geschlafen habe und für Frühstück, Anziehen, Zähneputzen & co. noch 5 Minuten Zeit hatte. Denn jeder weiß ja wie sehr ich frühes Aufstehen liebe – das hat sich auch hier in Neuseeland nicht geändert. Um 05:50Uhr ging es mit einem Bus Shuttle in Richtung Tongariro. Dort traf ich dann auch die Judith, welche ich über Facebook kennen gelernt habe. Da ich nicht alleine wandern wollte, habe ich in FB einen „Wander-Partner“ gesucht und Judith aus Wellington gefunden. Also ging es los 19,2km warteten auf uns. Beim Start war es richtig kalt! Bin ich froh Handschuhe mitgenommen zu haben. Es lag Schnee oder rau reif oder Eis. Konnte man nicht so ganz definieren. Die Strecke startete relativ eben und gerade und ging ab und an nach oben. Wir hatten Blick auf den Mount Doom (Mount Ngauruhoe – versucht das mal bitte auszusprechen!) die ganze Zeit. Für alle die das nichts sagt: Das ist der Schicksalsberg aus Herr der Ringe – wo Frodo den Ring rein wirft. Und ja so fühlte ich mich auch. Umgeben in einer surrealen Landschaft. Überall altes Lavagestein, Felsbrocken, dampfende Erde. Wo waren nur die Orcs? Irgendwann sahen wir dann eine steile „Wand“ vor uns. Wie man sich eben einen Vulkan aus dem Erdkundebuch vorstellt. Flach-langsam steil-steil-Gipfel-steil-langsam steil-flach. Und so sah eben auch dieser Vulkan aus. Aber der Anstieg war einfach nur krank. Und pure Sonne. Aber wunderbar. Trotzdem bin ich wieder der Meinung, dass im Auto durch die Gegend reisen auch das letzte bisschen Kondition tötet. So wünschte ich mir doch sehr schnell ein Sauerstoffzelt und ein Fahrstuhl. Belohnt wurde jeder Schritt mit einem wunderbaren blick auf den Mount Taranaki, welcher sich an der Westküste befindet. Man kann den Mount Ngauruhoe komplett besteigen, was aber eher weniger ratsam ist. Außer man hat Kondition und liebt es auf allen vieren loses Lavagestein hinaufzukrabseln. Wir liefen nicht ganz hoch. Man muss es ja nicht gleich übertreiben und auf uns wartete ja schließlich auch ein Shuttle am anderen Ende des Tracks. Als wir halbwegs wieder atmen konnten ging es also weiter in Richtung Red Crater. Und Leute, das ist echt der Wahnsinn! Man kann förmlich sehen, riechen und fühlen dass man gerade über einem Vulkan steht. Der Krater war wirklich beeindruckend, es dampfte hier und da und ab und an roch es ziemlich übel. Etwas beängstigend wenn man überlegt, dass der Vulkan ja immer noch aktiv ist und von jetzt auf Nachher ausbrechen könnte. Weiter ging es auf der anderen Seite, hinaus aus dem Krater – immer mit einem spektakulären Blick. Wir sahen immer wieder wunderbare und sonderbare Felsformationen, in diversen Farben, dampfend oder nicht dampfend. Das Wetter war 1A! Das Highlight waren die Blue Lakes, diese drei kleine Seen schimmern in den verschiedensten blau Tönen. Um dort hinunter zu kommen geht es einen steilen Geröllhang hinunter. Da ich mich vor Neuseeland ja intensiv mit Bear Grylls – ausgesetzt in der Wildnis Dokumentationen auf DMAX auf mein Abenteuer vorbereitet hatte, wusste ich natürlich, dass es nur einen Weg gibt, einen Geröllhang ohne hinzufallen hinabzugehen. Und ja Judith und ich sprangen und rannten als einzige Touris den Geröllweg hinunter – und waren die einzigen die nicht ausgerutscht sind. Nach den Blue Lakes ging es dann nochmal hinauf (zu diesem Zeitpunkt fand ich Krater übrigens nicht mehr so genial weil erst muss man runter dann gerade und dann wieder hoch), dort erwartete uns ein großer See. Wir beschlossen hier Lunch Break zu machen. Danach ging es gemütlich und langsam aber stetig weiter und Berg ab. Mir vielen dort die Dampfwolken auf die ich bereits von Taupo gesehen hatte – und ja die kamen aus dem Berg! Franzi wollte mir das ja nicht glauben haha! Auf dem Weg bergab konnten wir dann den Lake Taupo, einen anderen Lake und wunderschönen Wald besichtigen. Die Flüsse waren grau und stanken, wir liefen durch Lahar Zonen (das sind Zonen wo eine Lahar entlang geht. Lahars sind glaub ich eine Mischung aus Schlamm, Geröll, und das warm). Als wir endlich am Carpark ankamen taten mir meine Füße höllisch weh. Wir mussten nicht lange warten bis unser Shuttle kam. Zurück in Taupo saß ich mich in Dora, fuhr auf den Campground, überlegte mir ob ich wirklich was kochen will oder nicht. Im Endeffekt war ich so müde, dass ich nur meiner Spinne Speedy zuschaute, wie sie ein neues Netz über meinen Außenspiegel spinnte. Und ja wir haben eine Abmachung. Speedy darf so lange hinter meinem Spiegel leben. Wir lassen uns gegenseitig in Ruhe und gut ist! Bis jetzt funktioniert das prima. Ich freute mich schon riesig auf den morgigen Tag – da ging es endlich zu der Farm!

24.04.2017 Nachdem ich aufgewacht bin, habe ich mich mit Judith am Spa Park bzw. den Hot Pools verabredet. Das hieß es ging im Bikini in einen öffentlichen Park weil es dort wunderbare heiße öffentliche Quellen gab. Das hatten wir beide bitter nötig! Muskelkater ahoi. Das Wasser war wirklich mega angenehm. Bis zu 40°C. Wir verbrachten dort ca. 1h und danach ging es für mich auf die Post, Frühstücken und dann ab auf die Road. Nuhaka war ja schließlich fast 4h und 266km entfernt. Auf der Strecke gab es außer 3 Wasserfällen nichts zum Erkunden. Also gönnte ich mir den ersten Lookout, welcher den ersten Wasserfall zeigte. Dieser war echt super schön und groß. Wieter ging die Fahrt über Hügel, windige Straßen, durch Berge, vorbei am Meer zurück in die Hügel um schließlich in Nuhaka auf der Whiourau Farm anzukommen. Dort erwarteten mich dann auch schon Jo(Mama), Harrison (5), und die kleine Jessica (3). Die Farm ist riesig! Und ich hatte sogar mein eigenes Appartement – mit elektrischer Heizmatratze! Was will man mehr? Ich wurde ganz kurz rum geführt, denn es ging gleich los ins Auto und ab zu einer anderen Farm die gefühlt noch größer und vor allem Luxuriöser war. Dort warteten auch schon Sarah und Tati auf uns, welche Freunde von Jo sind. Wir schauten uns ein Pony für Tati an. Das Pony war der Hammer aber eben eine Nummer zu viel für das kleine Mädchen. In der Zeit habe ich mich mit dem alten Pony von Tati angefreundet. Zurück ging es dann auf unsere Farm, dort kochten wir dann das Abendessen. Kartoffelbrei, Fisch, Hai und Salat. Ja Hai. Lemonfish, was der kleine Zitronenhai ist. Der aber ganz schön groß werden kann. Eigentlich ja gegen meine Prinzipien, Haie zu essen aber ich dachte ich kann nicht gleich am ersten Tag einen auf Kompliziert machen. Danach unterhielten wir uns noch und schauten TV, ich wusch meine Wäsche in einer normalen Waschmaschine! OH MEIN GOTT man merkt dass man mit einem Europäer zusammen lebt. OH JA ich durfte mit 70°C waschen! In einem Frontloader. Nicht Toploader. Das heißt frische und vor allem saubere Wäsche! WUP WUP. Und dann verliebte ich mich. Nach der Waschmaschine direkt in die Babykatze. Wobei Baby übertrieben ist, 7 Monate und flauschig. Tessa ist super verschmust. Nachdem meine Wäsche dann auch getrocknet war versuchte ich alles wieder in mein Backpack zu bringen und ging dann in mein elektrisch vorgeheiztes Riesenbett.

Meine erste Woche stand ganz im Motto HUNTING. Ohje! Wo war ich da nur gelandet. Gleich am zweiten Tag ging es mit Kind und Kegel nach Gisborne auf eine Houndshow. Hounds nennt man hier die Jagdhunde. Und wehe man nennt die Jagdhunde nur Hunde (dogs). Das wurde mir noch im Auto verboten! Okay Hund ist nicht gleich Hund. Verstanden. Zu dem Zeitpunkt habe ich wirklich nicht so ganz verstanden wo denn jetzt da der Unterschied ist. Nach ein paar Wochen hab ich aber deutlich verstanden, dass ein Hound nicht gleich ein Hund ist und dass es da tatsächlich einen Unterschied gibt. Aber dazu später mehr. Da heute auch Anzac Day war (Gedenken an die Opfer im Weltkrieg) gab es für uns noch eine Ansteck-Blume. Alle rannten in Jagdklamotten herum was äußerst seltsam war. Dann ging es auch schon los, die Hounds wurden begutachtet und bewertet. Für mich sah das alles nach dem gleichen Hund äh Hound aus und so war das relativ unspektakulär. Jedoch gab es einige Shops und überall leckeres Essen – mein Bauch spannte so! Ich machte fleißig Smalltalk und machte mich so mit Hinz und Kunz bekannt. Am Ende gab es ein Wettbewerb zwischen den verschiedenen Hunting Clubs. Das bedeutete, drei Reiter traten in einer Staffel jeweils gegen das andere Team an und mussten einen Springparcours fehlerfrei und schnell durchlaufen. Das Team was langsamer war, schied aus. Das war dann schon mehr spannend. Ich ging dann mit Jo und Harrison einkaufen. Da bald das große Jagdevent statt fand, mussten wir eben so einiges Einkaufen. Wir gingen dann noch zu Jo’s Mutter. Was für eine reizende britische Lady! Ich hab sie sofort ins Herz geschlossen. So schade dass sie Krebs hat und es bei ihr mehr oder weniger nur eine Frage der Zeit ist… Das Haus ist einfach nur super schön! Und der Garten. Top! Danach ging es zurück nach Nuhaka, wir aßen, brachten die Kids ins Bett und dann ging es ans Einhorn-Kuchen Backen, denn Jess wurde morgen 4. Das Einhorn war aber dezent adipös. Hauptsache Einhorn! Total fertig ging es für mich dann wieder ins Bett.

Am 26.04.2017 wurde Jess also 4. Und was bekommen Kinder auf dem Land? Genau ein Hund! Und oooh sie ist so goldig. Ein Labrador – Shortpointer – Spaniel Mix. Schwarz und unglaublich niedlich. Die kleine bekam den Namen Bell. Arg viel mit Feiern war jedoch nicht. Der Opa kam noch kurz, wir aßen Kuchen und dann ging es nach Tiniroto – dort wo morgen die Jagd stattfinden würde. Wir fuhren mit dem Hänger voll mit Essen, Decko und Möbeln ca. 1 Stunde landeinwärts, in ein wunderschönes Gebiet mit grünen Hügeln. Dort stand eine Halle. Wir richteten das Buffet her, richteten den Außenbereich hin, organisierten so viel wie möglich. Danach holten wir noch ein weiteres Mädchen ab, dass die Nacht bei uns verbringen würde. Komischerweiße hatte sie das Pony von Tati, welches wir noch abholen mussten und zu Tati fuhren. Warum das Pony von Teenie 1 bei Teenie 2 steht hab ich zwar nicht kapiert aber was solls. Wir kamen relativ spät zu Hause an, wo Bell auch schon sehnsüchtig auf uns wartete. Nach dem Essen ging es dann ins Bett.

Und nun war es also so weit! Der 27.04.2017 war der große Tag – 250 Jahre Mahia Hunt. Das hieß für uns richtig früh aufstehen. Denn Hilton (der Ehemann) ist Master. Für alle die genauso viel Plan vom Jagen haben wie ich. Die wichtigsten Reiter sind Huntsman (derjenige der die Hounds im Schach hält) und der Master. Nur die beiden dürfen voraus reiten und tragen rot. Hilton muss auch eine Rede halten was ihn echt mega nervös machte. Da Jo die Rede schrieb durfte Bell im Haus schlafen und nicht wie normal in Neuseeland draußen in einem Käfig. Wir packten alles in den Hänger und fuhren mit Kind & Kegel & Welpe in Richtung Tiniroto. Die Fahrt dorthin war schon spektakulär genug! Entweder musste Bell oder eins der Kids aufs Klo. Als wir dann endlich ankamen, waren schon einige Menschen anwesend und organisierten fleißig alles. Wir richteten das Buffet voll fertig an. Es gab so viel verschiedene Kaffee, Kuchen, Tee, Sandwich und was auch immer. Ich wusste schon zu Beginn das mir am Ende des Tages vom vielen Essen übel werden würde! Danach eröffnete Hilton die Jagd und ganz viele Reiter in Jadgklamotten trafen ein. Nach dem alle gesättigt waren machten wir uns mit den Kinder auf den Weg um die Reiter beim Start zu sehen. Es waren 241 Pferde. Der Huntsman (Corey) reitete voraus, danach kommt der Master. Wir waren danach auf der Suche nach einem perfekten Ausgangspunkt für die Jagd Beobachtung was bei dem hügeligen Gelände ja eher weniger einfach ist. Danach ging es nach einiger Zeit in der Sonne sitzen, Frösche beobachten und Kinder umherscheuchen wieder zurück zur Hall. Dort haben ich dann Welpe und Kinder gehütet und gegessen. Danach gab es wieder Essen und mein Bauch schmerzte einfach komplett. Aber es war eben sooo lecker! Als das Fest langsam zu Ende ging, haben wir alles aufgeräumt und sind dann schließlich Todmüde um 8 nach Hause gefahren und sofort ins Bett gefallen.

Am nächsten Tag schliefen wir erstmal alle aus. Wir räumten danach den Hänger aus und verstauten alles. Danach kamen noch die Nachbarn vorbei. Am Mittag habe ich zusammen mit Ally (dem Teenie) die Ponys der Kinder gesattelt und wir gaben ihnen ein paar Runden auf dem Platz. Martha und Petra sind so liebe Ponys. Die passen richtig auf die Kleinen auf. Ansonsten war es ziemlich ruhig. Ab Abend half ich noch die Pferde zu füttern. Davon gibt es drei: Red, Barney und Extra. Die Working Dogs, welche neben den Pferden leben wollten natürlich auch gefüttert werden, aber das ist nicht meine Baustelle. Ally wurde dann am Abend von ihren Eltern abgeholt und Jo und Hilton gingen auf eine Veranstaltung nach Gisborne. Das hieß für mich auf Kinder und Welpe aufpassen. Die Kinder waren super aber Bell hat mich halb aufgefressen und überall hingepinkelt! Nachdem um 1 dann Jo und Hilton zurück kamen bin ich todmüde ins Bett gefallen.

Am Samstag waren dann alle ziemlich groggy. Bzw. die zwei waren Hangover! Daher verbrachte Jo den morgen auf der Couch und auch für mich hieß es ausschlafen und relaxen. Am Mittag ging es dann wieder nach Gisborne auf Jagd. Aber diesmal nur um präsent zu sein. Ich hab dann wieder viele Leute kennen gelernt aber ja, wenn man niemanden kennt, ist das Jagdevent eher langweilig wenn man nicht selber mitreitet. Ich war auf jeden Fall super müde und hab auf der Fahrt zurück halb geschlafen. Es gab dann noch Essen und danach bin ich wieder todmüde ins Bett gefallen. Um 8.

30.04.2017 Guess what?! It’s time for Hunting again. Richtig. Eigentlich hätte ich bei der Jagd mitreiten dürfen aber Jo wollte unbedingt ihren Red reiten. Daher hieß es für mich wieder Kids & Welpe hüten. Wir jagten wieder in der gleichen Umgebung. Nur starteten wir wo anders. Die Umgebung is wunderschön! Es war ein See mit vielen Bäumen, welche alle langsam in tausenden Farben sich verwandelten. Wir wollten dann mit den Kids die Pferde verfolgen, was aufgrund von matsch und steilen Hügeln und ohne Quad unmöglich war. Also ging es zurück. Zum essen. Ich muss sagen, ich hab ein deftiges Essensproblem wenn es Süßes gibt! Aber wir spielten dann mit Bell. Jo kam zurück geritten und gleich danach der Huntsman. Was äußerst seltsam war. Aber seine Freundin Frankie ist vom Pferd gefallen und anscheinend ist das Pferd mit ihr gefallen und ja. Sie kam zurück und das komplette Knie war offen und blutete heftig. Zu dieser Zeit fing es dann auch noch an heftig zu Regnen! Auf dem Weg zurück ging es Bell dann gar nicht gut und musste 6x Spucken! Top – ich kam mir vor wie wenn ich ein Neugeborenes halte. Zurück wurden dann die Pferde noch versorgt und danach ging es für mich dann wieder sofort ins Land der Träume.

Nach einer Woche bekam ich dann endlich meinen 1 Job. Also richtigen Job, nicht nur Begleitung und Nanny. Am 01.05.2017 habe ich dann also nach dem Frühstück Fly Poo kennen gelernt. Oh ja. Fliegenkacke an der Decke! Cori und Katja haben mir davon ja schon berichtet, aber ich hab mich dem Problem ja noch nie auseinandergesetzt gesehen, daher war die erste Begegnung echt witzig. Als Jo mir das erklärte musste ich pausenlos lachen als ich bei genauerem hin sehen erkannte, wie viel Fliegenkacke eigentlich an den Wänden und Fenstern hing. Das ganze war überhaupt nicht schwierig. Sprühen, wegwischen. Aber dank einer wackeligen Leiter und meinem nicht vorhanden Selbstbewusstsein, in Höhen zu arbeiten, war das dann anfangs doch nicht so angenehm. Ja auf jeden Fall ging das dann den ganzen Mittag so. Am Schluss hatte ich dann echt die Nase voll und durfte How to Train a Dragon 2 mit den Kids anschauen. Dann gab es auch schon wieder essen (wo ich Kartoffeln schälte). Zum essen gibt es hier immer Festtagsessen. Lunch war selber gemachte Gemüse/Fleischsuppe. Tea: Lamm + Gemüse + Kartoffelschnitze. Ich werde hier definitiv fett!

Auch am nächsten Tag startete ich gemütlich um 8:00Uhr. Nach dem Frühstück hieß es dann für mich wieder Fly Po! Oh yes, dieses mal war es für aber nur zwei kleine welche ich mit Hilfe von musik schnell erledigte. Jo war mit der Kleinen im Playcenter. Am Mittag habe ich glaube ich wieder auf die Kinder aufgepasst, der Opa kam vorbei und hat mir von seinen Vögeln und den Problemen, diese für einen guten Preis verkauft zu bekommen erzählt. Das Vogelbusiness scheint nicht so top zu laufen. Dann kam plötzlich noch eine Frau vorbei. Jeff’s Freundin. Super lieb und lustig! Sie hat Bell gezüchtet und Bell hat sich tierisch darüber gefreut Karla und die Hundemutter wieder zu sehen. Irgendwann kam dann noch eine andere Frau, die die Waffenaufbewahrung geprüft hat. Zusammen mit ihr haben wir uns Ed, den jungen Hengst angeschaut. Den Jo und Hilton wollen mit Ed ja Ende des Jahres Irish Sporthorses züchten. Bell war derweilen auf meinem Arm komplett eingeschlafen und hat sich keinen Millimeter mehr bewegt.

Auch am nächsten Tag ging es für mich wieder an die Fly Po Bekämpfung. So langsam wollte ich alle Fliegen einfach nur abfackeln! Als ich mit dem Stiefelraum fast fertig war kam Hilton und meinte nur zu mir und Jo „The horses need to be worked!“ Das hieß dann für mich, endlich wieder aufs Pferd, nach einige Jahren Abstinenz. Ich war dezent nervös, denn ich kannte ja das hügelige Gelände und normalerweise sind Pferde draußen ja etwas heiß. Aber da musste ich jetzt durch! Morgen werde ich defintiv nicht mehr laufen können vor Muskelkater haha Wir gingen also mit Jo’s Pferd Red und Hiltons Riesenpferd Extra raus. Wir ritten einen steilen Hügel hinauf wo ich Red schon hoch treiben musste und somit startete für mich auch hier das Ausdauertraining. Die Aussicht war einfach nur WOW! Überall um uns rum waren grüne Weiden mit Schafen, Pferden oder Kühen. Die Hügel waren steil und gingen tief hinab in Täler. Am Horizont erblickte ich Bergketten, am anderen Horizont den Ozean. So trabten und galoppierten wir über die Hügel und ich hatte schnell mein Gleichgewicht wieder gefunden! Ich habe dann auch schnell lernen müssen steile Hänge hinauf und hinab zu reiten was ich so ungefähr noch nie gemacht hatte und ich mir ganz sicher bin, dass unsere Pferde zu Hause sich die Beine brechen würden! Zurück im Hof haben wir die Pferde dann geduscht, eingedeckt und wieder auf die Weide gestellt und gefüttert. Was für ein Pferdeparadies! Riesenkoppel und 24/7 draußen am Hang! Die Pferde sind einfach top ausgeglichen. Ich durfte danach noch Schweine und Hühner füttern, hab die Ponys eingedeckt und die restlichen Pferde gefüttert. Feuerholz geholt und auf die Kinder aufgepasst bis Hilton heim kam, den Jo musste am frühen Abend noch auf eine Graduierung. Danach noch bisschen TV und ab ins Bett!

So am 04.05.2017 durfte ich einen Dattel Fejoa Cake backen. Fejoa sind kleine grüne Früchte die einfach nicht schmecken. Aber alle Kiwis fahren voll drauf ab. Ich mag das nur als Chuttney. In einem Wrap. Haha auf jeden Fall durfte mit klein Jess dabei helfen. Wie jeder weiß mag ich Ordnung in der Küche und backen mit Kleinkindern bedeutet Mehl und Teig überall. Also Geduldsprobe hoch 10! Da Jess bisschen am kränkeln war hab ich ihr erklärt dass sie den Teig erst am Schluss naschen darf. Nach dem 100x sagen dass ich ihre Keime nicht im Kuchen haben will weinte sie dann. Ich bin super ich weiß! Der Kuchen war optisch eher eine Katastrophe aber geschmacklich ganz okay. Danach half ich Jo beim Garage aufräumen bzw. bei dem Versuch dabei. Aufräumen ist ja nicht meine Stärke – vor allem nicht ausmisten. Dann gab es Chicken zum Lunch und ein Anruf „Work my horses“. Da Harrison bald zurück aus der Schule war, fragten wir die Nachbarin ob sie solange auf Jess aufpassen konnte. Ich sprinte los und holte Barney und Red und machte sie fertig. Es ging den gleichen steilen Hang wieder hinauf – dieses Mal im Trab. Ich war oben angekommen komplett fix und fertig. Wir gingen einen anderen Weg und es ging Berg auf und ab im gestreckten Galopp in einem Loop zurück zum Haus. Nachdem ich die Pferde wieder auf die Koppel brachte, widmeten wir uns wieder der Garage. Danach organisierte ich wieder Feuerholz, zündete das Feuer, fütterte Schweine und suchte Hühnereier ohne Erfolg. Ebenfalls gab es Futter für die Pferde und für uns super leckeres Cornet Beef. Ich muss sagen, ich brauche einen Slow Cooker – diese Dinger sind der Wahnsinn!

Am nächsten Tag ging es dann für Jo, Jess und mich nach Gisborne. Jo hatte ein Farmers Women meeting und Jess durfte so lange in die Daycare. Für mich hieß das Erkundungstour! Aber zuerst machte ich mich auf in Pack’n’Safe um einige Kleinigkeiten einzukaufen. Ich bummelte danach durch die Einkaufsläden langsam in Richtung Meer. Dort schlenderte ich zu der Stelle, wo James Cook zum ersten Mal Neuseeland betreten hatte. Eine Statue von ihm und seinen jungen matrosen säumten die Stelle. Zurück schlenderte ich durch die Gegend. Am Flussufer setzte ich mich eine Weile in die Sonne. Danach ging es ins Museum was mal wieder sehr hübsch war aber sehr Maori-lastig. Als Jo fertig war gingen wir zu McDonalds um Lunch zu essen. Wir versuchten noch einen alten TV irgendwo im Second Hand Shop los zu werden – was letztendlich auch irgendwann klappte. Nachdem wir die Online vor-eingekauften Sachen dann im Countdown abholten, gabelten wir Jess auf. Jo fuhr mit uns zum Kaiti Hill hinauf. Von dort hatten wir eine super Aussicht auf den Ozean und Gisborne sowie die Bergketten im Hintergrund. Super schön. Wir besuchten anschließend eine kranke Freundin von Jo die einen fetten Labrador hatte, welcher sich genüsslich auf meinen Füßen breit machte. Danach ging es für Jo und mich zum Frisör. Naja eigentlich habe ich meine Haare mit der aktuellen Länge geliebt aber die Enden waren kaputt daher musste was ab. Aber auch Frisöre in Neuseeland verstehen unter „nur die Spitzen“ mindestens 10cm abschneiden. Deshalb war ich mehr oder weniger nicht ganz zufrieden damit aber so ist es nunmal. Zu Abend ging es zu Jo’s Mum und wir aßen Thai. Ich genoss den Abend total! Zurück erwartete uns dann ein Cousin von Hilton der für das Duck Shooting Wochenend-Opening extra angereist war. Ja Entenschießen ist hier ein Männerevent! Eigentlich nur ein Anlass sich zu betrinken. Und zu schießen.

Am 06.04.ging es für Jo und mich in den Farmstay. Dort musste auch ein bisschen Fly Poo entfernt werden. Der Farmstay bietet Platz für bis zu 9 Personen, in drei kleinen Hütten, mit einem Bad, einem Gemeinschaftsraum und einer Küche. Und gerade das letzte Gebäude wurde erst kürzlich erweitert und renoviert. Daher schmiergelte Jo solange die neuen Fensterrähmen und strich anschließend darüber. Ich schmiergelte solange weiter. Nach dem Lunch packten wir Kinder und Welpen und fuhren nach Mahia an den Strand. Wir checkten den Strand, da wir morgen mit dem Pony Club dort entlang reiten wollten. Wir spazierten munter über den Strand und Bell kam zum ersten mal in Kontakt mit dem Meer und wurde gleich von einer großen Welle überspült. Ich musste sie also im Knietiefen Wasser aus dem Meer fischen und sie zitterte nur noch – sie hatte eindeutig genug vom Strand und wollte nur noch auf den Arm. Sie ist halt noch ein Baby. Wir gingen langsam zurück zum Auto und fuhren dann noch weiter um mir die Gegend zu zeigen. Wirklich wunderschön. Sanfte Klippen und steile Gras Paddocks treffen auf wilde Surferstrände und ruhige Badebuchten. Sehr beruhigend die Gegend. Die Kids hatten auch super viel Spaß und wir fanden viele Muscheln. Zurück fütterten wir dann die Pferde – eigentlich wollten wir weiter streichen aber das Abendessen musste gekocht werden. Am Abend schaute ich mit Hilton unt Ritchie (der Cousin) noch einen Film und freute mich anschließend auf meine beheizte Bettdecke.

Am nächsten Tag verluden wir dann die Ponys und fuhren an den Strand. Mit einem kleinen Umweg, denn der Ute musste irgendwo hin gebracht werden. Also hieß es für mich ein Ute fahren – mit Anhänger und manueller Schaltung auf links und ohne Beschriftung! Oh ja es gab für mich 1,2 und 5 Gang! Nach 10minuten habe ich dann endlich auch den 3 und 4 gefunden. Ein Ute ist eine Art Pick Up aber kleiner und meist als Farmauto bekannt. Meistens um hinten drauf Schafe, Hunde oder sonst was zu transportieren. Nachdem ich den Ute also heile abgestellt hatte ging es wieder mit Hänger zurück nach Mahia zum Strand. Als alle mal eingetrudelt waren, ging es auch schon los. Bestimmt so um die 15 Ponys + 5 geführte Ponys. Plötzlich rannte ein wild gewordener Hengst auf uns zu. Mit samt Anhänger an dem er fest gebunden war. Direkt auf die Kinder und die Ponies. Ein paar Väter konnten den Hengst dan bändigen und brachten ihn irgendwo anders hin und bunden ihn wieder an. Wir gingen weiter zum Strand und alles war gut und friedlich, die Kinder hatten Spaß, das Wetter war super und die Sandflys liebten mich. Plötzlich schrie jemand das der Hengst zurück ist. Und so sahen wir, wie er wild entschlossen den kompletten Strand auf uns zu galoppiert kam. Die Kinder sprangen von ihren Ponys und flüchteten. Wir Erwachsenen versuchten den Hengst von uns fern zu halten. Schließlich musste das kleinste Pony herhalten und den Hengst weg führen. Irgendjemand kam dan mit einem Ute und brachte den Hengst vom Strand. Jess wollte danach mit ihrem Pony in die Wellen. Nur das Petra ja noch nie Wasser gesehen hatte und dementsprechend senkrecht in der Luft stand als die Welle direkt vor ihr brach. Wuhu das war Aktion! Ich hatte ein steigendes, panisches Pony an der Hand und ein weinendes Kind darauf! Aber Jess hielt sich super und Petra beruhigte sich relativ schnell wieder. Wir sahen dann wieder einen kleinen toten Zitronenhai am Strand. Und Jess wollte unbedingt mit Petra die Dünen hinauf und hinunter reiten – die steilen Dünen wo die Pferde auf dem Arsch hinunter rutschen. Aber klar doch – ich mach da mit! Zum Lunch gabe s dann super leckere Pizza. Zurück ging es wieder ans Streichen als mich der Schäfer Jeremy fragte, ob ich mit zum Pig Hunten will. Also saß ich kurze Zeit später auf dem Bike (Quad). Was ja voll die Herausforderung ist, nur der Beifahrer zu sein, da es in dem unebenen Gelände ja recht ruckelig war. Und man kann sich ja nirgends festhalten. Aber gut oben am Berg stellten wir das Bike dann ab und schlichen uns weiter zu Fuß durch die Gegend. Der Sonnenuntergang von dort oben war einfach top, da man die Sonne im Meer versinken sah! Wir haben dann ziemlich schnell Schweine gesehen, also ich nicht aber Jeremy. Ich mein wie kann man bitte auf dem Hügel auf der anderen Seite des Tals Büsche von kleinen schwarzen Punkten alias Schweinen unterscheiden. Ich nicht. Daher bekam ich das Gewehr in die Hand um durch den Sucher die Schweine zu finden, was auch mehr oder weniger eine Mission Impossible war. Ich mein ich hatte noch nie ein Gewehr in der Hand und sah am Anfang einfach nur schwarz. Gegen Schluss hab ich die Schweine dann doch auch gefunden! Aber ja ich bin ja schon immer zu blöd gewesen durch ein Fernglas zu schauen. Muss mir halt mal jemand erklären dass man die Augen nicht bewegen sollte sondern den Kopf oder so ähnlich. Da der Wind schlecht stand galt es umso leiser durch die Gegend zu laufen. Einen steilen Berg. Aufwärts. Schnell. Ich bin dabei fast erstickt weil ich nicht wie ein Walross atmen wollte. Wir fanden dann doch keine Schweine in Reichweite und beschlossen zurück zu gehen. Am Abend kamen dann noch Frankie und Cori, welche die ganze nächste Zeit bei uns bleiben würden. Cori war der Huntsman und Frankie hielt mit die Hounds in Schach. Ach ja und seit diesem Tag hatten wir weitere 28 Hunde/Hounds auf dem Hof!

Der 08.04.2017 war ein ziemlich langer Tag. Um 06:30 Uhr versuchte ich Red einzufangen. Aber er galoppierte munter an mir vorbei und machte sich darüber lustig. Aber dann meinte Hilton ich soll einfach das Gatter offen lassen und Tada er galoppierte hinaus und blieb wie angewurzelt stehen. Also Sattel drauf und los geht es. Zusammen mit Hilton – der Barney ritt und Extra als Handpferd mit nahm ging es los. Der Plan war, die A Schafsherde auf eine größere Weide zu bringen und so wieter. Also ging es auch schon los über Stock und Stein. Jo hatte ja Erbarmen mit mir aber Hilton nicht. Das Gelände war unglaublich steil und ich musste schauen dass ich mit kam. Die Hunde waren schon ganz wild. Nachdem sie die Schafe zusammen getrieben haben, was ich super fasinierend fand, da alle auf einen unterschiedlichen Pfiff reagieren, ging es für uns weiter zu den nächsten Scahfen. Auf jeden Fall ging es dann auf einen andren Hügel was hieß, steil nach unten, vorbei an einem Wasserfall (wer hat schon einen Wasserfall auf seinem Grundstück?), steil Berg ab und noch steiler wieder Berg auf. Und da merkte ich mal das Sporthosen nicht den optimalen Gripp bieten wie eine Reithose. Oben angekommen eröffnete sich dann ein riesengroßer Teich! Was soll ich sagen die Farm ist einfach wunderschön und mega groß. Noch ein Stück weiter hinauf entdeckten wir die Schafe – ein Tal-Hügel weiter. Also schickten wir die Hunde los und ritten oben entlang. Die Herde wurde dann in einem kleinen Bereich gebracht um die paar männliche Schafe heraus zu selektieren. Und dort taten mir dann Füße und mein Po schon abartig weh und ich war froh, vom Pferd steigen zu können. Danach ging es wieder aufs Pferd um die vier Böcke von den Mädels fort zu treiben. Was gar nicht so easy war in dem hügeligen Gelände. Auf jeden Fall waren die auf einmal Weg. Und wir brauchten bestimmt so ca. 20-30min um die wieder zu finden! Ich hatte solange Extra an der Hand was Red gar nicht toll fand. Hilton fing dann ein Schaf ein, packte es auf Barney und ritt es einfach weg. Top Pferd würde ich da mal sagen. Aber so ein Schaf kann ja auch stur sein – stehen 5 Hunde vor dem Ding und das bewegt sich keinen Millimeter mehr. Danach ritten wir durch einen Bush steil hinab und auf der anderen Seite Steil wieder hinauf. Wir schickten die Hunde wieder auf die entgegengelegenen Hügel und sie brachten all die Schafe auf unseren Hügel – mega faszinierend! Denn die Distanz ist ja mega. Und die blicken es einfach immer noch. Als wir mit denen dann fertig waren ging es zurück. Was bestimmt auch nochmal 1 1/2h gedauert hatte und mir Knie, Arsch, Füße schon weh taten und ich gefühlt verhungerte! Ich liebe ja Pferde aber das war hart für mich. Die Pferde wurden im Hof noch schnell abgespritzt und versorgt. Nach dem Lunch haben Jo und ich Gartenarbeit gemacht. Ich habe mit dem Laubsauger das Laub aufgesaugt. Das Teil wird dann aber auch abartig schwer! Danach holte ich Feuerholz und machte ein wunderschönes Feuer. Jeremy fragte mich dann wieder, ob wir die Schweine auf der anderen Seite des Hügels schießen wollen. Also ja ab ging es wieder mit dem Bike aufs Nachbargrundstück. Wir schlichen uns durchs Gebüsch und bevor es richtig dunkel wurde beschlossen wir, dass Jeremy alleine weiter ging und ich einfach wartete. Kluge Entscheidung den ich bin weder leise noch geschickt in diesem hügeligen Gebiet. Ich saß also auf dem Boden und beobachtete wie langsam der Mond stieg und die Sterne aufblitzen. Als plötzlich Schüsse fielen und die komplette Ziegenherde auf mich zu gerannt kam. Adrenalin pur. Jeremy kam dann mit einem kleinen Schwein zurück – ohne Kopf und Eingeweide. Wie kann man nur so schnell ein Tier zerlegen? Also ging es wieder zurück zum Bike, diesmal aber auf die sehr steile und kurze Variante. Ich durfte dann das Bike (was hier ein Quad ist) zurück fahren. Genau, ich auf einem Quad, im Dunkeln, ohne Servolenkung! Das Resultat war, dass ich das Schwein und Jeremy fast die ganze Zeit verloren hätte. Schalten muss geübt sein. Am Haus angekommen war Cori und Hilton dann schon gut angetrunken und lachten uns mit unserem Mini-Schwein nur aus! Wir machten uns dann ab ins Haus und feierten mit allen die Ankunft von Cori und Frankie.

So das war Teil1, Teil2 folgt bald! Sorry das nicht so viele Bilder hier auftauchen, aber die Kamera auf der Farm rum schleppen ist so ne Sache. Muss mal mein Handy durchforsten da sollten mehr Bilder drauf sein :)

Last days with Franzi

21Mai2017

Zeit mal wieder etwas abzudaten.

15.04.2017, nachdem wir ungefähr um 6 Uhr schon wach waren, weil wir einfach nicht mehr schlafen konnten. Die Nacht war alles andere als erholsam. Wir dachten ja immer, dass uns jemand gleich eine Strafe an den Hals hängen will. Wir schauten uns dann aber den wunderschönen Sonnenaufgang an. Der hat sich ja echt mega gelohnt! Danach genossen wir unser Frühstück mit Meeresblick. Deluxe Pur. Dort erfuhren wir dann von zwei anderen Backpackern, dass das Essen von gestern nicht vergiftet wurde. Haha – wir stellten alle fest, dass wir deutschen einfach super misstrauisch sind. Wir hörten von einer guten Deutschen Bäckerei und wollten diese aufsuchen. Jedoch haben wir leider nicht wirklich irgendwas, was einer Bäckerei ähneln würde gefunden. Unsere eigentliche Idee war, an das East Cape zu fahren. Aber Franzi kam dann auf die Idee an die Westcoast zu fahren. Was ungefähr auf der anderen Seite von Neuseeland ist. Die Kilometer sprachen jedoch für sich und so machten wir uns auf den Weg. Auf der Strecke gab es jedoch nicht wirklich viel zu sehen – außer grüne Hügel und Schafe. Wir entdeckten einen wunderschönen Regenbogen der genau neben der Straße anfing und aufhörte – was echt witzig aussah. Wir hielten in Norsewood, wo es angeblich ein wunderbares Vikinger Schiff geben sollte. Das Ruderboot was wir dann entdeckten war eher weniger spektakulär als die Beschreibung im Reiseführer. In Woodsville wollten wir uns dann billiges und gutes Obst organisieren – denn davon hatten wir schon lange gehört. Jedoch hatte der Laden heute geschlossen. Lief bei uns richtig gut! Das spektakulärste an der Fahrt war eine Schlucht, die von einem tobenden Fluss beheimatet wurde. Leider regnete es ziemlich heftig. Als wir dann in Palmerson North ankamen, suchten wir ein bisschen nach einem Parkplatz, da irgendein Event stattfand und es nur so von Menschen wimmelte. Man konnte sogar Schlittschuhlaufen. Wir schlenderten dann durch die Stadt und durch die Mall. Denn wir lieben Malls. Dort kauften wir wieder kräftig ein und ich organisierte mir ein neues Shirt. Wir gingen anschließend noch in ein Museum, welches eine wunderbare Ausstellung von Schülern hatte. Das heißt diese haben anstatt einer Klassenarbeit ein Abschlussprojekt kreiert welches echt super war. Wir fuhren danach in Richtung Campground. Das war an dem heutigen Tag der Garten eines B&B mit super Sommerhut, Küche und grünem Trinkwasser!(Man muss nehmen was man bekommt)

16.04.2017: Wir sind relativ früh aufgestanden – warum wissen wir einfach nicht. Wir fuhren in Richtung Wanganui. Die Fahrt wurde von gefühlten 500 Pipi-Stops unterbrochen. In Wanganui endlich angekommen, stellten wir dann fest, dass wegen Ostern ja alles geschlossen hatte. Daher fuhren wir zu einem Stadtsee. Dort gab es auch eine nette Vogelvoliere. Am See selbst entdeckten wir dann einen wunderschönen Wintergarten mit tollen Pflanzen und Peter Pan Figuren. Wir fuhren dann zu dem Whanganui River Lookout aber wegen dem Regen war das alles eher weniger spektakulär. Wir fuhren zum Mc Donalds und checkten das Wetter für die kommenden Tage und suchten uns eine passende Wanderung für den Mount Taranaki an. Danach fuhren wir nach Waverly. De Landschaft wurde offener ab und an zeigte sich das Meer. In Waverly waren wir an einem Strand bzw oberhalb des Campings. Dort gab es wunderschöne Klippen und einen tollen, dunklen/schwarzen Strand. Wir konnten die Küste hoch und runter blicken – der Himmel strahlte in den verschiedensten Farben. Wir genossen den Tag und fuhren schließlich zu einem schwarzen Sandstrand. Dort kochten wir. Da die Sonne hier früh unter geht, gehen wir auch früh ins Bett. Das ist die Camper Logik!

Am 17.04.2017 sind wir bei Sonnenschein aufgewacht. Der schwarze Sandstrand glitzerte wunderschön, deshalb bin ich kurz spazieren gegangen. Nach dem Frühstück fuhren wir dann nach Hawera zum Duschen. Auf dem Weg dorthin haben wir den Mt. Taranaki mit schneebedecktem Gipfel entdeckt – einfach nur wunderschön! Total faszinierend, so einen Vulkan (welcher nur schlummer) von nahem zu sehen. Er war total wie aus dem Bilderbuch – von flach bis langsam ansteigend. Von rechts und links rollten aber schon einige Wolken an. Daher haben wir so viel wie möglich von dem Berg aufgesaugt. Weiter ging es für uns auf den Surf Highway. Dieser hatte unglaublich viele gute Surfspots. So fuhren wir durch Dairyfarm Land. Rechts von uns der Mount Taranaki, Links von uns das Meer. Dazu noch die Weite und die dunklen Wolken. Wir hielten an einigen Stränden an und genossen die Seeluft. Da Franzi so ein Leuchtturm Fan ist, hielten wir am Cape Egmont an. Ein wunderschöner, weiß-roter Leuchtturm mit dem Vulkan im Hintergrund. Also wenn man nicht gerade Wolken überall sieht – so wie wir eben. Danach ging es zum Lighthouse Museum, dort konnten wir einen Leuchtturm hinauf klettern. Wir hielten dann noch an einem schönen Sandstrand und schlenderten durch die Gegend. Weiter ging es nach New Plymouth, wo leider 90% der Läden geschlossen hatten wegen Ostermontag. Daher schlenderten wir nur so durch die Gegend und haben dann 3 super Leckere Sushi für 10$ gefunden und am Meer gegessen. Denn Fisch isst man am besten direkt am Meer J Wir fuhren dann zu unserem Couchsurfer. Mikel, Fiona und zwei Kinder sowie zwei Hunde und vier Katzen erwarteten uns bereits. Der eine Hund war so groß wie ein Kalb war aber ein Schäferhund. Das Haus wurde gerade renoviert und lag in Mitten der Wop Wops. Die Familie ist super nett und lieb gewesen. Wir unterhielten uns ziemlich lange und streichelten und spielten mit den Tieren. Wir freuten uns dann endlich mal wieder auf ein gut isoliertes *hust* Kiwi-Schlafzimmer.

Am 18.04.2017 machten wir endlich mal etwas anderes als nur Autofahren. Wir nahmen uns vor, den Manganui Track und die Tarns zu bewandern. So fuhren wir in Richtung Mount Taranaki. Die Fahrt alleine dauerte schon einmal 1h. Mit Sonnenschein starteten wir und liefen den Berg hinauf. Die Wanderung war super schön, da es nicht mega steil aber eben kontinuierlich nach oben gin. Der Weg war auch 90% auf Holzpfaden. Das war mehr als welcome weil es die Tage bevor ja super viel geregnet hatte. Wir waren trotzdem aus der Puste aber dennoch war der Weg echt top! Und wir waren ziemlich zügig unterwegs! In 1 1/2h waren wir dann an der Hütte und weitere 30min trennten uns von den Tarns. Leider war die Spitze des Taranakis in Wolken bedeckt. Trotzdem spiegelte sich ein Teil in den Tarns. Die Landschaft war einfach wunderschön. Vulkan, kleine Seen, Sträucher, Büsche. Einfach top. Wir warteten an den Tarns eine ganze Stunde um zu sehen, ob das Wetter besser wurde. Aber nein, es zog sich nur noch mehr zu. Zurück ging es dann wieder ziemlich schnell. Auf dem Weg zurück zu unserer Couchsurfer Familie schauten wir noch ein merkwürdiges Glockenspiel à la Romeo&Julia an. Bei der Familie schauten wir dann alle zusammen TV an. Müde von der schönen Wanderung ging es für uns nach einem Fernseherabend ins Bett.

Ausgeschlafen wurde am 19.04.2017. Als wir aufstanden begrüßte uns erst einmal die Oma. Nach dem Frühstück ging es für uns bei strahlendem Sonnenschein nach New Plymouth. Wir parkten das Auto außerhalb und liefen zum Puke Ariki Museum. Dieses Museum war ganz nett aber nichts im Vergleich zu dem in Wellington. Es ging einerseits um das Leben in Taranaki, mit samt der Ölindustrie. Des Weiteren wurden NZ Insekten und Meerestiere ausgestellt. Da Franzi`s Freundin hier einige Zeit lebte, empfohl sie uns ein super tolles Café. Und hier gab es auch in der Tat leckeren Kaffee. Das ist ja hier in Neuseeland immer so eine Sache. Aber da musste man erstmal auswählen was für eine Bohnenart man haben will, wie es geröstet werden sollte etc. Als wir uns dann endlich für einen Kaffee entschieden hatten entdeckten wir das Highlight des Tages. Sparkling Water for free! Oh yummi! Das war mal wieder lecker. Auf dem Weg aus der Stadt schauten wir an einem riesigen Felsen vorbei. Dieser Ort war ganz hübsch, da er außerhalb von New Plymouth lag, direkt am Strand und bisschen grün drum herum. Bevor wir zurück zur Familie fuhren, holten wir noch einen Wein, da wir ja bis jetzt immer top von der Familie versorgt wurden. Dort angekommen lernten wir auch nach kurzer Zeit zwei Amerikaner kennen. Mutter und Tochter. Die Mum besuchte ihre Tochter, welche schon seit einiger Zeit in Neuseeland am reisen/arbeiten war. Wir unterhielten uns alle ganz nett und wir Mädels kochten dann zusammen Vegan. Gemüsepfanne mit Quinoa und Hummus zur Vorspeise. Am Abend beworb ich mich dann um einen Job in Taupo.

Der 20.04.2017 hieß für uns Abschied von der Familie nehmen. Das fiel ziemlich herzlich aus. Wir blieben noch etwas länger, da wir unsere Geräte alle Laden wollten. Deshalb verabschiedeten wir uns auch von der Oma. Wir duschten, kochten unser essen vor und packten. Sodass wir gegen 12 Uhr endlich los düsten. Um dann aber um 12:10 Uhr umzudrehen und Franzis Duschsachen wieder zu holen. Die hatte sie nämlich vergessen. Aber danach ging es dann endlich auf den Forgotten Highway. Dieser Highway ist ziemlich lang und führt durch die Mitte der Insel bis kurz vor Taupo. Die Fahrt war sehr anstrengend da es mega kurvig war. Aber die Landschaft war wunderschön. So fuhren wir durch Hügel, Schafsweiden, Regenwälder und über Pässe, durch Tunnel, Schotterstraßen und normale Straßen. Wir sind dann auch in die unabhängige Republik Whangamomona gefahren und haben unsere Reisepässe stempeln lassen. Wie man das eben in einem neuen Land so macht. Danach fuhren wir gefühlte Stunden weiter! Ziel war Taupo aber gefühlt fuhren wir ja schon einige Stunden durch die Gegend und ich hatte einfach die Nase voll. Plötzlich gab es einen wunderschönen Sonnenuntergang. Wir fanden einen Lookout und konnten von dort den Mount Taranaki, Mount Doom/Ngaurauhoe und Mount Tongariro sowie den Lake Taupo sehen. Wirklich einzigartig. In Taupo hab ich mir erst einmal ein Eis vom McDonald. Danach ging es zum Freedom Campground. Die Nacht war Arschkalt!! Taupo ist aber auch ein kaltes Pflaster.

 

Am nächsten Tag sind wir dann bei Nebel aufgestanden. Der Fluss neben uns sah wunderschön aus, denn von dort kam der ganze Nebel. Frühstück gab es dann an einem Lookout, von dort konnten wir den See und Mount Taranaki. Danach ging es für uns an die Huka Falls. Das ist ein mega starker und wilder Fluss. 200 000L fließen hier pro Sekunde durch. Dort war es richtig schön und voll mit Asiaten. Danach schauten wir uns einen Park an. Die bunten Herbstbäume sahen richtig gut aus. Wir fanden dann auch einen Hot Pool. An einer Stelle sprudelte heißes Quellwasser aus der Erde. Leider kränkelten wir beide etwas, daher entschieden wir uns dagegen. Wir schlenderten noch an der Uferpromenade entlang. Dort konnte man auch Golfbälle schlagen. Wir schlenderten dann noch durch die Innenstadt und genossen einfach den Tag. Da das unser letzter gemeinsamer Tag war, packte Franzi ihren Backpack und wir gönnten uns was richtig Geiles zum Essen. Im Lakehouse gab es für mich Chicken & Prawn Pizza und für Franzi ein super geiles Steak, welches auf einem Hotstone garte. Danach ging es wieder zurück auf den Freedom Campground – zu unserer letzten gemeinsamen Nacht.

The Last Day ist angebrochen. Wir standen auf, klappten um und fuhren wieder zu unserem Frühstücksspot. Dort gab es dann Eier und Müsli – ja kombinieren können wir. Danach ging es für uns in die Bib und ins Isite. Plötzlich ging alles ganz zügig. Franzis Bus fuhr um 10:20Uhr ein und schwup die wup war sie auch weg. Einige Tränen flossen natürlich bei uns. Ich meine wir haben so einiges zusammen erlebt und durchgemacht. Einiges voneinander gelernt und wir werden uns nie vergessen. Danach saß ich alleine in der Bib und überlegte was ich denn jetzt mit mir alleine anstellen soll. Ich habe die Zeit genutzt und alles geladen. Der Plan war, am Abend in Richtung Tongariro zu fahren, da ich morgen das Crossing machen wollte. Aber Pläne ändern sich eben. Ich werde hier in Taupo noch eine Nacht bleiben und habe einen Shuttle für einen unschlagbaren Preis gebucht. Zufällig lernte ich noch Judith kennen, die auch morgen das Crossing machen möchte. Mir war nach ca. 20Minuten schon so ziemlich langweilig ohne meine Franzi. Was mache ich nur ohne sie? Da ich total müde war und es auch viel zu kalt war um lange draußen zu bleiben, entschied ich mich gegen das Kochen und hab ganz gesund Kiwi und Cookies gegessen. Da ich am nächsten Tag jedoch aber auch schon ziemlich früh los muss, ging es für mich dann auch echt früh ins Bett.

Am 23.04.2017 war es also so weit. Mein allererster Tag alleine. Die Nacht war äußerst komisch. Es war einsam, kalt und kurz. Mein Wecker klingelte mitten in der Nacht. Ich zog mich schnell an und fuhr los – auf der Suche nach einem Klo. Natürlich hatte nichts offen und auch der Mc war geschlossen. Super! Ich hatte also noch 8 Minuten für Frühstück, Zähneputzen, Schuhe anziehen und irgendwie ein Klo finden. Hat alles super Just-in-Time funktioniert. Dann wurde ich von einem Bus abgeholt und in Richtung Tongariro Crossing gefahren. Dort habe ich auch Judith getroffen, die ich über Facebook gefunden habe. Dank ihr musste ich das Crossing nicht alleine laufen. Es ging also los. 19,2km. Man merkte schon bereits bei Beginn, dass es hier richtig kalt werden kann im Winter. Es war frostig kalt und so war ich über Handschuhe, Schal sowie meine gefütterte Wanderhose echt froh. Zu Beginn lag auch noch Schnee auf dem Wanderweg. Die Strecke führte erst relativ gerade und nur ab und an nach oben. Also ein wunderschöner Start. Gut zum warm werden. Wir sahen zuerst den Mount Doom. Ich kam mir die ganze Zeit vor wie bei Herr der Ringe. Die Landschaft war einfach unbeschreiblich. Ab und an Wasserfälle, ansonsten große und kleine Lavasteine. Diese waren in den verschiedensten Farben vorhanden. Und dann ging es steil nach oben, hinauf zum Krater. Das war anstrengend! Pure Sonne, Treppen, steil. Oben angekommen war die Sicht dann aber bombastisch Wir sahen bis zum Mount Taranaki! Der komplette Mount Doom war uns dann aber doch eine Nummer zu heftig. Also gingen wir weiter zum Red Crater. Von dort konnten wir sehen, dass Doom ganz rot auf einer Seite war. Beängstigend fand ich die Tatsache, dass ich über einem aktiven Vulkan laufe. Ich mein überall dampfte die Erde und an manchen Flecken konnte man sich auch in das warme Lavagestein setzen. Weiter ging es die andere Seite des Kraters nach oben. Die Aussicht wurde immer besser! Das Wetter einfach nur top. Von dort konnten wir einen sehr interessante geformten Krater sehen und die Farben! Von grau bis grün zu rot. Danach ging es einen steilen Geröllhang hinunter. Da ich ja fleißig „Ausgesetzt in der Wildnis mit Bear Grylls“ geschaut habe, wusste ich, dass man einen Geröllhang hinunter rennt. Und so sind Judith und ich an den anderen Tagestouris vorbei gehechtet. Ohne große Probleme. Wobei alle anderen immer wieder hinfielen. Wir kamen danach an den Blue Lakes vorbei. Diese drei Seen wetteifern sich in ihren Blautönen! Einen weiteren Krater hinauf und wir standen vor einem großen See – unsere Lunchpause. Nach dem Mittag ging es dann weiter. Die Landschaft änderte sich, es wurde offener, wir konnten den Lake Taupo sehen. Langsam aber stetig ging es zu dem Parkplatz wo wir abgeholt wurden. Das letzte Stück ging durch einen schönen Wald. Dort gab es einen grauen Fluss und wir liefen durch Laha Gebiet. Unten angekommen mussten wir nicht lange auf den Shuttle warten. Am Auto angekommen fuhr ich dann nur noch auf den Campground. Mir war so langweilig, dass ich Speedy (meine Spinne die in meinem Außenspiegel wohnt), beim Spinnennetz weben beobachtete. Ich beschloss einfach schnell ins Bett zu gehen um morgen fit zu sein. Denn am folgenden Tag hieß es für mich zum ersten Mal WWOFEN gehen. Das bedeutet, dass man für Essen und Unterkunft irgendwo auf einer Farm arbeitet. Und die Farm wurde mir von Cori und Katja empfohlen! Daher freute ich mich ja schon riesig.

Northisland: Wellington & die Eastcoast

10Mai2017

 Und auch das wird wieder ein langer Blog mal schauen wie weit ich komm. Zumindest mal ein bisschen nachholen. Schande über mein Haupt. Aber ja, so ist das eben beim reisen – entweder man ist zu müde oder man hat begrenzte Zeit.

Am 08.04.2017 hieß es also – letzter Tag Südinsel“ Da unsere Fähre jedoch erst um 02.15 Uhr ging, schauten wir uns noch das Städchten Picton an. Dort tranken wir Tee und gingen in ein Walmuseum. Was nicht wirklich spannend war – aber umsonst. Als wir dann auf die Fähre fuhren war ich 1. Ganz aufgeregt weil ich noch nie auf eine Fähre gefahren bin. „Franzi hab ich die Handbremse auch wirklich angezogen??“ und 2. Das Ding erinnerte mich eher an ein Kreuzfahrtschiff als an eine Fähre! Die Fahrt ging über 3h. Dabei fuhren wir durch die Fjorde von Marlborough. Welche wirklich unglaublich schön waren. Auf offener See begann dann auch der Seegang. Uns beiden war dezent übel, aber die Delfine die uns begleiteten waren es Wert ganz vorne zu stehen. Nach dem wir immer mal wieder an die frische Luft mussten, da es drinnen sofort zu Schwanken anfing, haben wir bei der Dämmerung Wellington erreicht. Ich war erst einmal richtig platt, wie groß hier doch eine Stadt sein kann – und wieviel Verkehr! Wir holten uns 5$ Dominos Pizza, stellten uns auf einen Parkplatz und begannen uns „herauszuputzen“. Sofern das irgendwie als Backpacker möglich ist. Denn – das war schon lange unser Plan – wir wollten mal wieder das Tanzbein schwingen. Gesagt getan, so gingen wir durch die verschiedensten Clubs, wechselten wenn die Musik doof wurde. Aber da ich mir am Morgen beim Aufstehen dermaßen den Nacken verrenkt habe…. Oder einen gefühlten Bandscheibenvorfall erlitt….tanzte es sich bei mir etwas schwierig. Nach gefühlten 15 Stunden (wir waren nicht lange weg, sind nur nichts mehr gewohnt, da wir sonst immer um 8 ins Bett gingen und um 9 aufstehen) wollten wir einfach nur noch schlafen. Doch mitten ind er Nacht wurden wir dan geweckt, das Auto muss weg weil irgendwelche Trucks kommen. Ich dachte mir nur was die eigentlich alle von mir wollen und hab mein Auto 3 Parkplätze weiter hinten hin geparkt. Ich mein ich war total müde und wir waren feiern, da blickt man es noch nicht so ganz.

Ja also am nächsten Morgen wachten wir dann in Mitten eines Wochenmarkts auf. Die Trucks neben uns verkauften allerlei Gemüse. Wir schlenderten daher gemütlich über den Markt und besorgten unsere Obsteinkäufe. Danach schlenderten wir noch über den Hafen und durch Wellys Straßen. Die Cuba Street ist wunderschön und hat viele tolle Shops und super leckeres Essen. Wir gingen noch in den Botanischen Garten und zur bekannten Cable Bahn Car. Wir hatten eine top Aussicht über Wellington. Danach fanden wir super leckeres Sushi und gönnten uns das erst einmal. Nachdem wir satt waren, fuhren wir auf den Mount Victoria für den Sonnenuntergang.. Hier hat man einen 360 Grad Blick.

Auch der 10.02.2017 startete super sonnig. Nachdem wir wieder an der Marina frühstückten, ging es nach Miramar zur Weta Cave. Weta ist die Filmporduktionsfirma von Peter Jackson. Neben Herr der Ringe und Hobbit wurden hier noch viele andere tolle Filme gedreht. Als wir dann endlich einen Parkplatz gefunden hatten – und an die Caves humpelten (ja Franzi hat sich im Abel Tasman den Fuß verletzt und ich konnte mich aufgrund meines komplett steifen Nackens ja auch nicht mehr sonderlich gut bewegen), begrüßte uns auch schon der erste Orc. In der Weta Cave gab es dann eingie Kostüme, Bücher, Schmuck etc. Ich beschloss, dass ich gerne mehr hinter die Kulissen blicken würde und buchte eine Tour. Während der Tour durften wir leider keine Fotos machen. Wir lernten, wie Kostüme und Waffen für Filme hergestellt werden und haben auch einige Originale begutachten dürfen. Das war alles ziemlich beeindruckend! Franzi wartete derweil draußen in der Sonne auf uns. Als wir dann wieder zurück in die Stadt fuhren, suchten wir einen Parkplatz in der Nähe des Parlaments. Denn wir wollten einer Führung beiwohnen. Wir lernten dabei eingies über die Neuseeländische Regierung und merkten beide das wir kein Plan von Politik haben. Aber wir sahen sogar Bill English! (Das ist der „Angela Merkel“ von NZ). Da unser Parkticket nur bis 04:22 ging, spurteten wir schnell zurück zum Auto. Als mir Franzis – ich vermisse es so sehr – „ACH DU SCHEIßE!!“ Panischer schrei gefühlte 800 Mal ins Ohr geschriene wurde. Denn – das Auto war weg. So wie alle anderen Autos in dieser Straße. Wir total verdutzt, standen da wie bestellt und nicht abgeholt. Da kam dann ein netter Mann grinsend auf uns zu und meinte nur wir haben aber auch Pech, wurden wir doch vor 4 (!!!) Minuten abgeschleppt. Franzi „ICH RASTE AUS!! SO EIN SCHEIß! ICH GLAUB ES NICHT! VERFICKTE SCHEIßE….“ Auf jeden Fall musste ich erst einmal Lachen. Weiß jetzt auch nicht ob das eher so eine Lache vor dem Weinen war oder was da in mich gefahren ist. Auf jeden Fall das Ende vom Lied, wir standen in einer Clearance Zone, die ab vier Uhr praktisch wegen Verkehr geräumt wird. Na, sollte man halt mal verstehen. Immerhin ist Wellington mit abschleppen günstig. 114$ - Queenstown kostet 500$. Haben wir ja glatt ein Schnäppchen gemacht. Als wir Dora dann wieder zurück hatten, gingen wir zurück auf unseren Parkplatz, der uns 12$ für 12h kostete.

Am 11.04.2017 war dann auch mal wieder Zeit fürs Museum. Das Te Papa Museum in Wellington hat ganze 6 Etagen und ist interaktiv. Wir nahmen uns dafür den ganzen Tag vor. Angefangen hat alles auf einer Etage, wo es um die Kräfte der Natur ging. Dort gab es verschiedene Steine die man anheben konnte. Diese waren aus dem inneren der Erde und je tiefer man gekommen ist, desto schwerer wurden die Steine. Des Weiteren gab es hier einige Interessante Dinge über Vulkane und Erdbeben zu erfahren. Es gab sogar ein simulationsraum, welcher ein Erdbeben vortäuscht. Danach begutachteten wir Neuseelands Tier- und Faunawelt. Alle möglichen Tiere standen dort ausgestopft, so auch ein riesiger Tintenfisch/Krake oder was auch immer das war. Ganz schön spucky wenn man weiß was da in den Tiefen des Ozeans schwimmt. Ganz schön bewegend wurde es dann im Bereich Gallapolli – 1 Weltkrieg. Diese Ausstellung war einfach nur der Wahnsinn. Und so bewegend! Übergroße Figuren, Geschosse im Hintergrund, Vibrierende Erde beim Granateneinschlag. Dann noch das Licht, die Gerüche – das war alles so super gemacht! Wir erkundeten ebenfalls eine Maori Abteilung mit wunderschönen Kunst- und Handwerken sowie den verschiedenen Typen von Häusern. Außerdem hat es dann noch einen Buschwalk gegeben. Dort konnte man Faune und vor allem künstliche Glühwürmchen begutachten. Wir haben dann erst einmal Beschwerde für unsere Abschleppaktion eingereicht – man kann ja mal auf dummer Touri machen... Wir fuhren auf einen Campingplatz der in der Mitte von Nirgendwo lag und das schrecklichste Plumsklo ever hatte. Ich mein wir haben schon in den Kommentaren gelesen, dass es dort viele Schnacken im Klo gab aber das… das hat alles übertroffen. Jesus Maria im Himmel – da haben mich keine 10 Pferde rein gebracht. Das war eine Brutstätte des Teufels. Ja jeder der meine Beine hier sieht weiß, dass ich dezent anziehend für Schnacken und Sandflys und sonstiges Stechzeug reagier. Und wegen Schnackenstichen am Po hab ich mir ja auch mein Genick ausgerenkt – daher nein.

Am nächsten Morgen fuhren wir dann gleich in Richtung Cape Palliser. Die Straße dorthin war am Anfang unspektakulär. Bzw. eher so wie man sich Neuseeland vorstellt. (Ja das ist unspektakulär nach der Südinsel.) Grüne Hügel, voll mit Schafen. Als die Straße aber wieder aufs Meer stieß, sah es wieder spektakulär aus. Der Niesel und das dunstige Wetter passten super zu den Felsen und den Klippen. Das Cape Palliser ist der südlichste Punkt von der Nordinsel. Dort gelangten wir über eine kleine, enge Stra0e, welche am Strand entlang ging und von Felsen und Steinen sowie Fords und Schlaglöchern begleitet wird. Die Fahrt war super schön. Da es ja schon seit einigen Tagen hier geregnet hat und wegen dem Zyklon auch nicht aufhören wird, war alles eher ein großer Teich als Straße oder Wiese oder sonst was. Wir kletterten einen Leuchtturm hinauf, der 251 steile Stufen hatte! Ja wir haben gezählt. Von dort hatten wir eine grandiose Aussicht über die komplette Bucht. Beim zurück hielten wir dann an einem schwarzen Sandstrand, sowie an einer Robbenkolonie. Die Landschaft war so unglaublich schön. Im Vordergrund das Meer mit dem schwarzen Sandstrand, im Hintergrund Felsen und Hügel. Wir gönnten uns auf dem Weg dann eine warme Dusche. Danach düsten wir mit Dora weiter zu unserem nächsten Stop: Castle Point. Castle Point war noch schöner! Castle Point ist ein Leuchtturm, der auf einem Felsvorsprung zwischen zwei Buchten hervorragt. Dort sind wir durch das Watt durch gewatet, um zu dem Leuchtturm zu kommen. Von dort hüllte sich die Bucht in leichten Nebel, der Himmel wurde immer schwärzer und das Wasser war super schön blau. Die Aussicht von dort war auch einfach nur spektakulär. Nicht weil man weit gesehen hat oder es irgendwas Besonderes gab. Nein, der Nebel, der Niesel, das anrollende Unwetter und all das erzeugten eine passende Stimmung die diesen Ort so einzigartig machten. Da der Regen immer stärker wurde, beschlossen wir, die Nacht doch irgendwo im Landes inneren zu verbringen. Wir fuhren also nach Alfredton. Alfredton war gefühlt e8h entfernt, ich hatte null Bock mehr zu fahren. Doch im Regen Gravelroads durch Regenwald (ja wir haben uns auf dem offiziellen Highway befunden) zu fahren macht schon ziemlich viel Spaß. Nicht. Aber wir fanden uns dann auf einer Schafsweide mit Klo und schliefen dort die Nacht. Ohne Regen.

Am 13.04.2017 kündigte der Wetterbericht an, dass der Zyklon Cook über Neuseeland rollen sollte. Da wir schon gesehen haben, dass die Region mit dem letzten Regen schon stark zu kämpfen hatte, und ich die Schwimmflügel für Dora nicht rauskramen wollte, beschlossen wir, nach Hastings zu fahren. Der Weg dorthin war.. naja,lang, nass und hügelig – voll mit Schafen. Wir fuhren fast 100km um an einem Schild zu stoppen. Dieses Schild zeigt den längsten Ortsnamen der Welt. Ich hab es versucht. Ich habe s wirklich versucht, diesen Namen auszusprechen. Aber forget it. Irgendwas Maorisches. Ein Mann der seiner Liebsten eine Flöte vom Berg spielt, den er mal herunter gerutscht ist. Ja… Maori Legenden sin immer super tiefgründig. Fehlt nur noch der Wal, auf dem man davon schwimmen kann. Danach ging es dann nach Hastings. Dort sah es aus, wie wenn morgen der Weltkrieg ausbrechen würde. Es war gefühlt ganz Neuseeland beim Einkaufen und auf den Straßen unterwegs. Wir kauften ein und gingen anschließend in die Bib um uns einen Couchsurfer zu suchen. Wir landeten dann bei dem Rentner Mike, der uns erst ablehnte weil er schon zwei deutsche Mädels dort hatte. Hatte aber dann Mitleid und meinte wir können unter seinem Carport stehen und alle Einrichtungen im Haus nutzen. Gesagt getan – wir trafen also auf Mike, seinem Hund und den zwei deutschen. Es wurde sogar für uns gekocht. Super lecker! Wir unterhielten uns alle super lange und der Wind und Regen wurde immer stärker. Plötzlich hatten wir keinen Strom mehr und der Sturm wurde immer schlimmer. Daher beschlossen wir, ins Bett zu gehen.

Am 14.04.2017 frühstückten wir dann alle zusammen. Danach machten sich Franzi und ich auf den Weg zum Te mata Peak. Dort waren wir schon am Tag davor, konnten aber keine 5m sehen. Auf dem Weg dorthin sahen wir viele umgestürzte Bäume und heruntergerissene Strommästen. Auf dem Peak hatten wir ein super 360 Blick. Wir sahen das Meer sowie das Hinterland. Wirklich super schön. Wir verabschiedeten uns dann von Mike und fuhren weiter an das Cape Kidnappers. Aufgrund des Zyklons konnten wir dort aber nicht hin, da ein Abschnitt über den Strand ging und der war aufgrund des Wasserpegels aktuell nicht mehr vorhanden. Das Wasser war unglaublich braun und dreckig. Wir fuhren also weiter nach Napier und gingen auf den Bluff Hill Lookout. Auch von dort konnte man über die ganze Hawke`s Bay blicken. Und man sah, dass das Wasser verschieden dreckig aufgewirbelt wurde. Ganz seltsam, hier kein blaues Meer zu sehen. Wir schlenderten durch die Innenstadt, jedoch war alles wegen Karfreitag geschlossen. Mittagessen gab es dann am Meer. Wir fuhren dann zum Freedom Campground, doch der war schon voll. Naja stellen wir uns einfach daneben. Der Mond war wunderschön und wir versuchten diesen zu fotografieren. Der Parkplatz/Campground wurde immer voller und voller. Plötzlich raste ein Wohnmobil rückwärts auf uns zu – ich sprang gerade noch so aus dem Weg und schlug gegen das Wohnmobil. 2cm vor meiner armen Dora blieb das Teil stehen. Das Auto vor mir war aber um einige Zentimeter kürzer – da es Franzosen waren interessierte es die aber reichlich wenig. Kurze Zeit später kam auch schon ein Ordnungsmann. Der sagte, dass wir, welche nicht in einem Parkplatz stehen, doch bitte einfach in die Stadt fahren sollen und am Straßenrand parken sollen. Okay, gesagt getan fuhren wir also wieder weg. Was ziemlich spucky war, denn eigentlich bekommt man dafür eine deftige Strafe. Gerade als wir in den Schlaf fielen klopfte jemand gegen unsere Scheiben. Also wirklich… da wollte uns eine Lady essen andrehen. Wir haben aber nicht realisiert, dass die Frau uns nicht vergiften wollte sondern uns wirklich gutes Essen (welches von einer Feier übrig blieb) abgeben wollte. Wir schliefen danach ziemlich unruhig weiter – immer mit der Sorge ein Ranger könnte uns 200$ Strafe geben.

 

 

Yes - I`m still alive: ein "kurzer" Monatsrückblick

14April2017

So das wird jetzt auch mal wieder ein super langer Blog. Daran werde ich sehr wahrscheinlich einige Tage schreiben. Aber was soll es. Ihr wollt ja alle upgedated werden. Also fangen wir einmal an.

Am 22.03.2017 sind wir mit einem fantastischen Blick auf den Franz Josef Glacier aufgewacht. Wir frühstückten daher ziemlich gemütlich, haben uns Rührei in der Mikrowelle gegönnt (man muss ja schließlich das gezahlte auch nutzen). Danach ging es dann zum Franz Josef – den man leider nicht mehr gesehen hat. Der Weg zum Franz Josef ging wieder einmal durch Gletscher. Es war überall ziemlich wolkig aber der Gletscher wurde angeleuchtet. Was ziemlich wunderschön aussah. Der Weg den wir gelaufen sind, ging erst durch den Regenwald und dann durch das von Gletscher ausgegrabene Tal. Der Weg war ziemlich interessant und wir haben auch einen Irischen Motorradfahrer kennen gelernt, welcher von seiner Tour schwärmte. Der Gletscher war im Gegensatz zum Fox überhaupt nicht dreckig sondern strahlte im weiß. Als wir mit unserer Wanderung fertig waren traf uns an der Tankstelle dann der größte Schlag unseres Lebens. 2,31$ pro Liter. Leck mich fett am Fiedle!!! Da war ziemlich teuer aber wir waren eben auch leer. Danach haben wir uns auf den Weg nach Hokitika gemacht, wo wir unseren Irischen Biker wieder gesehen haben. Der Weg nach Hokitika war lange aber schön. Wir fuhren an Seen, am Meer und am Regenwald vorbei. Von Palmen über Farn bis hin zu den verschiedensten Bäumen – einfach wieder super abwechslungsreich. In Hokitika sind wir durch die Gegend geschlendert, auf der Suche nach „billigem“ Jade Schmuck. Das ist hier nämlich das eigentliche Mitbringsel. Aber das ist trotzdem nichts für Backpacker Budget. Am Strand haben wir dann noch etwas die Sonne genossen. Unsere Nacht verbrachten wir auf dem Parkplatz eines Pubs – daher ging es am Abend zuvor erstmal einen Pincher trinken! Gutes Cider ist eben Balsam für die Seele.

Am nächsten Tag lernte ich mal wieder, dass man an der Westcoast weder mit Flip Flops noch mit kurzer Hose/Shirt rum laufen sollte. Aber erst einmal von vorne. Zum Frühstück begrüßte uns eine Kuh, ein Hase und eine Katze. Wir haben das Wetter nochmal bei einer leckeren Orange am Strand in Hokitika genossen. Weiter ging es zu den Hokitika Gorge. Das ist eine Fluss mitten im Nirgendwo. Dieser Fluss leuchtet auch wunderbar blau. Daneben gibt es hier noch zwölf Millionen Sandflys die alle mich zum Frühstück gerne hatten. Deshalb knipsten wir unsere Fotos und sprangen schnell zurück zum Auto. Danach ging es weiter über den Arthurs Pass. Der Pass war sehr hübsch, die Berge einfach mal wieder sehr schön und so nah. Dora hat es jedoch gerade so über den Pass geschafft. Wir haben uns auf dem Weg noch den Devils Punchbowl, einen riesengroßen Wasserfall angesehen. Den fanden wir beide sogar sehr schön – ja Franzi mag nämlich keine Wasserfälle. Aber der Weg dorthin war sehr Treppen lastig. Dafür haben sich die 41m Wasserfall dann doch wirklich gelohnt. Geschlafen haben wir an einem See. Dort stand auch dieses massive Wohnmobil/LKW was auch immer. Da musste ich doch die Gutmütigkeit der Kiwis mal ausnutzen und somit bekam ich eine VIP Führung + Lebensgeschichte der zwei Rentner. Super! Einfach nur total klasse. Die haben sich das Teil einfach mal aus einem Schulbus umgebaut und bereisen damit nun Neuseeland.

Am 24.03.2017 sind wir gemütlich aufgestanden, haben umgeklappt und sind Richtung Kaikoura gefahren. Auf dem Weg haben wir an einer natürlichen Höhle angehalten. Eigentlich hätte es mich ja schon sehr gereizt auch rein zu gehen, aber leider hatte ich keinen Wetsuit oder auch kein Helm. Und es war kalt. Also ging es weiter. Bis zu den Castle Hills. Das sind wieder riesengroße Limestone Felsformationen die für Boulder das Paradies sein müssen. Wir nutzen diese um Sport zu machen bzw. zu modeln. Franzi hatte einen Heidenspaß und auch ich hüpfte von Stein zu Stein! Dort verbrachten wir eine ganze Zeit! Weiter ging es über Springfield (Plastikdonut) nach Sheffield wo es angeblich Neuseelands beste Pie gibt, wie in jedem Ort. Aber, in der Tat. Diese Pie war super lecker. Zumindest meine. Wir probierten eine mit Steak und eine mit Chicken, Apricot und Camembert – diese war einfach nur der Wahnsinn. Richtig lecker. In Rongiora gingen wir dann wieder einkaufen. Wir gingen gleich in Pack`n`Safe und zum Countdown, weil Einkaufen macht hier einfach super viel Spaß. Außer an der Kasse, da denken wir immer: Waaas für die 5 Sachen schon wieder 40$?! Deshalb ging es zum nächsten Freedom Campground nach Monau Beach. Was eher ein verlassenens, gruseliges Dorf mitten im Nirgendwo war. Das war richtig gruselig. Aber das Beste! Ich wollte ja eigentlich am Tag darauf nach Kaikoura Whale Whatching machen. Jetzt war das aber alles schon ausgebucht! Zum KOTZEN!! Gut also auf die Warteliste geschrieben. Das ging für das Whatching um 9. So einige Zeit später ist uns eingefallen, dass der Highway ja erst ab 7 aufmacht und wir nach Kaikoura noch 2h fahren müssen. Also wirklich, Schicksal warum!? Also angerufen, bitte auf die Warteliste um 10 setzen. Villt. klappt es ja dann, wer weiß das schon? Aber genervt bin ich dann schlafen gegangen.

Wir haben die Nacht dann doch tatsächlich ohne Mörder oder sonst etwas überlebt. Auch wenn wir beide nicht gut geschlafen habe. Früh ging es für uns dann in Richtung Kaikoura. Nach sehr viele Umleitungen und der ständigen Frage „sah das auch vor dem Beben schon so aus?“ kamen wir dann um kurz vor 10 Uhr in Kaikoura an. Auf dem Weg dorthin hielten wir am Meer um zu Frühstücken. Der SH1 war sehr interessant. Dieser Highway war der, welcher so massiv beschädigt wurde. Und auch wir haben noch deutlich zu spüren bekommen, was hier die Erde so anrichten kann. Einseitig und mit niedriger Geschwindigkeit fuhren wir die engen Kurven. Ich hätte so gerne angehalten, denn im Meer sahen wir abertausende von Delfinen, welche uns begleiteten. Sie sprangen wie verrückt aus dem Meer. Aber man kann ja nicht in der Baustelle anhalten – außerdem wollte ich ja Wale sehen! Immer nervöser wurde ich als wir uns dem Whale Whatching näherten. Dort angekommen wartete ich bis alle Touris ihre Karten gelöst haben. Danach ging dass Losverfahren los. „So we have 14 people on the list but only 7 seats left“ – SCHLIMMER ALS POKERN!!! Okay… die Namen wurden alle aufgerufen und dann kam Nummer 7, der letzte Platz. Ms. Jessica Sager WUHUU! Schicksal danke. Also ging es ab aufs Boot. Total aufgeregt und nervös. Was wird mich erwarten, werde ich Wale sehen? Wird es regnen (das Wetter war wirklich mies)? Werde ich seekrank? Wir erhielten erst einmal eine Sicherheitsunterweisung sowie super viele Informationen die mit Sarkasmus und Witz verpackt wurden. Die Crew war einfach nur der Hammer. So und dann wurde das Sonar ausgepackt. Ein Wal befindet sich in unserer Nähe! Und dann schreit es aus mir heraus „There it is!!!!“ Und wum, der Motor startet und wir nähern uns dem Wal – ab an Deck. OH MEIN GOTT!! – Ja ich bin hier zum absoluten Wal/Delfin/Hai/Meeresfan geworden – Ein riesengroßer Pottwal schwebte neben uns im Wasser. Er machte sich bereit wieder abzutauchen. Wenn man sich mal überlegt wie riesengroß diese Tiere sind. Und da lag er nun neben uns, friedlich. Nach einem letzten Atemzug tauchte er majestätisch in die Tiefen und zeigte uns seine gigantische Flosse. Ganz happy genoss ich nun die Sicht. Denn ich wusste – im Durschnitt sieht man 1-2 Wale auf einer Fahrt. Aber nicht auf dieser. Ganze 3 Pottwale haben wir gesehen, alle männlich da diese das kalte Wasser bevorzugen. Sooo glücklich. Das Schicksal wusste was es tut. Aber nein das war noch lange nicht alles – zwar habe ich nicht meine so geliebten Orcas gesehen – aber dafür den schon lange nicht mehr gesichteten Buckelwal. Leute, ich sag es euch! Dieser etwas kleinere Wal schwamm mit mehreren Schulen Delfinen durch das Wasser. Die Delfine sowie der Wal spielten in den Wellen, zeigten sich uns und tauchten um das Boot herum. Der Tag wurde von Albatrossen und Seelöwen abgerundet. Total überwältigt von Mutter Natur und dem Ozean genoss ich die Fahrt zurück. Mein Herz war so voll – ich strahlte über beide Ohren. An Land angekommen musste ich Franzi erst einmal davon berichten. Wir fuhren danach auf einen Campground mit heißen Pools – so heiß das mir alles angeschwollen ist und es mich fast umgeschlagen hat! Aber das tat sehr gut nach dem kalten Tag.

Den nächsten Tag verbrachten wir auch noch in Kaikoura, da ich eigentlich hätte Kajaken gehen dürfen. Jedoch spielte das Wetter nicht mit. Daher gingen wir erst einmal Unterhosen waschen – um diese 5 Tage im Auto trocknen zu lassen. Nie wieder. Nein, nein nein. So ein feuchtes Klima hatten wir ja noch nie im Auto – da war alles nass. Auf jeden Fall gingen wir an diesem Tag eigentlich an die Promenade und haben den Peninsula Walkway gemacht. Das Wetter war perfekt dafür. Perfekt klingt hier nach Regen, Sturm, dunkle Wolken. Aber das passt einfach super zu solch einer Landschaft. Wir verglichen wieder die Küste mit vor/nach dem Erdbeben. Überall lagen Seals rum. Der Weg ging ober sowie unterhalb der Klippen entlang – und er war wunderschön. Wir waren beide so erfüllt von allem. Kaikoura ist wirklich ein magischer Ort. Da Rachel ja hier gewohnt hat, musste ich dann noch einem Typen aus dem Irischen Pub Hallo sagen gehen. Bis wir diesen Pub aber mitten in der Pampa mal gefunden haben – Abenteuer pur. Aus dem Hallo wurde für uns ein leckeres Gläschen Sauvignon Blanc. Da das Wetter nicht besser werden würde machten wir uns auf den Weg ins Landes innere, wobei uns das Navi durch einen Fluss/Ford schicken wollte. Wir fuhren also die Inland Road bis nach Mt. Lyford wo wir in einer unglaublich geilen Lodge nächtigten. Bzw. wir standen auf dem Parkplatz aber durften alle Einrichtungen nutzen. Mit uns waren aber auch alle Bauarbeiter der umliegenden Straßen dort. Was die Atmosphäre eher zu einem Truck Shop umwandelte. Aber naja – es war lustig! Wir unterhielten uns beim Kochen mit den Maoris und den Constructors.

Am 27.03.2017 war so ein richtiger Pause Tag. Das Wetter war immer noch nicht ganz Hasenrein und ab und an braucht man einfach einen Tag um wieder runter zu kommen. Wir haben unsere Geräte noch geladen, mit anderen Backpackern geredet und uns dann auf den Weg nach Hanmer Springs gemacht. Dort haben wir uns wegen Regens nur kurz in der Stadt aufgehalten und gingen dann gleich auf einen Campingplatz. Beim Essen haben wir zwei nette deutsche Mädels kennen gelernt, mit denen wir Harry Potter – der gefangen von Askaban angeschaut haben.

Der 28.03.2017 stand ganz im Zeichen der Regeneration. Hanmer Springs ist für seine Therme bekannt. Und so gingen wir da natürlich mal hin. Die Hot Pools waren einfach nur traumhaft. Gerade am Morgen als es noch nicht so warm war. Der Himmel strahlte im tiefsten blau. Die Sonne wurde minütlich wärmer. Die Pools waren jedoch alle Outdoor. Ob das bei Regen oder Schnee auch so geil ist? Kann man sich ja nirgends ausruhen. Auf jeden Fall machten wir uns dann von Becken zu Becken. Dabei ging es von 33 – 42 Grad. Dort gab es auch so stinke-Pools. In denen haben wir es aber nicht ausgehalten, auch wenn das gesund sein sollte. Als wir fertig mit Thermen waren ging es mit dem Auto wieder in Richtung Westcoast. Auf dem Lewis Pass kochten wir uns dann unser Abendessen. Auf dem Weg entdeckten wir einige tolle Fotostops – und ganz schön viele LKWs die uns alle überholten. Da wussten wir – die Leute von der Westcoast sind anders! Gecampt haben wir auf einem DOC Platz mit vielen Schnacken und einer lustigen DOC-Frau. Diese hat uns sogar den besten Platz gezeigt.

Auch genau diese Frau hat uns am morgen um 5 geweckt und gefragt ob wir es nicht mehr zum Klo schafften weil in der Nähe Klopapier liegt. Äh?! Auf jeden Fall sind wir dann voll nach Greymouth. Dort sah das Wetter super aus! Also bis 1km vor Greymouth, dann wurde es doch tatsächlich grau. Wir fuhren aber 122km durch puren Sonnenschein, Berge und Regenwälder. Franzi buchte ihren Fiji Urlaub und wir schlenderten zum Meer. Dort habe ich wieder ein paar Delfine aus dem Wasser springen sehen. Wir schliefen wieder auf einem Campingplatz. Der Besitzer weckte uns morgens auch und fragte ob wir Party gemacht hätten. Also die Coasties sind echt seltsam!

Der 30.03.2017 ging in Richtung Norden. Wir fuhren entlang der wunderschönen Küste. Die Straße war eng und geschlungne, der Regenwald voller Palmen und es gab überall wunderschöne Klippen. Ich habe die Strecke und die 2000 Fotostops sehr genossen! Später kamen wir dann an den ersten richtigen Halt. Nach Punakaiki. Dort gibt es die Pancake Rocks. Diese Felsformationen sehen aus wie aufeinander gestapelte Pfannkuchen. Dort konnten wir einen Rundgang machen, und uns einige Blowholes anschauen, dort pfiff das Wasser ziemlich weit nach oben und machte dabei Geräusche. Sehr spektakulär. Die weitere Coastline war aber auch super schön. Immer in Dunst/Nebel verhüllt aber genau so stellt man sich eben die Westcoast vor. Wir fuhren noch einige Kilometer weiter und genossen am Strand den Sonnenuntergang und unser Abendessen. Geschlafen haben wir auf dem Campingplatz eines deutschen Auswanderpärchens. Der Tag war so super erfüllt. Einfach das Gefühl was uns diese Küste gegeben hat – unglaublich! Wir fühlten uns beide so Dankbar.

Am 31.03.2017 ging es zur Tauranga Bay. Dort sahen wir die höchsten Wellen die wir bis jetzt in Neuseeland gesehen haben. Aber auch dieser Platz ist magisch! Felsen, Steine, Klippen, Wellen – einfach nur hypnotisch. Auf der anderen Seite der Bucht gab es eine Seelöwen Kolonie. Dort liefen wir ein Stück und genossen die Aussicht. Weiter ging es zum Cape Foulwind und einem nicht nennenswerten Leuchtturm. Deshalb ging es auch gleich weiter nach Westport, wo wir mal wieder in der Bib laden mussten. Franzi musste wegen Fiji nochmals etwas nachschauen. Daher fuhren wir nicht mehr weit und schlugen unser Nachtlager auf einem Campingplatz bzw. Café auf. Nachts konnten wir dort auch Glühwürmchen sehen.

Den nächsten Tag wollten wir etwas aktiver gestalten. Wir nahmen uns vor, an den Nelson Lakes wandern zu gehen. Jedoch wurde daraus nichts. Dort angekommen machten wir erst einmal Bilder. Am Parkplatz traf uns dann der Schlag – hier war gefühlt ganz Neuseeland. Jetzt gab es dort ein Event, Speedboat irgendwas. Was wir total feierten. Deshalb haben wir total mitgefiebert, auch wenn wir immer noch nicht ganz blickten wer jetzt warum gewonnen hat. Wir gönnten uns dann auch eine „Rote Wurst“ und fuhren weiter in Richtung Nelson. Das Wetter wurde immer besser also kochten wir an der Marina. Leider brachte der Wetterdienst 4 Tage regen. Also schmiedeten wir einen Plan – der natürlich wieder nicht eingehalten wurde.

Am 02.04.2017 mussten wir früh aufstehen, da auf unserem Schlafplatz Wochenmarkt statt fand. Eigentlich wollten wir ans Cape Farewell fahren. Aber wir kamen nur bis zum Abel Tasman National Park. Erster Stop war Motueka, wo wir ein altes Schiffswrack bei Sonnenaufgang bestaunten. Das Wetter sah perfekt aus, also nutzen wir die Gunst der Stunde und fuhren zum Abel Tasman. Dort entschied ich mich, ein Wassertaxi zu buchen und Franzi irgendwo auf der Strecke zu treffen. Das Wassertaxi brachte mich an die Bark Bay und von dort ging es 30km zurück zum Auto. Oder eben 8h. laufen. Nur dumm das wir ja Zeitumstellung hatten, also kam ich bei Dunkelheit erst wieder am Auto an. Aber egal. Auf jeden Fall war das Beste an der Wanderung in der Tat das Wassertaxi. Vom Wasser aus sahen die Buchten und die Traumstrände einfach super aus. Wir sahen einige Seals. Aussteigen mussten wir wegen der Tide noch halb im Meer, was das ganze etwas wie Robinson Cruso (?) wirken ließ. Der Weg ging größtenteils dann aber im Regenwald und man erspähte nur teilweiße eine Traumbucht oder konnte dort eben hin laufen. Der Strand war Gold und das Wasser Kristall klar. Der Weg war an sich doch schon sehr schön. Regenwald, Wasserfälle, interessante Gerüche, Türkises, kristallklares Wasser – es gab einfach mal wieder alles. Als ich dann endlich mal wieder am Auto ankam hat Franzi schon fast einen Notruf abgesetzt. Wir fuhren dann zu einer Freundin von Franzi, die zufällig auch in der Gegend waren. Mit denen haben wir dann auch zu Abend gegessen.

Der 03.04.2017 ging dann ganz nach oben. Das heißt Norden. Wir hielten auf dem Weg in Takaka. Takaka ist eine Hippie Stadt. Dort roch es überall nach Räucherstäbchen. Aber es gab viele kleine nette Cafés und eben auch tolle Läden, wo man kein Plastik bekommt sondern alles selber abpacken kann. Weiter ging es zu den Pupu Springs. Diese natürliche Quelle ist so klar, dass man 30m weit nach unten sehen kann. Und dabei ist das Wasser trotzdem super schön blau. Es wirkte alles super tropisch! Leider nieselte es den ganzen Tag. Weiter ging es über die Takaka Hills wo dank Pass, Kurven und Nebel mir von meinem eigenen Fahrstil richtig schlecht und schwindelig wurde! Nächstes Ziel war Cape Farewell. Dort erwartet uns eine Kuhweide und super schöne grüne Weiden, im Hintergrund das Meer welches eins mit dem Nebel wurde sowie riesengroße Klippen. Einfach mal wieder ein Ort, welcher nicht hätte besser sein können. Weiter ging es an den Wharaiki Beach, welcher auch super speziell ist. Dort gibt es Dünen, einen riesen Sandstrand, Felsen im Meer und dort haben wir auch einen Hai gesehen. Leider war dieser Tod, was ziemlich Schade war. Dieser Ort war einfach auch wieder magisch. Zusammen mit Nebel, den Felsen und dem Meer sowie dem Nieselwetter – atemberaubend. In Takaka tranken wir dann einen Kaffee. Geschlafen haben wir wieder in Nelson.

Da wir uns am Tag davor komplett überfressen haben, suchten wir uns ein Fitnessstudio. Leider wollte uns niemand trainieren lassen. Daher machten wir selber Sport und gingen anschließend kalt duschen. Wir hatten einen ganz entspannten Tag, kauften ein und Franzi buchte nun endlich Fiji in einem Reisebüro.

Der nächste Tag schien wieder regnerisch zu werden. Außerdem mussten wir auf die Unterlagen für Franzi warten. Daher ging es für uns nach Richmond ins Shoppingcenter. Wir kauften kräftig ein und verbrachten den Tag einfach dort. Am Abend regnete es wie aus strömen, daher beschlossen wir Pizza zu essen – welche viel zu scharf war.

Auch am 06.04.2017 warteten wir noch auf Franzis Reiseunterlagen. Wir haben uns dann mit Julian Schnippering getroffen. Julian ist hier ungefähr wie Googel oder Wikipedia. Jeder in der Backpackergruppe fragt erst einmal ihn bevor er irgendwo nachschlägt. Wir wollten danach eigentlich in Richtung Picton fahren, beschlossen aber noch eine Nacht wegen zu teuren Spritpreisen in Nelson zu bleiben.

Am 07.04.2017 ging es dann früh los und wir fuhren ungefähr mega viel Auto. Es ging in die wunderschönen Malborough Sounds. Dieser Ort ist einfach nur unglaublich. Es handelt sich um Fjorde. Zuerst steuerten wir die Okiwi Bay an. Die Strecke dorthin war abenteuerlich! Wir fuhren durch Regenwald und über Gravel Roads. An der Bucht angekommen, sah alle super paradiesisch aus. Das Wasser war super schön blau und der Regenwald im Hintergrund strahlte im grün. Wir hörten das es eine Bucht weiter noch Stachelrochen zu bewundern gibt – also auf. Auch diese Bucht war traumhaft. Dort gab es einen Bootssteg und tatsächlich sahen wir unter diesem Steg zwei Rochen! Diese waren super groß und total majestätisch! Wir entschieden uns weiter in Richtung French Pass zu fahren. Dieser Ort ist eine enge Meeresstelle, wo zwei Gezeiten aufeinander Prallen und daher unglaubliche Wirbel im Meer zu sehen sind. Aber eigentlich lohnt sich der Weg dorthin viel mehr. Super schön sieht man von dort über den ganzen Sound! Und das sieht traumhaft aus. Blaues Wasser, grüne Hügel und einfach nur wunderbares Wetter! Auf dem Weg zurück buchten wir dann die Fähre auf die Nordinsel! Wir fuhren noch den Queens Charlotte Drive, welcher auch bei Sonnenuntergang und Dämmerung traumhaft war. In Picton kamen wir dann völlig müde im Dunkeln an. Wir fuhren daher nur noch auf unseren Campingplatz und kochten noch schnell was und bereiten uns auf Wellington vor! Denn dort würden wir morgen Abend feiern gehen wollen. Mit gemischten Gefühlen ging ich Schlafen. Ich meine das war meine letzte Nacht auf der Südinsel. Meine Heimat der letzten 5 Monate! Aber die Nordinsel wird bestimmt auch super interessant. Und wenn nicht, die Südinsel ist ja nicht weit weg :)

 

Soo wer das alles gelesen hat, hat entweder nichts zu tun oder es sich auf mehrer Tage vor genommen. Es tut mir Leid aber ja, ich nehme mir für die Nordinsel mal vor, das besser abzudaten. Also wer das auf einmal gelesen hat bekommt von mir einen Keks!

From the Eastcoast to the Westcoast

21März2017

So mein letzter Blogeintrag ist ja nun schon ein bisschen her. Aber ich versuch jetzt trotzdem mal alle Infos zusammen zu bekommen, ohne dass der Blogeintrag explodiert. Sonst liest mir das ja keiner. Aber wir sind auch ganz schön rum gekommen.

Am 07.03.2017 war eher ein chiliger Tag. Wir sind immer noch bei starkem Wind aufgestanden und haben uns nach dem Frühstück nach Invercargill aufgemacht. Ab jetzt sind wir übrigens auf der Westküste gewesen. Deshalb hatten wir auch keinen Sonnenaufgang und haben daher verschlafen. Bzw. macht es eben keinen Sinn früh aufzustehen, wenn noch alles dunkel ist. Daher wird der Wecker von ursprünglich 7 auf 8 gestellt. Wie gesagt in Invercargill waren wir dann in der Bücherei, haben alles geladen und sind noch durch die Läden gezogen. Weiter ging es auf einen Freedom Campground, wo wir neben einer Kuhweide Sport gemacht haben – das viele Kiwi-Essen muss sich ja nicht gleich auf die Hüften absetzen.

Die Nacht war bitterlich kalt. Daher hatte ich am 08.03.2017 schon Angst, dass Franzi im Zelt erfroren ist. Ich meine ich bin ja schon im Auto erfroren und konnte nicht richtig schlafen. Wir nutzten den Vormittag um unsere folgenden Tage zu planen. Warum? Weil das Fiordland bevorstand und das Fiordland ist teuer. Als unsere Pläne standen, brachen wir unsere Zelte auf und gingen wieder Richtung Meer. In Riverton angekommen begrüßte uns ein nettes, kleines, schnuckeliges Fischerdörfchen, welches auch dauerhaft bewohnt werden könnte – zumindest haben wir uns dort heimisch gefühlt. Weiter ging es zur Colac Bay, wo uns einige Surfer in tiefblauen Wasser eine nette Vorderkulisse boten. Im Hintergrund entdeckten wir Stewart Island. Irgendwie hat uns dieser Part echt umgehauen – es war so schön. Die Coastline sieht hier schon wieder ganz anders aus. Die Sonne lachte uns ins Gesicht und somit sind wir weiter, die Berge des Fiordlands immer im Blick. Wir wurden immer aufgeregter, da das Fiordland ja so unglaublich schön sein soll. Danach ging es zur Cosy Nook, welches eine Bucht mit zwei Häusern und einem schönen Plumsklo mit Blumen besteht. Weiter ging es zur Monkey Island, welches eine wunderschöne kleine Insel mit Fels ist, die bei Ebbe begehbar ist. Dort haben wir geluncht und die Sonne genossen. Im Hintergrund konnte man schon das Fiordland entdecken. Einige Fotostops weiter erreichten wir Te Anau und gingen auf einen Holidaypark. Dieser war echt Top – Küche, Duschen (!) und eine Community Area (großes Wohnzimmer für alle). Wir haben uns Schoki in Dunedin gekauft die wir eigentlich zulassen wollten aber diese hat den Abend leider nicht überstanden. Wir haben unsere Geräte geladen und uns mit anderen Reisenden unterhalten. Franzi schläft seit diesem Tag bei mir im Auto – irgendwie haben wir aus ihren Isomatten ein Bett bauen können. Denn wir hatten keine Lust ein nasses Zelt früh morgens einzupacken.

Denn am 09.03.2017 ging es für uns auf eine der Etappen des Great Walks Keppler Track. Diese Etappe war ~27km lang und über 800hm Bergauf. Die Bilanz war 7 1/2h reine Gehzeit + Pausen. Eigentlich wollten wir um 07:00Uhr los wandern, da wir aber erst um 06:37Uhr aufgestanden sind und noch frühstücken mussten sowie umbauen wurde der Start auf 08:30 Uhr geschoben. Am Morgen war es ziemlich kalt und nebelig. Wir machten uns mental auf unseren Todesmarsch bereit. Denn wir sind ja beide etwas aus der Sportroutine gekommen. Ziel war Luxmore Hut. Die ersten Kilometer gingen ganz gut, bis es dann langsam aber stetig Berg auf ging. Immer im dichten Busch entgingen wir so aber auch einen Sonnenbrand. Der Wald war hübsch und abwechslungsreich. Farne, verschiedene Bäume, Limestones und Keas begleiten unseren Weg. Als wir die Baumgrenze erreichten, eröffnete sich uns ein spektakuläres Bild über Te Anau und die umgrenzenden Berge und Fjorde. Das Wetter war traumhaft. So verbrachten wir an der Luxmore Hut dann unsere Jause-Pause. Bis dahin war es überhaupt nicht ermüdend gewesen und wir fühlten uns recht fitt. Doch beim Abstieg schlauchten uns ganz besonders die letzten 6km an denen wir fast am Stock gingen. Wir haben uns dann nochmals in den Holidaypark geschmuggelt um dort eine schnelle Dusche zu nehmen. Wir haben Dora voll getankt und sind dann zum aller letzten Campground gefahren, der auf der Strecke von Te Anau nach Milford Sound lag. Wir haben das Essen dort ausgelassen und sind sofort schlafen gegangen.

Am nächsten Tag (10.03.2017) klingelte der Wecker ziemlich früh. Wir haben uns in Richtung Milford Sound aufgemacht, da wir einen Cruise um 09:00 Uhr gebucht hatten. Die Fahrt war spektakulär, da die Berge echt interessant aussehen. Wie ein mix aus Dolomiten und Skandinavien. Am Sound angekommen haben wir erst einmal gefrühstückt und uns dann zum GoOrange Boot aufgemacht. Was uns aufgefallen ist – wir hatten unsere Stühle auf dem Campingplatz vergessen. Diese lagen unter dem Auto und wir haben beim Weg fahren zwecks beschlagener Scheibe noch nicht viel gesehen. Aber wir hofften auf das Gute in den Backpackern – schon einmal vorweg, seitdem sind wir Stuhl-los. Als der Cruise los ging, küsste die Sonne gerade die Spitzen der Berge. Daher war es ziemlich frisch aber wunderschön. Wir bestaunten viele Felswände und Wasserfälle, Robben und Pinguine. Der Cruise ging 2h und es gab leckeres Frühstück. Die Szenerie ist hier schon sehr spektakulär. Die Berge kommen senkrecht aus dem Meer. Der Cruise war wirklich sehr schön. Nachdem wir wieder festen Boden unter den Füßen hatten, fuhren wir in Richtung Te Anau zurück. Nach 39 gefühlten Fotostops hielen wir dann am Key Summit. Dieser Walk ist ein Teil des Great Walks Routeburn, welchen ich eigentlich mal gehen wollte aber ist ja immer alles so schnell ausgebucht. Dieser Track ist nicht wirklich lang, geht aber auch wieder steil Berg auf. Der Track gefiel mir aber noch mehr als der Keppler Track, da er abwechslungsreicher ist. Oberhalb der Baumgrenze sahen wir wieder in die verschiedensten Fjorde und hatten einen 360 Grad View. Wir hatten noch einige andere Wanderungen vor, aber unsere Füße wollten einfach nicht mehr. Deshalb beschlossen wir, am nächsten Tag keine Wanderung zu machen.

Nach 12h Schlaf sind wir dann am 11.03.2017 endlich erwacht und wir hatten überall Muskelkater. Wir frühstückten mit 20 anderen Sandflys. Danach haben wir uns wieder nach Te Anau aufgemacht, haben auf dem Weg Mirror Lakes begutachtet und gingen dann in Te Anau einkaufen. Wir sind durch die Stadt geschlendert, haben eine Hot Chocolate getrunken (Neuseeländischer Kaffee schmeckt nämlich mehr als beschissen) und Mützen gekauft – es war ja so kalt und die waren im Angebot. Da schlägt der Schwabe ja zu. Wir waren richtig im Touri Flair und genossen daher einfach nur die Atmosphäre. Wir haben uns dann auch langsam Richtung Lumsden aufgemacht, wo wir wieder auf einem Freedom Campground schliefen. Dorthin haben wir einen deutschen Hitchhiker mitgenommen.

Der nächste Tag war leider verregnet. Daher beschlossen wir, den Tag auf dem freien Campingplatz zu bleiben und Queenstown zu planen. An diesem Tag welzten wir also Prospekte und Reiseführer, gingen in einem Hallenbad (welches im Gewächshaus war) schwimmen und sind dann einfach ins Bett.

Am 13.03.2017 war es dann endlich so weit – wir haben uns wieder viel zu spät in Richtung Queenstown aufgemacht. Bei Nieselwetter los und bei Sonnenschein angekommen – so muss es sein. Der Weg dorthin gefiel uns schon einmal sehr gut. Eine Stadt am Ende eines Sees mit fielen schönen Bergen drum herum – so muss es sein. Nachdem wir aber dann in Queenstown zum aller ersten Mal Stau erlebten und eine Stunde durch die Gegend gedüst sind bis wir endlich einmal einen Parkplatz gefunden hatten, verfluchte ich die Stadt schon. Zu unrecht. Queenstown liegt wunderschön und dort begann unser Kurzurlaub. Wieso? Weil es ein Zentrum gab indem man durch schlendern kann, die Stadt hatte einfach nur Flair. Überall gab es gutes Essen, Eisdielen und Musiker. Man kann ich Queenstown so vorstellen, wie eine Skiort irgendwo in den Alpen. Wir beschlossen, diesen Tag zum ultimativen Fresstag zu machen. Daher haben wir unsere dreckige Wäsche in die Waschmaschine geworfen und haben uns zum Weltberühmten Furgburger gemacht. Dort haben wir uns dann einen richtig leckeren Burger + Pommes gegönnt. Danach schlenderten wir weiter und fanden einen Süßigkeitenladen. Natürlich konnte man dort Fudge gratis probieren. Super oder? Weiter entlang der Uferpromenade entdeckten wir dann ein mega großes, leckeres, Weltpremiertes Eiskaffee und Chocolaterie Patagonia. Also gönnten wir uns noch zwei Kugeln Eis die wirklich ziemlich lecker schmeckten. Zum kröhnenden Abschluss gab es dann noch was von der Furg Bakery – wir rollten also nur noch in unser Bett.

Der 14.04.2017 war der Tag der 1400 Höhenmeter. Der erste Wecker klingelte um 06:00 Uhr – der letzte um 08:00 Uhr. Wir haben uns auf den Weg zum Ben Lomond Peak gemacht. Diese Wanderung sollte nämlich wunderschön sein. Und sie war es auch. Anfangs war es neblig aber da Meteoblue Sonnenschein hervorsagte, wagten wir die Wanderung. Der Track war wunderschön, ging durch Wald, Regenwald, neben einer Downhill Strecke und schließlich überhalb der Baumgrenze entlang. Von dort hatten wir einen fantastischen Ausblick über den See und über Queenstown. Ich wollte dann auf jeden Fall an den Gipfel, Franzi wartete am Sattel auf mich. Bis zum Gipfel war es nochmals super anstrengend, aber es hat sich definitiv gelohnt! Die Aussicht war spektakulär. Der Weg nach unten war dann eher Horror. Ich habe meine Beine ziemlich schnell gespürt und ich ahnte schon Muskelkater des Todes. Wieder am Campground angekommen haben wir schnell Kumara Suppe mit Bohnen gegessen und wurden wieder von Sandflys heimgesucht.

Am nächsten Morgen waren wir ziemlich platt. Wir hatten ebenfalls vergessen einkaufen zu gehen. Daher gab es Haferflocken mit Wasser ohne Obst. Da wir aber eine Bekanntschaft vom Berg am Frühstückstisch trafen, und diese Mittleid mit uns hatten, haben wir ihre Haferflocken geschenkt bekommen und uns wurde sogar ein Kaffee gebrüht. Was für ein Service! Als wir unsere sieben Sachen dann hatten, ging es nach Glenorchy. Und mein Gott hat sich diese Fahrt gelohnt. Die Straße windet sich langsam am See entlang, bergauf bergab. Und plötzlich scheint ein Gletscher uns entgegen. So traumhaft. Der See, die Berge, die schneebedeckten Gipfel. Traumhaft. In Glenorchy angekommen spazierten wir dann ein wenig durch die Gegend, haben uns einige Läden angeschaut und uns wieder eine heiße Schokolade gegönnt. Danach ging es für uns wieder nach Queenstown, wo wir beschlossen, die letzten Sonnenstrahlen noch zu genießen. Wir bummelten nochmals durch die Gegend. Haben uns Fudge gekauft . Wir sind dann einkaufen gegangen und auf einen Freedom Campground nach Cromwell gefahren.

Am 16.03.2017 sind wir dann in Wanaka angekommen. Wanaka hat ein ähnlichen Flair und somit fühlten wir uns immer noch im Urlaub. Wir entdeckten auch wieder Patagonia und beschlossen uns wieder zwei kugeln Eis am Wasser zu gönnen. Wir entspannten am See, erkundigten den berühmten Wanaka Tree. Wir schlenderten durch die Straßen, fuhren an unseren Campingplatz und genossen dort ebenfalls das Wetter. Wir machten noch Sport und kochten dann nur noch.

Am 17.03.2017 war mal wieder Wandertag angesagt – der Wecker klingelte um04:30 Uhr. Wir wollten eine Wanderung machen, die jeder Touri macht. Aber Lust hatten wir eigentlich nicht, da es steil und nur zick-zack und unspektakulär ist. Daher beschlossen wir liegen zu bleiben und eine andere Wanderung zu machen. Wir haben uns daher für den Rob Roy Glacier im Mount Aspiring National Park entschieden. Allein die Fahrt dorthin war spektakulär. Das halbe Auto hat es gefühlt auseinander genommen, da die Straße nur aus Schlaglöchern bestand. Einige Flussläufe mussten wir auch durchqueren. Tief in ihrem Herzen ist Dora ein Geländewagen! Am Parkplatz angekommen windete es nun ziemlich heftig. Wir stellten uns auf einen schönen Spaziergang ein, aber war doch anstrengender als gedacht. Über die erste Hängebrücke hätte es uns fast davon geweht, danach ging es im Wald immer steil bergauf. Immer entlang eines eisblauen Flusses eröffnete sich uns irgendwann das Bild auf den Gletscher, der wirklich wunderschön ist. Wir kamen ziemlich nah heran und somit war es wieder erstaunlich, wie schnell das Eis doch verschwindet und was es hinterlässt. Wasserfälle fielen von den Bergen herab und das Eis glitzerte in der Sonne – der Tag hat sich wirklich gelohnt. Zurück hatte uns der Weg dann auch zum laufen und fahren sehr viel Spaß gemacht. Wir sind danach nach Twizel gefahren, um dort auf einen Freedom Campground zu schlafen.

Daher ging es am 18.03.2017 auch für Franzi zum allerersten Mal an den Mount Cook, welcher sich von seiner schönsten Seite präsentierte – nämlich in Wolken. Daher sind wir erst einmal ins DOC Museum gegangen, welches wirklich wunderschön ist. Wir sind den Hooker Valley Track gelaufen, welcher eben auch wieder grau in grau war. Selbst das Gletscherwasser am See war nicht blau sondern grau. Da ich ja aber den Mount Cook kenne, beschloss ich, dass wir uns einen Cappuchino gönnen und dann mal abwarten. Gesagt getan und die Sonne bahnte sich den Weg durch die Wolken. Franzi war ganz aus dem Häuschen also blieben wir solange auf dem Carpark bis wir dort gekocht hatten. Auf dem Weg zurück haben wir einige Bilder gemacht und sind von Sandflys gejagt worden. Die Nacht haben wir in Twizel verbracht.

Am Tag darauf hieß es wieder – Ladetag. In einem Cafe in Twizel verbrachten wir den Vormittag und haben uns wieder durchs halbe Buffet gegessen. Schokokuchen, Himbeer-Weiße-Schokolade Muffin, Heiße Schoki, Pie und Pommes begleiteten unsere Ladeprozesse. So einen Tag braucht man einfach, um etwas herunter zu kommen. Wir sind abends wieder nach Wanaka gefahren um uns dort auf die West Coast vorzubereiten.

Am 20.03.2017 haben wir uns nach dem Frühstück noch einmal nach Wanaka Stadt aufgemacht, haben dort eingekauft und sind danach an die Westcoast gefahren. Die Umgebung war wunderschön und Abwechslungsreich. Es ging entlang einiger Seen, entlang Regenwaldes. Wir waren dann an den Blue Pools, wo sich einige von der Brücke in das eiskalte Gletscherwasser wagten – wir aber nicht weil 1. Sandflys und 2. Kalt. Eigentlich wollten wir auch nach Jacksons Bay fahren, aber die Westcoast begrüßte uns mit ströhmenden Regen. Daher fuhren wir auf einen Campingplatz und kochten um uns dann das Bett mit 50 Sandflys zu teilen – wunderbar.

Der 21.03.2017 startete ebenfalls verregnet. Wir fuhren etwas weiter, da wir unser Frühstück nicht mit den Sandflys teilen wollten. An einem Straßenrand am Strand gab es dann unser Frühstück. Danach fuhren wir weiter in Richtung Fox Glacier. Dort angekommen hörte es dann endlich mit regnen auf. Der Fox Glacier liegt in mitten vom Regenwald. Daher sieht es wirklich äußerst spektakulär aus. Denn die Bäume reichen bis zum Eis. Wir sind einen kurzen Spaziergang bis zu einem Lookout gegangen, dort sahen wir dann das Tal was vom Eis ausgefressen wurde. Als wir mit dem Gletscher fertig waren, gingen wir weiter zum Lake Matheson, welcher für seine Spiegelungen bekannt ist. Aber mit Wolken und Wind gibt es eben nichts zum Spiegeln. Wir gönnten uns dann einen Top 10 Holidaypark am Franz Josef mit Duschen und einer wunderbaren Küche. Denn ab und an braucht man auch mal etwas Luxus und auch etwas anderes als sein eigenes Auto

 

Die erste Woche Freiheit

07März2017

 So nun war es also so weit. Der 01.03.2017 schreibt also Geschichte. Oder so ähnlich. Am Morgen habe ich ja meine Sachen voll gepackt, nochmal alles geladen. Mit gemischten Gefühlen blickte ich dann dem Abschied entgegen. Wie wird der wohl ausfallen? Von den Kindern habe ich mich vor der Schule verabschiedet. Rachel meinte zwar, dass sie mich bestimmt bald wieder sehen… aber so richtig glaube ich nicht daran. Da wir mal wieder wie immer zu spät dran waren, ging die Verabschiedung kurz. War wohl besser so. Ein bisschen Pipi hatte ich ja schon in den Augen. Ich habe dann alles in Dora geladen und mich nur gefragt wie ich Franzi – mein Travelmate – da noch unterbringen soll. Aber, ich habe ja Logistik im Studium gehabt und Tetris kann ich auch spielen. Als ich mich dann von Rachel verabschiedet habe, kullerten dann auch Tränen. Weil naja, ist halt meine Kiwi-Family. Das witzige war eben diese Gedanken – das letzte Mal Kaffee, das letzte Mal täglich Duschen etc. Etwas aufgeregt habe ich mich dann zu der Adresse aufgemacht, die mir Franzi gegeben hatte. Ich holte sie bei Aaron, einem Coachsurfer ab. Der Typ war ja mal echt schräg. Aber ganz nett. Die Franzi ist wie ich Schwäbin, kommt aus dem Schwarzwald und begleitet mich mit ihrem Zelt. Dora war dann auch mit dem zweiten Backpack, Isomatten und Zelt echt probe voll. Aber…da fehlt ja noch der Einkauf. Also ging es ab zum Pack`n`Safe. Dort haben wir uns dann für die nächsten Tage erstmal eingedeckt, vollgetankt und sind dann los gedüst. Da wir ziemlich spät erst los gekommen sind, haben wir es gerade einmal noch nach Moeraki geschafft. Wir haben einen kurzen Stop in Oamaru am Pinguin-Aussichtspunkt gemacht, aber keine Pinguine gesehen. Dafür aber beim Katiki-Point bzw. Moearki Lightouse. Da ich mich dort ja erst vor kurzem aufgehalten habe, wusste ich, dass wir wieder viele Seerobben (Seals) und Pinguine sehen werden. Die Pinguine haben gerade neues Gefieder bekommen und sahen daher etwas mitgenommen aus. Als es dämmrig wurde, sind wir dann wieder auf den Freedom-Campground gefahren um dort unseren Campingkocher zum ersten Mal in Einsatz zu nehmen. Es gab: Reis, Brokkoli und Karotten, abgelöscht mit Kokosmilch. Richtig lecker! Da an diesem Platz jedoch kein Zelt erlaubt ist, hat Franzi auf dem Vordersitz geschlafen. Was glaube ich nicht sonderlich bequem ist, aber besser als eine Fee zu erhalten. Ich hab mich dann nachts noch aus dem Auto geschält um einen Blick auf die Milchstraße zu erhalten. Jedoch war es dezent bewölkt.

Am 02.03.2017 sind wir dann mit wolkigen Himmel aufgewacht. Wir sind zu den Boulders nach Moeraki gefahren, wo jedoch Low Tide erst gegen 12 Uhr rum war. Deshalb haben wir groß gefrühstückt und waren noch in einem Souvenirshop uns die Zeit vertreiben. Als wir dann endlich Low Tide hatten, haben wir uns die Boulders angeschaut. Ich muss sagen, bei Sonnenaufgang sah das ja alles spektakulärer aus. Das Wetter kann hier die Landschaft schon stark verändern. Danach sind wir zu einem sogenannten Shag Point gefahren. Dieser Aussichtspunkt bietet auch die Möglichkeit abends Pinguine zu sehen und Tags Seerobben. Wir haben die Seals gesehen und Pinguine gerochen. Die Landschaft war natürlich wieder spektakulär. Ich liebe es einfach, den Blick über das Meer schweifen lassen zu können. Wir sind dann weiter nach Karitane gefahren. Dort haben wir einen einstündigen Cliff Walk gemacht. Dieser war wunderschön und ging um eine etwas vorgelagerte „Halbsinsel“. Das Wetter wurde warm und somit sah das Meer wieder spektakulär aus. Als wir damit fertig waren, kamen wir an einem Spielplatz vorbei. Dort wollten wir Klimzüge versuchen. Nachdem unser Versuch gescheitert ist, beschlossen wir, nun jeden zweiten Tag Sport zu machen. Kann ja nicht sein dass wir uns nicht einmal nach oben ziehen können. Als wir dann weiter gefahren sind, haben wir an einem Lookout halt gemacht. Dort sah man wieder über die komplette Küstenline und das ganze Meer. Weiter ging es dann zu einer Natural Cave – dort war es wunderschön. Wir haben das Auto irgendwo mitten in der Pampa abgestellt. Haben uns auf zum Strand gemacht und sind diesen ca. 10 Minuten entlang spaziert als wir plötzlich an einer Höhle vorbei kamen. Dort kann man bei Low Tide durchlaufen. Was ziemlich spektakulär ist. Da der Strand fast schon weiß war, das Meer hellblau und die Sonne heiß – kam ich mir vor wie irgendwo in der Südsee. Danach ist mir wieder aufgefallen, dass ich meine Kamera nicht richtig eingestellt hatte, weil noch die Einstellung vom Astro-Shoot der vergangenen Nacht eingestellt waren. Sehr ärgerlich mal wieder. Ich hoffe ich habe gute Aufnahmen mit der GoPro gemacht. Nach dem wir wieder bei Dora waren, haben wir uns nach Warrington gemacht, wo unser zweiter Freedom-Campground auf uns wartete. Dort haben wir uns gesonnt, Sport gemacht, Tagebuch geschrieben. Witziger weiße haben sich neben uns Bekannte von Franzi gestellt. Daher hatten wir den Abend lustige Gesellschaft. Gekocht gab es den Rest von gestern nur eben mit Nudeln. Hat aber trotzdem auch sehr gut geschmeckt.

Der 03.03.2017 hat uns mit warmen Sonnenstrahlen begrüßt. Nach dem Aufstehen haben wir schnell gefrühstückt weil wir los nach Dunedin wollten. Julieka – kommt aus Neuffen und war unsere gestrige Gesellschaft – fragte uns jedoch, ob wir mit schwimmen gehen wollten. Also Bikini an, Badetuch raus und ab ins Meer. Dieses war zwar ziemlich frisch aber richtig genial. Und es ist ja immer nur ziemlich am Anfang kalt, danach wird es ja warm. Als wir genug vom Wasser hatten, haben wir uns angezogen, gespült und sind dann nach Dunedin gefahren. Dort haben wir an der steilsten Straße der Welt Halt gemacht und sind diese natürlich auch hoch gelaufen, was ziemlich anstrengend war. Nachdem wir dann wieder die Straße runter gerollt sind, haben wir uns zum Octagon – Dunedins Stadtzentrum aufgemacht. Dort gibt es viele Lokale und Cafés sowie schöne alte Gebäude. Dunedin hat echt Flair. Ziemlich schöne Stadt. Leider hat es dann angefangen zu regnen, daher haben wir uns ins Museum gemacht. Dieses war unglaublich interessant. Und so ein schön gestaltetes Museum habe ich lange nicht gesehen. Dieses handelte von der Geschichte der Kiwis, von Otago, von Dunedin und einfach auch über die Siedler. Man konnte sogar alte Kleider anprobieren. Danach haben wir uns dann zum Cadbury Café gemacht. Dieses Café ist einfach nur Yummy. Hier gibt es die verschiedesnten Heißen Schokoladen. Wir haben uns die Hot Choclate mit Banana-Choc und Crispies gegönnt. Hat nach so einem kalten Regentag echt gut getan. Wir sind danach auch wieder auf einen Freedom Campground gefahren. Dieser war eigentlich mehr oder weniger ein Parkplatz. Es war super stürmisch. Und auch hier war Zeltaufstellen wieder nicht angesagt, daher war Franzi wieder im Auto. Wir sind kurz noch an den Strand gegangen, haben uns dann einen Coachsurfer am Kaka Point gesucht und haben dann 40min gekocht. Warum so lange? Weil Wind + Halbleere Gasflasche nicht so gut kombinieren. Auf jeden Fall gab es Brokkoli+Kartoffeln und Hüttenkäse – das passt super zusammen.

Die Otago Peninsula wartete am 04.03.2017 auf uns. Diese Halbinsel befindet sich vor Dunedin. Wir sind die Küstenstraße entlang gefahren. Dort sieht man ziemlich viel. Die Straße windet sich langsam aber stetig entlang der Peninsula. Man bekommt immer einen Blick auf die Stadt aber auch das Meer. Wie gesagt, Dunedin ist wunderschön. Am Ende der Straße waren wir dann am Albatross Beobachtungspunkt. Dort konnten wir auf der einen Seite Dunedin und auf der anderen Seite Klippen und das weite Meer sehen. Wir haben zwar keine Albatross Tour gemacht, haben aber einige der riesengroßen Vögel gesehen. Sie kreisten über uns, da der Wind perfekt zum Fliegen war. Das dortige Museum war aber wiederum sehr informativ und gut gestaltet. Dort hat man einiges über die Tiere erfahren und auch Exemplare bewundern können. Wir haben uns danach auf den Weg zur anderen Seite der Peninsula gemacht. Erster Punkt sollte dabei Cape Saunders sein, welches eine spektakuläre Fahrt versprach. Leider standen wir am Schluss vor einem Gatter mit Private Propperty – also kein Cape gesehen. Die Fahrt war es trotzdem wert gewesen. Also ging es weiter zur sogenannten Sandfly Bay. Wir hatten wieder spektakuläre Aussichten beim Fahren. Die Sandfly Bay ist einfach wunderschön. Diese Bucht ist mega schön gelegen. Aber ziemlich windig. Daher auch der Name. Es fliegt überall Sand herum. Der Sand frisst sich seinen Weg ins Landesinnere und die Dünen sind fast schon so groß wie die gesamten Klippen. Dort kann man auch wieder einige Seals sehen. Weiter ging es für uns über die Highcliffroad in den nächsten Pack`n`Sage. Dort kauften wir nochmals ein und haben auch nochmal vollgetankt. Denn in den Catlins gibt es ja nicht sonderlich viel Möglichkeiten. Wir haben uns dann auf nach Kaka Point gemacht. Dieser Ort liegt 8km vor dem Nugget Point. Und ich wollte ja Leuchtturm + Milchstraße fotografieren. Unser Host hieß Nico, war 36 Jahre alt und kommt aus Frankreich. Er hatte ein großes Haus wo wir uns erstmal geduscht haben. Und natürlich haben wir nochmals Sport gemacht. Nico hat dann viel von sich erzählt, uns Tipps für die Umgebung gegeben und für uns gekocht. Es gab Kohl, Kartoffeln und meine allererste Paua-Muschel. Frisch gefangen von Nico. Soo lecker! Richtig gut. Danach gab es noch leckeren Fruchtsalat und Toblorone-Schokolade. Oh ja, europäische Schokolade ist einfach ein Genuss!

Damit ich halbwegs Schlafen konnte, habe ich mich früh ins Bett gelegt, habe mir den Wecker auf 01:30 & 02:30 Uhr gestellt. Ich kenne mich eben. Aufgewacht bin ich am 05.03.2017 dann tatsächlich kurz vor 4. Was viel zu spät war und mich etwas geärgert hat. Also hab ich mich schnell ins Auto geschwungen und bin zum Leuchtturm gefahren. Ziemlich gruselig. Ich habe die Seals gehört und um mich herum waren überall Possums. Aber der Nachthimmel. Leute ich sag es euch. Die Milchstraße ist hier so riesig – sie geht über den kompletten Nachthimmel. Und dann der Leuchtturm, die Stadt, das Meer, die Robben. Magisch! Nachdem ich dann bis fast zum Sonnenaufgang fotografiert habe, bin ich schnell zurück gefahren, hab Franzi geholt und wir sind wieder zurück zum Nugget Point gedüst um dort den Sonnenaufgang zu sehen. Und der war wiederum magisch. So schön, so schön warm und einfach nur traumhaft. Wir hatten den Leuchtturm fast für uns alleine. Ein wunderschöner Ort. Es gibt hier in NZ manche Flecken, wo einen speziell berühren. Und dieser war einer davon. Wir sind dann wieder zurück zu Nico, haben uns nochmal ins Bett gelegt, alles gepackt und gefrühstückt. Als wir dann fertig mit allem waren, sind wir zur Cannibal Bay gefahren. Dort habe ich zum allerersten Mal von nahem Seelöwen gesehen. Holla die Waldfee – mit so einem Teil will ich auch nicht schwimmen gehen. Die sind riesig und die Männchen erinnern mich an Hyänen wegen der Mähne. Vor den Sea Lions hat man schon ordentlich Respekt. Und plötzlich stand da ein Pinguine am Strand. Einsam und Verlassen. Und soo süß. Einfach nur goldig. Weiter ging es dann zum Jack`s Blowhole. Dort sind wir ca. 20min. hin gelaufen. Es hat nach Frühling geduftet und überall blühten Blumen um uns herum. Jack`s Blowhole ist ein Loch mitten im Nirgendwo. Es ist mit einem 200m langen Tunnel mit dem Meer verbunden und somit schießen die Wellen bei High Tide nach oben. Weiter ging es zum Purakanui Waterfall, an dem ich ja auch schon war. Aber dieser war trotzdem noch sehr schön. Die Wälder wurden schon wieder tropisch. Die Vögel sangen wieder und das Tosen des Wassers war sehr beruhigend. In Papatowai haben wir uns für 8$ auf den DOC Campground gemacht. Dort haben wir alles aufgebaut und gekocht. So lecker! Wraps mit Chili Sour Cream, roter Beete, Kichererbsen und Kidney Bohnen. Nachts hat es leider geregnet. Aber Franzi blieb trotzdem trocken.

Die Nacht war wieder Erwartens sehr warm und erholsam. Ich wurde von Franzi geweckt da ich mein Wecker wieder ignoriert hate. Wir haben uns dann wieder unser Müsli gemacht, und sind danach noch schnell an den Strand gegangen (06.03.2017). Dieser war ziemlich spektakulär. Ein großer Fluss mündet hier in das Meer. Und die Flussmündung ist von tropischen Wäldern überwuchert. Danach hat es leider zu regnen angefangen, trotzdem gingen wir zum Lost Gypsy Gallerie. Dies ist eine Kunstaustellung – draußen . Aber der Künstler ist der Wahnsinn. Dort gibt es zum Beispiel einen Wal, den man durch Drehen eines Rades zum Atmen bringen kann. Weiter ging es zum McLean Falls. Die Blicke über die Küste waren weniger spekakulär weil die Wolken tief hängen. Einfach nur abartig wie Wetter Stimmung eines Ortes verändern kann. Der Wasserfall war durch den Regen voll und somit wunderschön. Weiter ging es zur Curio Bay. Wo wir eigentlich schwimmen wollten aber es war soo kalt und windig. Trotzdem haben wir ungefähr 6 Delfine gesehen. Immer mal wieder tauchten Finnen auf. Wunderschön. Völlig ausgeflippt schrie ich durch die Gegend – da sind Defline! Diese Tiere ohne Boot, so nah an der Küste in freier Natur zu sehen ist schon sehr besonders. Auch durfte der fossilierte Papatowai Regenwald nicht fehlen, da wir ja aktuell Low Tide hatten. Die Baumstämme sind sehr interessant aber die raue See raubt mir eher den Atem. Weiter ging es zum Slope Point, dem südlichsten Punkt der Südinsel. Und in der Tag konnte man von hier Stewart Island sehen. Ziemlich kuhl. Am Waipapa Lighhouse haben wir dann auch wieder Sea Lions gesehen, die überall rum lagen. Auch hier war das Wetter wieder spektakulär. Auf der einen Seite Rabenschwarze Wolken, auf der anderen Seite Sonnenschein. Wir haben uns dann in Fortrose auf einen Freedom Campground gestellt. Dort hat es uns fast weg geweht. Zum Essen gab es wieder die Sour Crem, Bohnen, Kichererbsen Kartoffeln und Tomaten. Was auch mal wieder sehr lecker war. Danach sind wir dann ins Bett gefallen und haben gehofft, dass es nicht ganz so kalt wird. Was es – zumindest für mich – nicht wurde.

Also für alle die sich das Reisen nicht vorstellen können. Im Endeffekt sind wir Obdachlos. Wir reisen von Ort zu Ort. Das Denken ist auf das Lebensnotwendigste reduziert. Essen, Trinken, Schlafen. Und ab und an Duschen. Standards werden herunter geschraubt. Und genau das ist es, was hier so toll ist. Man reist von Ort zu Ort, sieht minütlich neue spektakuläre Dinge und genießt die Freiheit. Mit allen Vor- und Nachteilen. Nachteilen wir kein Trinkwasser, Sandflies, leere Akkus, Wind und Regen. Aber bis jetzt finde ich das alles noch ziemlich gut. Und auch wenn es keine Dusche gibt – das Meer ist immer nah.

 

Abschied nehmen

01März2017

Nun ist also der Tag gekommen. Ich verlasse meine Kiwi-Familie. Wie sich das anfühlt? Ich weiß es nicht genau. Ich hatte gestern schon Tränen in den Augen, als ich die Oma das letzte Mal gesehen habe. Ich hatte heute morgen einen Klos im Hals weil ich wusste, ich sehe die Kids das letzte Mal. Vielleicht sieht man sich in Neuseeland irgendwann noch einmal. Oder sie kommen mich in Deutschland besuchen wenn sie selber am Backpacken sind.

Ich habe hier eine zweite Familie bekommen und es ist schwer, diese hinter mir zu lassen. Ich habe hier viel über mich, über Kinder und allgemein das Leben gelernt. Ich hatte meine Höhen und Tiefen aber ich hatte eben auch immer diesen Punkt wo ich mich "zu Hause" gefühlt habe.

Ebenfalls vermisse ich schon jetzt meine Arbeitskollegen. Ich hatte noch nie soviel Spaß wie im Saikou. Aber nun ist es eben soweit. Gestern habe ich meine Sachen gepackt - zumindest so gut es ging, denn von 3 Kindern sind 2 krank und eins kotzt davon. Und die Mutter war geschäftlich die letzten Tage unterwegs. Da kommt man nicht schnell voran.

Ich sitze hier auf dem Boden meines leergeräumten Zimmers. Das Backpack ist schon im Auto verstaut, um mich rum liegen alle technischen Geräte die im Moment noch geladen werden. Wer weiß wann ich wieder Strom bekomme. In einer Stunde werde ich Franzi abholen. Mit ihr werde ich erst einmal durch die Gegend reisen. Ich sitze hier und denke an mein Auto - das jetzt schon voll ist - und überlege wie gut ich nochmal in Tetris war, damit wir auch Franzi ihre Sachen irgendwie in Dora hinein bekommen.

Mein Plan für die Zukunft? Ich habe keinen. Ich weiß, dass ich mich in 2-3h in Richtung Süden auf machen werde. Warum? Weil es hier langsam Herbst wird. Die Blätter fallen herab, die Nächte werden kälter, der Tau kommt langsam zum Vorschein. Und ich möchte ungern im Süden bei nur noch 5 Grad sitzen. Daher nehme ich ihn jetzt mit 10-15 Grad und hoffe auf noch warme Sonne. Was ich dort mache? Die Landschaft genießen und mir Sehenswürdigkeiten anschauen.

Mein zu Hause wird ab jetzt die Straße und Dora sein. Bei schlechtem wie auch gutem Wetter. Ich werde an meine Grenzen kommen und unvergessliche Tage erleben. Ich habe im Moment gemischte Gefühle. Ich bin gestern zu Bett gegangen mit dem Gedanken, dass letzte Mal  in einem Bett zu schlafen für eine lange Zeit. Das letzte Mal Toastbrot zum Frühstück. Denn ich habe weder Toaster, noch hält sich Brot sonderlich gut im Auto. Das letzte Mal ausgiebig duschen mit Conditioner und allem drum und dran. Immer mit der Frage, wann werde ich meine nächste Dusche finden. Ist diese kalt oder warm. Wie werde ich im Auto schlafen können. Bis jetzt war das ja immer eine Sache wo ich des öfteren aufwache. Aber ich bin bereit. Und ich freue mich. Und ich hoffe, dass ich meine Kamera und alles regelmäßig laden kann damit ich genügend Bilder habe. Des Weiteren hoffe ich auf viele zahlreiche WiFi-Cafes auf meiner Strecke um euch updaten zu können.

Ich bin gespannt was mich alles erwartet. Geplant habe ich nichts. Den planen bringt hier in Neuseeland nichts. Das Wetter zieht dir meistens einen Strich durch die Rechnung.

Falls ihr eine Weile nichts von mir hört, macht euch keine Gedanken. Ich begebe mich jetzt in ein Gebiet, dass so etwas wie gute Netzabdeckung nicht kennt. Das letzte Mal in den Catlins hatten wir 2 Tage lang kein Netz. Von dem her keine Sorge. Und Fiordland habe ich auch schon öfters gehört das es dort schlechten Empfang geben soll.

Bleibt gespannt - so wie ich. Nun genieße ich meine letzte Stunde mit vier Wänden um mich herum, trinke eine heiße Tasse Tee für meinen gereizten Hals und packe meine restlichen Sachen ins Auto. :)

Moeraki Boulders, Pinguine und Hasen

22Feb2017

 Am 05.02 habe ich mich dann mit einem anderen Au-Pair namens Mara auf den Weg nach Moeraki gemacht. Ich wollte den Sonnenaufgang mit den Boulders und Pinguine bei Dämmerung einfangen. Als wir nach 1 1/2 h dann beim Moeraki Lighthouse angekommen sind, haben wir uns entlang der Klippen auf einem schmalen Pfad auf die Suche nach Pinguinen gemacht. Und dann auch tatsächlich gefunden. Erst einen, dann zwei, dann drei und daneben lagen Seerobben. Und Hasen sind überall herum gesprungen. Und Vögel! Der Wahnsinn. So viel Natur und Wildlife auf einem Haufen. Am Horizont haben wir die Nacht entdecken können.

Wir haben die Pinguine und die Seerobben solange beobachtet, bis die Sonne spekakulär über der Peninsula unterging. Danach sind wir auf einen Freedom Campground gefahren, der wunderschön und direkt am Strand lag. Daher haben wir unser Abendessen am Strand eingenommen und dort den beruhigenden Klang des Meeres gelauscht.

Am nächsten Morgen sind wir dann um 05:40 aufgestanden um festzustellen, dass bereits eine leichte, rote Linie über dem Horizont zu erkennen ist. Wir sind daher relativ zügig zu den Moeraki Boulders gefahren. Dort haben wir dann den kompletten Sonnenaufgang beobachtet, welcher wunderschön und in Harmonie mit den Boulders war. Der Himmel war jede Minute in den verschiedensten Farben gekleidet. Es war warm und somit einfach nur perfekt und friedlich.

Als die Sonne dann am Horizont stand, haben wir erst einmal gefrühstückt und sind dann an die Elephant Rocks im Landesinneren gefahren. Diese Felsen sind ziemlich lustig geformt und bildeten die Filmkulisse für Narnia.Dort haben wir uns auch ziemlich lange aufgehalten und sind anschließend nach Oamaru gefahren.

 

Dort sind wir durch die Gegend geschlendet. Oamaru hat ziemlich nette kleine Cafés und Läden. Auch gibt es überall Kunstwerke zu sehen. Wir sind am Hafen entlang geschlendert und haben dort dann noch einige Seerobben entdeckt. Nach unserem Mittagessen bei McDonalds habe ich Mara dann nach Pleasant Point gebracht.

 

P.S.: Ich habe eine zweite Website erstellt. Diese ist auf Deutsch & Englisch und zeigt alle Orte in denen ich war. Ohne dieses Tagebuchartige Gelabere was ihr hier zu finden bekommt. Falls ihr daher auf etwas mehr Philosophie und gute Textwahl steht -> https://jessytraveladventure.wordpress.com/

 

Wenn Fremde zu Freunden werden

15Feb2017

Am 31.01.2017 war es dann endlich soweit. Ich habe die wunderbare Christine endlich kennen lernen dürfen. Ich weiß gar nicht mehr, wann wir das erste Mal angefangen haben zu schreiben, aber auf jeden Fall haben wir angefangen, uns täglich zu schreiben. Und wir haben uns super gut verstanden. Unser Plan war zusammen nach Fiji zu fliegen. Aber Flugpreise und der Neuseeländische Sommer-Winter Rhythmus haben mir dann einen Strich durch die Rechnung gezogen.

Da Christine am Reisen war, haben wir ausgemacht, dass wir uns auf jeden Fall kennen lernen müssen, wenn sie in meiner Nähe ist. Und der Tag X kam dann auch nach langem warten!

Wir fuhren zusammen nach Edoras, statt der Reiter in Rohan. Oder auch einem kleinen Hügel namens Mount Sunday, welcher gefühlt 100km von der Zivilisation entfernt ist und nur durch eine Stunde Gravel Road erreicht werden kann. Doch wir wollten da unbedingt hin und machten uns mit Bob und Dora auf den Weg. Über die Scenic Inland Road 72 ging es dann Richtung Norden. Die Straße war dabei einfach nur wunderschön. Man ist immer von den Bergen umgeben, die Sonne lachte uns ins Gesicht und der Wind zerrte an Dora und Bob. Als wir dann oben in Metheven angekommen sind, ging die Straße ins Landesinnere. Unglaublich schön – die Berge, die Sonne. Ihr könnt euch das nicht vorstellen. Und dann wurde die Straße zur Gravel Road. Und wir waren beide einfach nur froh, dass wir genügend Fahrpraxis gesammelt hatten. Denn dort lag stellenweiße so viel Schotter auf der Straße, dass sich der Popo unserer Autos schunkelnd durch die Gegend bewegt hat. Ja Glatteis Training kann auch ohne Schnee und Eis funktionieren. Da solche Schotterstraßen immer mehr einem Tetris-Spiel gleichen, indem man die bestmöglichste Fahrspur für einen finden muss, waren wir ziemlich k.o. als wir dann endlich den Mount Sunday gesehen haben.

 

Und kurz davor haben wir dann auch gelernt, was ein „FORD“ ist. Dieser Ford war als Warnschild auf der Straße und als ich Christine anrufen wollte (ja wenn man mit zwei Autos fährt geht Kommunikation nur per Handzeichen oder Handy), um zu fragen was denn bitte ein Ford ist, stand ich auch schon im Fluss. Aber sowas ist hier einfach normal. Und ich bin sehr froh, dass ich einen Jeep habe, der etwas höher ist und Allrad hat. Nein ernsthaft, ich verstehe, wieso hier so viele Geländewagen rum fahren und manchmal wünschte ich mir auch, einen Truck zu haben. Aber Dora macht ihre Sache schon ganz ordentlich, für ein – meiner Meinung nach – viel zu tief gelegten Stationwagen (Kombi).

Als wir dann am Mount Sunday alias Edoras ankamen, haben wir uns wie bei Herr der Ringe gefühlt. Das Wetter war einfach mal wieder episch! Ja dieses 500-Meter-weiter-regnet-es-wie-aus-strömen-und-wir-stehen-in-der-sonne Wetter ist einfach genau das, was eben die Stimmung ausmacht. Düstere Wolkenschwaden, beißender Wind der an einem zerrt, Wasser überall (auch hier mussten wir dann noch durch einen Ford laufen). Ich meine, da fühlt man sich wie auf dem Schlachtfeld. Auf diesem Berg wurde auf jeden Fall die Stadt Edoras errichtet und wieder abgebaut. Aber trotzdem bekommt man einen wunderbaren Rundumblick. Einfach mal wieder genial gewesen. Landschaftlich Top!

Beim zurück haben wir dann gemerkt, dass man doch nicht durch den Fluss laufen muss sondern dass es eine Brücke gibt. So ist das halt hier mit Neuseeländischen Wegweisern. Die stehen alle Kilometer mal irgendwo. Kann man schon mal ne kleine Brücke 5 Meter weiter übersehen. Wir haben dort außerdem zwei Freunde von Christine getroffen. Die haben wir dann auf der Fahrt nach Christchurch die ganze Zeit vor oder hinter uns gehabt. Denn ihre Vanessa, mag Schotterstraßen gar nicht und auch die minimalen Steigungen packt sie mit gerade einmal 20km/h.

Auf dem Weg nach Christchurch haben wir noch in Springfield halt gemacht. Da wurde uns ein riesengroßer Donut wie aus den Simpsons versprochen. Naja für Neuseeländische Verhältnisse war der schon ganz okay.

In Christchurch angekommen, haben wir uns einen sehr angenehmen Freedom Campground raus gesucht und uns Nudeln mit Kiddney Bohnen, Brokkoli und Tomatensoße gekocht. Wir haben dann noch eine Weile geredet, als ob wir uns schon jahrelang kennen würden! Ich habe in Christine eine wahre Freundin gefunden! Und ich bin mir sicher, dass wir uns auch nach Neuseeland irgendwo auf der Welt und spätestens in München wieder sehen werden.

(01.02.2017)
Am nächsten Tag haben wir Christchurch unsicher gemacht. Wir sind in den Re:Start gegangen, welches eine Art Container-Stadt ist. In vielen kleinen und bunten Containern hat die Stadt nach den Erdbeben einigen Geschäften die Möglichkeit gegeben, ihre Geschäfte dort wieder zu eröffnen. Heute ist dies sehr touristisch und es gibt viele Souvenirshops als auch diverse Essensstände. Wir sind dann danach zu einem sehr bekannten Maori-Tätowierer gegangen. Christine wollte sich nämlich etwas stechen lassen. Spätestens dort haben wir dann festgestellt, dass wir den falschen Beruf ausgeübt haben. Der gute Herr hat auch gelebt wie ein Prinz. Danach sind wir dann auf Christines Reisegruppe gestoßen. Daniell+Daniel+Hannes. Zusammen sind wir dann wieder in Christchurchs Innenstadt gefahren. Haben dort etwas geshoppt und eine sehr leckere Pizza gegessen. Außerdem konnten wir Tischtennis spielen. Nachdem wir noch zusammen das Abendessen eingekauft haben, sind wir zurück auf unseren Freedom Campground gefahren. Haben das Thai-Curry gekocht, Fußball gespielt – oder zumindest versucht. Gesungen, Musik gehört, Wein und Bier getrunken. Dort sind wir auch auf die andern zwei Jungs vom Mount Sunday und ihrer Vanessa gestoßen. Die Nacht war daher ziemlich kurz.

(02.02.2017)
Am nächsten Morgen haben wir dann alle gemeinsam gefrühstückt. Da ich wieder zurück nach Timaru musste, habe ich meine Camera noch in einen Shop gebracht um den Sensor zu reinigen. Bis auf zwei kleine Punkte ist der Sensor jetzt wieder good as gold. Und frei von Dreck. Ich habe mich dann schweren Herzens von Christine verabschiedet, bin zurück nach TImaru gefahren habe geduscht und bin ins Restaurant zum Arbeiten gegangen.

(03.02.2017 & 04.02.2017)
Die folgenden Tage waren dann wieder etwas gechillter und außer den normalen Tagesabläufen ist nichts Spannendes passiert.

 

18.01 - 30.01.2017: Arbeiten, Arbeiten und Arbeiten

05Feb2017

Um das ganze mit meinem hinterher Hinkenden Blog mal zu beschleunigen, fasse ich jetzt mal mehr zusammen. In der oben genannten Zeitspanne ist auch nicht soo viel spektauläres passiert.

Im großen und ganzen ging es dabei meistens ums Arbeiten. Oder um meine andere Arbeit, oder eben doch Arbeiten. Das heißt, auf Kinder aufpassen, Sushi rollen oder für Rachel`s Business arbeiten. Ich war mit den Kindern also des öfteren in der Bücherei, im Schwimmbad, auf dem Spielplatz oder hab mich mit denen ihren Freunden getroffen. Für Rachel habe ich ebenfalls ein paar Mal gearbeitet. Ich habe ihr dabei geholfen eine Datenbank zu erstellen, war mit auf ihrem Kurs "Instagram Masterclass - Social Media for Businesses". Von dem her, nichts spekakuläres.

Das einzige was passiert ist - und ja sowas schaffe nur ich. Ich wurde anscheinend von einer Spinne gebissen. Auf jeden Fall war ich mit den Kindern unterwegs als plötzlich eine Art Stich in meinem Handgelenk bemerkbar wurde und als ich mir das angeschaut habe, sah ich auch schon wie das komplette Handgelenk angeschwollen war, meine Muskeln in der Hand müde wurden und sich eine Blase bildete. Am Anfang dachte ich das wäre eben eine eklige Schnacke gewesen. Am nächsten morgen war die Blase dann aber Blutgefült und Rachel meinte so sehen Spinnenbisse aus. Yiha - da reist man extra nicht nach OZ wegen den Viechern und bekommt dann sowas hier. Aber naja, Antiallergikum genommen und Essig drauf - gut ist. Man kann hier ja zum Glück nur von einer Spinne gefährlich "verletzt" werden und die lebt im tiefsten Busch und nicht im 2nd Hand Shop.

Das zweite was passiert war, war eben das Event in Tekapo. Welches ziemlich informativ war und auch sehr spannend. Wir haben mal wieder tolle und nette Menschen kennen gelernt - deshalb liebe ich so Events! Man weiß nie was sich daraus in der Zukunft ergibt. Rachel hatte dann noch einzel Gespräche danach und ich habe mich dann auf eine Bank am Tekapo gelegt und habe mir die Sonne auf den Pelz scheinen lassen, meinen Reiseführer gelesen und einfach mal entspannt.

Am 29.01 hatte dann auch Jessi ihren 8. Geburtstag. Was seit gefühlt Neujahr jeder in unserer Umgebung dreimal am Tag hören musste. Die ganze Familie war da, es gab Kuchen und wir haben mit der Oma im Garten Yoga mit den Kindern gemacht. Also war mal wieder sehr lustig.

Wie gesagt, nicht immer passiert hier etwas spannendes. Aber ich komme langsam wieder hinter her und hänge nicht ein ganzen Monat hinter her :D Entschuldigt mich dafür!

Tekapo

Flechten rettet hier meine Haare

Yummi!

 

14.01. - 17.01.2017: Sprechende Toiletten und Lebensmüde Aktionen

31Jan2017

14.01.2017: Relaxing

An dem Tag war das Wetter mies und daher bin ich im Bett geblieben, habe Blog geschrieben und wollte meinen nächsten Tag planen. Am Abend musste ich ebenfalls mal wieder arbeiten. Der Plan für den nächsten Tag war eigentlich nach Moeraki und Oamaru zu fahren sowie über die Elephant Rocks zurück. Aber dann wurde ich dazu "eingeladen" mit nach Tekapo zum Campen zu gehen. Bzw. war es mir nicht überlassen, ich musste mit gehen, da Rachel dort arbeiten und ich somit auf die Kinder aufpassen musste. Deshalb konnte ich meine ganzen Pläne über den Haufen werfen.

15.01.2017: Peel Forest, Lake Tekapo & die Roads

Als ich dann am nächsten Tag aufgestanden bin, war ich irgendwie nicht so gut gelaunt. Ich habe mir überelgt was ich sonst so an diesem Tag anstellen könnte. Aber irgendwie war ich mit allem nicht so zufrieden. Außerdem wusste ich immer noch nicht wie die folgenden Tage aussehen und was mich so erwarten würde. Auf jeden Fall habe ich dann mal meine 7 Sachen gepackt und einfach weiter überlegt was ich den ganzen Tag so anstellen könnte. Und eigentlich wollte ich nicht nach Tekapo weil es dort Wetter mäßig nicht so rosig sein sollte. Also beschloss ich, den Tag in den Peel Forest zu fahren. Ja der mit der große Wanderung, weil ich eben einen der Wasserfälle sehen wollte. Aber irgendwie war ich bockig an dem Tag - so Tage gibt es eben! Auf jeden Fall habe ich dann erstmal meine Dora geschnappt und bin los gedüst. Um dann zu merken, dass ich Richtung Tekapo und Mt Cook fahre. Also umdrehen, und wieder 86km in die andere Richtung fahren. Am Peel Forest angekommen war es wunderbar warm. Die Vögel sangen wieder um die Wette und es war tropisch Schwül. Und vor allem nicht matschig. Die Vegetation ist einfach nur atemberaubend! Palmen, Farn und etliche andere grüne Pflanzen (ja ich kenn mich super aus!)
Auf jeden Fall gab es zwei Wasserfälle. Bei dem einen stand in der Beschreibung, dass man nasse Füße bekommt, weil man eben durch das Flussbett laufen muss. Also, da ich darauf eher weniger Lust hatte, beschloss ich mich für den anderen Weg. Also beschloss ich mich auf den Weg zu den Emily Falls zu machen. Der Weg geht 1 1/2h und teilweiße sehr steil und sehr stufig. Durch das Gebüsch, teilweiße so verwachsen, dass man nicht mal mehr den Weg erkennt. Der Urwald ist dort so dicht, dass Geräusche sofort geschluckt werden und man wirklich für sich alleine ist. Doch dann endete der Weg plötzlich vor einem Fluss/Bach. Und ich dachte mir nur so...okay? Also ging auch dieser Weg durch das Flussbett. Und meine McKinley Schuhe sind nicht wasserfest. Als ich es dann fluchend durch das Wasser geschafft habe, ging es tiefer in den Wald hinein und den Weg konnte man vor lauter Farn auch kaum noch finden. Also bin ich weiter genervt und fluchend durch die Gegend gestiefelt bis ich dann an einen kleinen Wasserfall gekommen bin, mit kristallklarem Wasser. Dort war es ganz angenehm, aber generell habe ich an dem Tag ja auch nur einmal geschwitzt.

Rehe, Rehe und noch mehr Rehe

Emily Falls

Nach dem ich einige Bilder gemacht habe und die Stille und das plätschern genossen habe, bin ich dann wieder durch den Jungel sowie durch das Flussbett gewatet und zurück zu Dora gelaufen. Dort habe ich mich dann in Richtung Tekapo gemacht. Die Strecke die ich diesemal gefahren bin war atemberaubend. Ist mal wieder durch einen ganz anderen Part von dem Mckenzie District gekommen und das Hinterland von Neuseeland ist einfach wunderschön. So ländlich, dann die goldene Sonne, das verbrannte braune Gras und ab und an einige Schafe und Rotwild. Die Strecke war auch schön kurvig. An dem Tag hatte es bestimmt 27-30 Grad. Es sah an diesem Tag super Sommerlich aus. Auch der Lake Tekapo war wunderschön blau. Da ich Rachel nicht mehr erreichen konnte, wusste ich das sie schon am Campingplatz war. Denn dort gibt es weder fließend (trinkbares) Wasser noch Empfang. Deshalb habe ich den Lake Tekapo hinter mir gelassen und bin in Richtung Lake McGregor und Lake Alexandria gefahren.

Toskana?

 

Am McGregor steht ein kleiner Campingwagen, der wirklich mini ist. Dort hat es eigentlich nur Platz für zwei Personen, aber Rachel hat es irgendwie geschafft die Kids da auch noch rein zu stopfen. Der Campingplatz hatte ein Plumsklo und Waschbecken die mit Wasserpumpen betätigt werden konnten. Des Weiteren gab es dort eine Vorrichtung für eine Dusche und Zugang zum See. EIn ganz schnuggeliger, kleiner Campingplatz. Ohne Luxus ohne Schnick-Schnack.

Und hier habe ich meine erste Nacht mit Dora verbracht. Die... naja besonders war. Ich bin des öfteren aufgewacht weil ich nicht so richtig meine Schlafposition hatte, dann bin ich einmal vom Vollmond aufgewacht worden und das nächste mal um 5 Uhr irgendwas von den ersten Sonnenstrahlen. Und es war ab und an kalt und unbequem. Und da ich noch keine Vorhänge dran habe, auch etwas merkwürdig. Naja was soll man sagen, ich denke wenn man in seinem Auto lebt, dann lebt man nach den Tageszeiten. Geht ins Bett wenn es dunkel wird und steht auf wenn es hell wird. Weil es dann eben auch heiß und stickig im Auto wird. Aber es ist doch wunderschön, wenn man die Sterne und den Mond nachts sieht - nachts... wenn man merkt man muss aufs Klo :D

16.01.2017: Zu Fuß nach Hawaii

So am nächsten Tag hieß es dann also Kinderanimationsprogramm. Denn was macht man auf einem Campingplatz der nichts außer Natur bietet, an einem kalten, windigen Tag? Richtig. Erstmal im Campingwagen chillen. Bzw. ich war ja nach den ersten Sonnenstrahlen schon 4h vor dem Rest der Bande wach. Der Tag startete für mich mit Shorts und Shirt und endete mit Pulli, langer Hose und Jacke als die Kinder und Rachel im Caravan aufgewacht sind. Die Kiddis waren ganz froh, an dem Tag einfach nur malen zu können und einfach nur rum zu gammeln und zu spielen. Ich habe meinen Reiseführer gewälzt. Dann irgendwann gelangt man mit Kindern an einen Punkt, wo man sie auspowern muss da sie sonst ja jedem auf den Sack gehen - einschließelich sich selbst. Also habe ich vorgeschlagen, eine kleine Wanderung zu unternehmen.

Der Spaziergang nach dem Mittagessen gestaltete sich dann aber als größere Aktion. Auf jeden Fall sind wir zu dem Hügel gegenüber von uns gegangen und ich wollte eigentlich nur dort hinauf um die Aussicht zu genießen. Doch die Kinder wollten immer weiter - also war ich ganz froh darum. Wir sind durch Sträucher, Dornen, Büsche, Kletten, Hasenlöcher und durch Stacheldrahtzäune geklettert. Immer auf der Suche nach dem nächsten Berg. Dieses Unterfangen war ziemlich abenteuerlich und da es hier Kletten aus Dornen gibt auch ab und an ziemlich schmerzhaft. Eher für mich, da ich die Kinder davon befreien musste wenn sie zu arg damit überzogen waren. Die ganze Zeit gab es kaum Gemosere. Wobei ich dachte das Logan ziemlich ängstlich war. Er hat öfters mal meine Hand gehalten, gerade wenn es nach unten geht. Und er sah gar nicht gut aus. Gut ist ja auch einiges für so einen kleinen Zwerg, der null Kondition hat und überall hin gefahren wird. Aber - müde Kinder schlafen besser! Gegen Ende standen wir dann vor einem Geröllabhang. Schöner Scheiß dachte ich mir nur, da meine Kinder ja Koordinationsmäßig nicht so gesegnet wurden und des öfteren eher als Trampel durch dei Gegend rennen, habe ich alle drei schon unten schwer verletzt liegen sehen. Also habe ich denen erklärt, was Bear Grylls machen würde und wir rutschten dann alle schräg den Hang hinunter. Logi machte sich dabei fast in die Hose und ich musste ihn tragen - ist natürlich äußerst praktisch wenn man so einen Affen an sich hängen hat. Funktioniert natürlich nicht.

Auf jeden Fall sind wir dann an den Tekapo alias Hawaii gelaufen. Dort war es ganz schön lustig. Die Erde im Wasser war Lehm/Tonerde und somit sahen die Kinder nach 30 Sekunden auch aus wie kleine Schweine. Danach sind wir wieder an den McGregor zum Campingplatz gedackelt um dort schnell in den See zu springen um die Tonerde runter zu bekommen. Danach haben sie wieder gespielt und gemalt. Nach dem Abendessen bin ich dann mit Dora auf einen Hügel gefahren für den Sonnenuntergang. Perfekte Location aber zu dicke Wolken. Daher kein Sonnenuntergang.

17.01.2017: Sprechende Toiletten & Todesmut

Und auch an diesem Tag bin ich mit den ersten Sonnenstrahlen aufgewacht. Ein wunderschöner Sonnenaufgang - aber ich war zu Faul meine Camera zu schnappen und habe noch wieter gedöst. Der Himmel war wunderschön orange. Ich habe mich aus meiner Dora gepellt und habe es mir vor ihr gemütlich gemacht. Doch auch in der Zeit wo ich darauf gewartet habe, dass die restlliche Crew mal erwacht, habe ich von kurzer Hose in den Schneeanzug gewechselt. Und es wurde super duper windig, deshalb sind wir alle an den Tekapo gefahren. Rachel musste nur den halben Tag dort arbeiten. Deshalb habe ich mit den Kindern ein Picknick gemacht und bin danach mit ihnen durch die Shops gezogen. Was immer ziemlich gut funktioniert da dort ja alles neu und interessant ist und somit die Kinder beschäftigt. Als Rachel dann fertig war, bin ich zusammen mit Alex am Ufer entlang gelaufen um einige Bilder zu machen. Und ja da läuft man über eine Brücke (darunter ein Kanal vom Tekapo der an einer Staumauer/Turbine endet) - und auf Brücken ist es windig. Und ja.... natürlich hat es Alex Special Cap ins Wasser geweht und oh mein Gott - man kann sich das wie aus einem Cartoon vorstellen. Kopf in den Nacken, Gesicht nach oben und dann ging es los - das pure Geheule und gekreische. War eben ihr spezieller Hut. Naja da es ja eine Staumauer gibt und der Wind stark genug war meinte ich nur, wir müssen ca. 30 Minuten warten und dann können wir den da raus fischen. Das habe ich natürlich mehr zum Spaß als im Ernst gemeint. Aber das hat jemand anderes Todernst gemeint.

 

 

Deshalb musste ich mich halb durch das Gestrüpp am steilen Ufer abseilen, damit ich an das nicht vorhandene Ufer gelangte und dort irgendwo hoffentlich diesen Hut finden kann. Und hoffentlich nicht in das Wasser fallen - das wäre nämlich äußerst unpraktisch. Natürlich habe ich das irgendwie geschafft, auch wenn beide Schuhe pitsch-patsch nass waren, ich mehrer Kratzer hatte und mit einem halben Baum in meinen Haaren wieder nach oben geklettert bin.

Danach sind wir mit Rachel noch auf die andere Seite vom Tekapo gefahren, wobei man erst einmal sieht, wie riesig dieser See ist! Zurück am Campingplatz gab es dann Pancakes, wir haben alles zusammen gepackt und sind nach Hause gefahren, das es starken Regen für die nächsten zwei Tage geben sollte.

Und achso. Es gibt in Tekapo spezielle Toiletten, die sprechen mit einem :) Zumindest eine davon. Die sagt dir dass du 10 Minuten Zeit hast und das erst gespühlt wird wenn du deine Hände wäschst und so Sachen. Hat die Kinder ziemlich verängstigt - ich fand es mega geil :D

 

 

08.01. - 13.01.2017: Wenn Wandern zur Qual wird

24Jan2017

Ja und manchmal passiert es. Dinge geschehen, die einem so fremd vorkommen. Gefühle die man eigentlich nicht kennt. Normalerweiße flippe ich aus, wenn ich Berge sehe. Ich fotografiere wie eine Wilde wenn ich den Berg hoch gehe. Kann es kaum abwarten - natürlich mit einigen Atempausen - aber schließlich lohnt sich all das, wenn man dann endlich am Gipfel angekommen ist. Oder nicht? Dieses Mal war alles anders. Ich weiß nicht warum.

Ich wollte schon gefühlt seit einem Monat auf den Little Mount Peel wandern, jedoch hat es immer geregnet oder es kam irgendetwas dazwischen. Auf jeden Fall war am 08.01. dann das Wetter perfekt. Nicht zu sonnig, nicht zu kalt, nicht zu windig. Eben ideal. Die Woche zuvor hat es ja ziemlich viel geregnet. Und da Rachel und die Kinder krank waren, fühlte ich mich auch leicht angeschlagen. Aber... ich wollte auf diesen Berg.

Gesagt getan machte ich mich dann also auf die einstündige Fahrt in den Peel Forest auf. Die Fahrt war wunderschön, führte über die in Neuseeland so typischen One Lane Bridges (Brücke die nur eine Fahrspur haben), an etlichen Rotwild-Weiden vorbei und einfach durch das herrliche Land, die Berge immer direkt vor einem. Als ich im Peel Forest angekommen war, war alles traumhaft. Es handelt sich hier um einen der wenigen Naturwälder, welche mehr oder weniger Regenwälder sind. Vögel zwitscherten laut, überall raschelte es im Gebüsch. Die Farne erwachen zum Leben und ich konnte gar nicht zählen, wieviele verschiedene Baumarten es hier gegeben hat.

Doch das "Elend" hat relativ schnell begonnen. Neuseeland ist erbarmungslos. Nicht umsonst nennen wir die Berge hier "Berge des Todes". Das ist mit nichts in Europa zu vergleichen - bzw. in den Alpen was ich bis jetzt gesehen habe. Das bedeutete, es ging von meinem Auto ungefähr 20 Meter moderat nach oben, dann ging es steil. Und ich meine steil. In Österreich oder Südtirol wandert man des öfteren halb schräg um den Berg um oben anzukommen - hier einfach schnurstraks gerade aus nach oben. So... da der Körper da ja ungefähr null Möglichkeiten hat, sich daran zu gewöhnen hatte ich schon nach fünf Minuten keine Lust mehr. Auf jeden Fal ging es dann tiefer in den Wald. Ihr habt ja gelesen dass es hier so krass geregnet hat. Naja... Regenwald + Regen + Wald = Matsch. Ist ja nicht schlimm. Aber Matsch der dir oben zu den Schuhen  reinlaufen (ja ich hatte meine Wanderschuhe die über den Knöchel gehen getragen) ist weniger witzig. Denn 1. man bleibt gefühlt immer stecken und 2. bei der Steiligkeit ist das auch mehr ausrutschen als sonst etwas. Gut, habe ich mir dann gedacht, der Track geht ja nur am Anfang durch den Wald und geht dann auf eine Wild-Spur über welche oberhalb der Baumgrenze liegt. Jaaa man sollte nicht davon ausgehen, dass man die Neuseeländische Erde versteht. Vorab: selbst am Gipfel(!!) war es matschig und da gibt es nur Steine :D Neuseeland schafft alles. Auf jeden Fall bin ich dann mit der Überzeugung weiter gegangen, dass es bald besser wird. Und da kamm Elend Nummer zwei. Stufen. Ich meine... WARUM?! Diese Stufen waren so ausgewaschen, dass sie mir bis zum Oberschenkel gereicht haben. Was die Sache ja immer noch interessanter macht. Des weiteren stand darin nur so der Matsch und das Wasser. Ihr könnt mir glauben, ich habe noch nie soviel geflucht. Und habe irgendwann nur noch rum geschriene was sich das DOC (Deppartment of Conservation) eigentlich dabei denkt und wie groß eigentlich der durchschnittliche Neuseeländer ist, das diese "Stufen" bald ne halbe Kletterausrüstung benötigen. Ja ich habe mich angestellt, aber ich wollte eben nicht hinfallen und meine Camera ruinieren.

In der zwischen Zeit haben mich dann auch einige Personen überholt und einige sind hoch gejoggt. Wo ich dann wieder wegen meiner Kondition genervt war. Gesehen hat man nichts, da der "erste Teil" im Wald als 3/4 der Strecke entpuppte. Dort war es zu Malen eher schwierig irgendwo einen trockenen Weg zu finden. Höhepunkt war dann ein Morastteich, der sich dank Regen über den kompletten  Weg ausbreite und von 5 Meter auf 15 Meter erweiterte. Also habe ich mal den halben Urwald gerodet damit ich nicht bis zum Knie im Matsch stehen muss - danke Bear Grylls.

Über der Baumgrenze waren dann immer noch hohe Sträucher die - zumindest mir  - die Sicht auf alles andere versperrten. Als ich dann aber endlich darüber hinaus gekommen bin, hatte ich einen Blick über die kompletten Canterbury Plains bis hin zum Meer. Was spektakulär war!

Der Track war auf jeden Fall mal wieder mega anstrengend. Es ging 7h und über 1000 Höhenmeter. Am Gipfel angekommen ga es dann einen 360 Grad Blick. In die eine Richtung das Meer, in die andere Berge. Beides bis zum Horizont. Wunderschön. Ebenfalls gab es dort auch eine kleine Hütte, mit Sitzmöglichkeiten und einem Hüttenbuch. Wuhu! Dort bin ich dann auch auf einige Kiwi Familien gestoßen. Wir haben uns nett unterhalten. Eines der Mädels war erst neulich in Europa unterwegs. Sehr nett. Als es dann wieder nach unten geht habe ich mal wieder Wetter und DOC verflucht, da im Matsch nach unten laufen noch ungefähr viel schlimmer war als hoch. Unten angekommen bin ich dann nochmal auf die drei Familien gestoßen, die alle große Farmer sind. Sie haben gepicknickt und mich dazu eingeladen. Denn, ich weiß ja nicht was guter Käse ist :D Auf jeden Fall bin ich eingeladen, wenn ich nach Norden reise, bei denen vorbei zu schauen.

  Vesperbüchse ist immer gut

So der nächste Tag war dann wieder Kinderprogramm angesagt. Da meine Stein-Bemal-Aktion so gut angekommen ist, ging es an diesem Tag genau damit weiter. Ebenfalls waren wir ein Tag mit den Fahrrädern im Park was ziemlich cool war.

Auch die nächsten Tage waren Kinder angesagt. Ferien und so nerven irgendwann. Wir waren im Museum und die haben sich so schreklich benommen dass ich beschlossen habe, Jessi und Logan an keinen öffentlichen Ort mehr mit zu nehmen, da sie einfach nicht hören. Bilder anfassen, rum schreien und rülpsen und alles. Da kann man sagen und machen was man will - das interessiert die einen feuchten Furz. 


Das ist was 6-Wochen Ferien mit Kindern macht. Denen wird langweilig im Kopf und dann bringt da einfach nichts mehr irgendwas. Falls jemand irgendwelche Erziehungstipps hat - gerne her damit. Was wir versucht haben:
- Spielsachen weg
- mehrmals erklären warum XY Verhalten nicht in Ordnung ist
- Kinder voneinander separieren
- früher nach Hause gehen 

gewirkt hat:

- nichts

Sind kurz am rum heulen und "ooh ja wir ändern uns" dann drehst du denen den Rücken zu - egal ob Mutter oder ich - und die machen genau das gleiche und schauen dich mit diesem Blick an :D Dieser Blick der dir genau sagt was sie davon denken, dieser "Leck mich am Arsch Blick" haha und ich denke immer, japp... genau so war ich auch :D

HAHA Mama sein ist einfach hart :D Ich bin ja immer ganz glüklich zu wissen, dass des nicht meine Kinder sind und dass ich in ein paar Wochen mich nicht mehr mit "HiHI ich habe gefurzt" rum schlagen muss. Ich glaube ich würde meine Kinder von Anfang an einfach ganz anders erziehen. Ob das dann anders wird? Ich denke Kinder sind Kinder und irgendwann ist jede Mutter verzweifelt weil die kleinen so langsam zu Biester werden und nicht mehr wirklich daran interessiert sind was du ihnen vor predigst :D  

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