Last days with Franzi

21Mai2017

Zeit mal wieder etwas abzudaten.

15.04.2017, nachdem wir ungefähr um 6 Uhr schon wach waren, weil wir einfach nicht mehr schlafen konnten. Die Nacht war alles andere als erholsam. Wir dachten ja immer, dass uns jemand gleich eine Strafe an den Hals hängen will. Wir schauten uns dann aber den wunderschönen Sonnenaufgang an. Der hat sich ja echt mega gelohnt! Danach genossen wir unser Frühstück mit Meeresblick. Deluxe Pur. Dort erfuhren wir dann von zwei anderen Backpackern, dass das Essen von gestern nicht vergiftet wurde. Haha – wir stellten alle fest, dass wir deutschen einfach super misstrauisch sind. Wir hörten von einer guten Deutschen Bäckerei und wollten diese aufsuchen. Jedoch haben wir leider nicht wirklich irgendwas, was einer Bäckerei ähneln würde gefunden. Unsere eigentliche Idee war, an das East Cape zu fahren. Aber Franzi kam dann auf die Idee an die Westcoast zu fahren. Was ungefähr auf der anderen Seite von Neuseeland ist. Die Kilometer sprachen jedoch für sich und so machten wir uns auf den Weg. Auf der Strecke gab es jedoch nicht wirklich viel zu sehen – außer grüne Hügel und Schafe. Wir entdeckten einen wunderschönen Regenbogen der genau neben der Straße anfing und aufhörte – was echt witzig aussah. Wir hielten in Norsewood, wo es angeblich ein wunderbares Vikinger Schiff geben sollte. Das Ruderboot was wir dann entdeckten war eher weniger spektakulär als die Beschreibung im Reiseführer. In Woodsville wollten wir uns dann billiges und gutes Obst organisieren – denn davon hatten wir schon lange gehört. Jedoch hatte der Laden heute geschlossen. Lief bei uns richtig gut! Das spektakulärste an der Fahrt war eine Schlucht, die von einem tobenden Fluss beheimatet wurde. Leider regnete es ziemlich heftig. Als wir dann in Palmerson North ankamen, suchten wir ein bisschen nach einem Parkplatz, da irgendein Event stattfand und es nur so von Menschen wimmelte. Man konnte sogar Schlittschuhlaufen. Wir schlenderten dann durch die Stadt und durch die Mall. Denn wir lieben Malls. Dort kauften wir wieder kräftig ein und ich organisierte mir ein neues Shirt. Wir gingen anschließend noch in ein Museum, welches eine wunderbare Ausstellung von Schülern hatte. Das heißt diese haben anstatt einer Klassenarbeit ein Abschlussprojekt kreiert welches echt super war. Wir fuhren danach in Richtung Campground. Das war an dem heutigen Tag der Garten eines B&B mit super Sommerhut, Küche und grünem Trinkwasser!(Man muss nehmen was man bekommt)

16.04.2017: Wir sind relativ früh aufgestanden – warum wissen wir einfach nicht. Wir fuhren in Richtung Wanganui. Die Fahrt wurde von gefühlten 500 Pipi-Stops unterbrochen. In Wanganui endlich angekommen, stellten wir dann fest, dass wegen Ostern ja alles geschlossen hatte. Daher fuhren wir zu einem Stadtsee. Dort gab es auch eine nette Vogelvoliere. Am See selbst entdeckten wir dann einen wunderschönen Wintergarten mit tollen Pflanzen und Peter Pan Figuren. Wir fuhren dann zu dem Whanganui River Lookout aber wegen dem Regen war das alles eher weniger spektakulär. Wir fuhren zum Mc Donalds und checkten das Wetter für die kommenden Tage und suchten uns eine passende Wanderung für den Mount Taranaki an. Danach fuhren wir nach Waverly. De Landschaft wurde offener ab und an zeigte sich das Meer. In Waverly waren wir an einem Strand bzw oberhalb des Campings. Dort gab es wunderschöne Klippen und einen tollen, dunklen/schwarzen Strand. Wir konnten die Küste hoch und runter blicken – der Himmel strahlte in den verschiedensten Farben. Wir genossen den Tag und fuhren schließlich zu einem schwarzen Sandstrand. Dort kochten wir. Da die Sonne hier früh unter geht, gehen wir auch früh ins Bett. Das ist die Camper Logik!

Am 17.04.2017 sind wir bei Sonnenschein aufgewacht. Der schwarze Sandstrand glitzerte wunderschön, deshalb bin ich kurz spazieren gegangen. Nach dem Frühstück fuhren wir dann nach Hawera zum Duschen. Auf dem Weg dorthin haben wir den Mt. Taranaki mit schneebedecktem Gipfel entdeckt – einfach nur wunderschön! Total faszinierend, so einen Vulkan (welcher nur schlummer) von nahem zu sehen. Er war total wie aus dem Bilderbuch – von flach bis langsam ansteigend. Von rechts und links rollten aber schon einige Wolken an. Daher haben wir so viel wie möglich von dem Berg aufgesaugt. Weiter ging es für uns auf den Surf Highway. Dieser hatte unglaublich viele gute Surfspots. So fuhren wir durch Dairyfarm Land. Rechts von uns der Mount Taranaki, Links von uns das Meer. Dazu noch die Weite und die dunklen Wolken. Wir hielten an einigen Stränden an und genossen die Seeluft. Da Franzi so ein Leuchtturm Fan ist, hielten wir am Cape Egmont an. Ein wunderschöner, weiß-roter Leuchtturm mit dem Vulkan im Hintergrund. Also wenn man nicht gerade Wolken überall sieht – so wie wir eben. Danach ging es zum Lighthouse Museum, dort konnten wir einen Leuchtturm hinauf klettern. Wir hielten dann noch an einem schönen Sandstrand und schlenderten durch die Gegend. Weiter ging es nach New Plymouth, wo leider 90% der Läden geschlossen hatten wegen Ostermontag. Daher schlenderten wir nur so durch die Gegend und haben dann 3 super Leckere Sushi für 10$ gefunden und am Meer gegessen. Denn Fisch isst man am besten direkt am Meer J Wir fuhren dann zu unserem Couchsurfer. Mikel, Fiona und zwei Kinder sowie zwei Hunde und vier Katzen erwarteten uns bereits. Der eine Hund war so groß wie ein Kalb war aber ein Schäferhund. Das Haus wurde gerade renoviert und lag in Mitten der Wop Wops. Die Familie ist super nett und lieb gewesen. Wir unterhielten uns ziemlich lange und streichelten und spielten mit den Tieren. Wir freuten uns dann endlich mal wieder auf ein gut isoliertes *hust* Kiwi-Schlafzimmer.

Am 18.04.2017 machten wir endlich mal etwas anderes als nur Autofahren. Wir nahmen uns vor, den Manganui Track und die Tarns zu bewandern. So fuhren wir in Richtung Mount Taranaki. Die Fahrt alleine dauerte schon einmal 1h. Mit Sonnenschein starteten wir und liefen den Berg hinauf. Die Wanderung war super schön, da es nicht mega steil aber eben kontinuierlich nach oben gin. Der Weg war auch 90% auf Holzpfaden. Das war mehr als welcome weil es die Tage bevor ja super viel geregnet hatte. Wir waren trotzdem aus der Puste aber dennoch war der Weg echt top! Und wir waren ziemlich zügig unterwegs! In 1 1/2h waren wir dann an der Hütte und weitere 30min trennten uns von den Tarns. Leider war die Spitze des Taranakis in Wolken bedeckt. Trotzdem spiegelte sich ein Teil in den Tarns. Die Landschaft war einfach wunderschön. Vulkan, kleine Seen, Sträucher, Büsche. Einfach top. Wir warteten an den Tarns eine ganze Stunde um zu sehen, ob das Wetter besser wurde. Aber nein, es zog sich nur noch mehr zu. Zurück ging es dann wieder ziemlich schnell. Auf dem Weg zurück zu unserer Couchsurfer Familie schauten wir noch ein merkwürdiges Glockenspiel à la Romeo&Julia an. Bei der Familie schauten wir dann alle zusammen TV an. Müde von der schönen Wanderung ging es für uns nach einem Fernseherabend ins Bett.

Ausgeschlafen wurde am 19.04.2017. Als wir aufstanden begrüßte uns erst einmal die Oma. Nach dem Frühstück ging es für uns bei strahlendem Sonnenschein nach New Plymouth. Wir parkten das Auto außerhalb und liefen zum Puke Ariki Museum. Dieses Museum war ganz nett aber nichts im Vergleich zu dem in Wellington. Es ging einerseits um das Leben in Taranaki, mit samt der Ölindustrie. Des Weiteren wurden NZ Insekten und Meerestiere ausgestellt. Da Franzi`s Freundin hier einige Zeit lebte, empfohl sie uns ein super tolles Café. Und hier gab es auch in der Tat leckeren Kaffee. Das ist ja hier in Neuseeland immer so eine Sache. Aber da musste man erstmal auswählen was für eine Bohnenart man haben will, wie es geröstet werden sollte etc. Als wir uns dann endlich für einen Kaffee entschieden hatten entdeckten wir das Highlight des Tages. Sparkling Water for free! Oh yummi! Das war mal wieder lecker. Auf dem Weg aus der Stadt schauten wir an einem riesigen Felsen vorbei. Dieser Ort war ganz hübsch, da er außerhalb von New Plymouth lag, direkt am Strand und bisschen grün drum herum. Bevor wir zurück zur Familie fuhren, holten wir noch einen Wein, da wir ja bis jetzt immer top von der Familie versorgt wurden. Dort angekommen lernten wir auch nach kurzer Zeit zwei Amerikaner kennen. Mutter und Tochter. Die Mum besuchte ihre Tochter, welche schon seit einiger Zeit in Neuseeland am reisen/arbeiten war. Wir unterhielten uns alle ganz nett und wir Mädels kochten dann zusammen Vegan. Gemüsepfanne mit Quinoa und Hummus zur Vorspeise. Am Abend beworb ich mich dann um einen Job in Taupo.

Der 20.04.2017 hieß für uns Abschied von der Familie nehmen. Das fiel ziemlich herzlich aus. Wir blieben noch etwas länger, da wir unsere Geräte alle Laden wollten. Deshalb verabschiedeten wir uns auch von der Oma. Wir duschten, kochten unser essen vor und packten. Sodass wir gegen 12 Uhr endlich los düsten. Um dann aber um 12:10 Uhr umzudrehen und Franzis Duschsachen wieder zu holen. Die hatte sie nämlich vergessen. Aber danach ging es dann endlich auf den Forgotten Highway. Dieser Highway ist ziemlich lang und führt durch die Mitte der Insel bis kurz vor Taupo. Die Fahrt war sehr anstrengend da es mega kurvig war. Aber die Landschaft war wunderschön. So fuhren wir durch Hügel, Schafsweiden, Regenwälder und über Pässe, durch Tunnel, Schotterstraßen und normale Straßen. Wir sind dann auch in die unabhängige Republik Whangamomona gefahren und haben unsere Reisepässe stempeln lassen. Wie man das eben in einem neuen Land so macht. Danach fuhren wir gefühlte Stunden weiter! Ziel war Taupo aber gefühlt fuhren wir ja schon einige Stunden durch die Gegend und ich hatte einfach die Nase voll. Plötzlich gab es einen wunderschönen Sonnenuntergang. Wir fanden einen Lookout und konnten von dort den Mount Taranaki, Mount Doom/Ngaurauhoe und Mount Tongariro sowie den Lake Taupo sehen. Wirklich einzigartig. In Taupo hab ich mir erst einmal ein Eis vom McDonald. Danach ging es zum Freedom Campground. Die Nacht war Arschkalt!! Taupo ist aber auch ein kaltes Pflaster.

 

Am nächsten Tag sind wir dann bei Nebel aufgestanden. Der Fluss neben uns sah wunderschön aus, denn von dort kam der ganze Nebel. Frühstück gab es dann an einem Lookout, von dort konnten wir den See und Mount Taranaki. Danach ging es für uns an die Huka Falls. Das ist ein mega starker und wilder Fluss. 200 000L fließen hier pro Sekunde durch. Dort war es richtig schön und voll mit Asiaten. Danach schauten wir uns einen Park an. Die bunten Herbstbäume sahen richtig gut aus. Wir fanden dann auch einen Hot Pool. An einer Stelle sprudelte heißes Quellwasser aus der Erde. Leider kränkelten wir beide etwas, daher entschieden wir uns dagegen. Wir schlenderten noch an der Uferpromenade entlang. Dort konnte man auch Golfbälle schlagen. Wir schlenderten dann noch durch die Innenstadt und genossen einfach den Tag. Da das unser letzter gemeinsamer Tag war, packte Franzi ihren Backpack und wir gönnten uns was richtig Geiles zum Essen. Im Lakehouse gab es für mich Chicken & Prawn Pizza und für Franzi ein super geiles Steak, welches auf einem Hotstone garte. Danach ging es wieder zurück auf den Freedom Campground – zu unserer letzten gemeinsamen Nacht.

The Last Day ist angebrochen. Wir standen auf, klappten um und fuhren wieder zu unserem Frühstücksspot. Dort gab es dann Eier und Müsli – ja kombinieren können wir. Danach ging es für uns in die Bib und ins Isite. Plötzlich ging alles ganz zügig. Franzis Bus fuhr um 10:20Uhr ein und schwup die wup war sie auch weg. Einige Tränen flossen natürlich bei uns. Ich meine wir haben so einiges zusammen erlebt und durchgemacht. Einiges voneinander gelernt und wir werden uns nie vergessen. Danach saß ich alleine in der Bib und überlegte was ich denn jetzt mit mir alleine anstellen soll. Ich habe die Zeit genutzt und alles geladen. Der Plan war, am Abend in Richtung Tongariro zu fahren, da ich morgen das Crossing machen wollte. Aber Pläne ändern sich eben. Ich werde hier in Taupo noch eine Nacht bleiben und habe einen Shuttle für einen unschlagbaren Preis gebucht. Zufällig lernte ich noch Judith kennen, die auch morgen das Crossing machen möchte. Mir war nach ca. 20Minuten schon so ziemlich langweilig ohne meine Franzi. Was mache ich nur ohne sie? Da ich total müde war und es auch viel zu kalt war um lange draußen zu bleiben, entschied ich mich gegen das Kochen und hab ganz gesund Kiwi und Cookies gegessen. Da ich am nächsten Tag jedoch aber auch schon ziemlich früh los muss, ging es für mich dann auch echt früh ins Bett.

Am 23.04.2017 war es also so weit. Mein allererster Tag alleine. Die Nacht war äußerst komisch. Es war einsam, kalt und kurz. Mein Wecker klingelte mitten in der Nacht. Ich zog mich schnell an und fuhr los – auf der Suche nach einem Klo. Natürlich hatte nichts offen und auch der Mc war geschlossen. Super! Ich hatte also noch 8 Minuten für Frühstück, Zähneputzen, Schuhe anziehen und irgendwie ein Klo finden. Hat alles super Just-in-Time funktioniert. Dann wurde ich von einem Bus abgeholt und in Richtung Tongariro Crossing gefahren. Dort habe ich auch Judith getroffen, die ich über Facebook gefunden habe. Dank ihr musste ich das Crossing nicht alleine laufen. Es ging also los. 19,2km. Man merkte schon bereits bei Beginn, dass es hier richtig kalt werden kann im Winter. Es war frostig kalt und so war ich über Handschuhe, Schal sowie meine gefütterte Wanderhose echt froh. Zu Beginn lag auch noch Schnee auf dem Wanderweg. Die Strecke führte erst relativ gerade und nur ab und an nach oben. Also ein wunderschöner Start. Gut zum warm werden. Wir sahen zuerst den Mount Doom. Ich kam mir die ganze Zeit vor wie bei Herr der Ringe. Die Landschaft war einfach unbeschreiblich. Ab und an Wasserfälle, ansonsten große und kleine Lavasteine. Diese waren in den verschiedensten Farben vorhanden. Und dann ging es steil nach oben, hinauf zum Krater. Das war anstrengend! Pure Sonne, Treppen, steil. Oben angekommen war die Sicht dann aber bombastisch Wir sahen bis zum Mount Taranaki! Der komplette Mount Doom war uns dann aber doch eine Nummer zu heftig. Also gingen wir weiter zum Red Crater. Von dort konnten wir sehen, dass Doom ganz rot auf einer Seite war. Beängstigend fand ich die Tatsache, dass ich über einem aktiven Vulkan laufe. Ich mein überall dampfte die Erde und an manchen Flecken konnte man sich auch in das warme Lavagestein setzen. Weiter ging es die andere Seite des Kraters nach oben. Die Aussicht wurde immer besser! Das Wetter einfach nur top. Von dort konnten wir einen sehr interessante geformten Krater sehen und die Farben! Von grau bis grün zu rot. Danach ging es einen steilen Geröllhang hinunter. Da ich ja fleißig „Ausgesetzt in der Wildnis mit Bear Grylls“ geschaut habe, wusste ich, dass man einen Geröllhang hinunter rennt. Und so sind Judith und ich an den anderen Tagestouris vorbei gehechtet. Ohne große Probleme. Wobei alle anderen immer wieder hinfielen. Wir kamen danach an den Blue Lakes vorbei. Diese drei Seen wetteifern sich in ihren Blautönen! Einen weiteren Krater hinauf und wir standen vor einem großen See – unsere Lunchpause. Nach dem Mittag ging es dann weiter. Die Landschaft änderte sich, es wurde offener, wir konnten den Lake Taupo sehen. Langsam aber stetig ging es zu dem Parkplatz wo wir abgeholt wurden. Das letzte Stück ging durch einen schönen Wald. Dort gab es einen grauen Fluss und wir liefen durch Laha Gebiet. Unten angekommen mussten wir nicht lange auf den Shuttle warten. Am Auto angekommen fuhr ich dann nur noch auf den Campground. Mir war so langweilig, dass ich Speedy (meine Spinne die in meinem Außenspiegel wohnt), beim Spinnennetz weben beobachtete. Ich beschloss einfach schnell ins Bett zu gehen um morgen fit zu sein. Denn am folgenden Tag hieß es für mich zum ersten Mal WWOFEN gehen. Das bedeutet, dass man für Essen und Unterkunft irgendwo auf einer Farm arbeitet. Und die Farm wurde mir von Cori und Katja empfohlen! Daher freute ich mich ja schon riesig.

Northisland: Wellington & die Eastcoast

10Mai2017

 Und auch das wird wieder ein langer Blog mal schauen wie weit ich komm. Zumindest mal ein bisschen nachholen. Schande über mein Haupt. Aber ja, so ist das eben beim reisen – entweder man ist zu müde oder man hat begrenzte Zeit.

Am 08.04.2017 hieß es also – letzter Tag Südinsel“ Da unsere Fähre jedoch erst um 02.15 Uhr ging, schauten wir uns noch das Städchten Picton an. Dort tranken wir Tee und gingen in ein Walmuseum. Was nicht wirklich spannend war – aber umsonst. Als wir dann auf die Fähre fuhren war ich 1. Ganz aufgeregt weil ich noch nie auf eine Fähre gefahren bin. „Franzi hab ich die Handbremse auch wirklich angezogen??“ und 2. Das Ding erinnerte mich eher an ein Kreuzfahrtschiff als an eine Fähre! Die Fahrt ging über 3h. Dabei fuhren wir durch die Fjorde von Marlborough. Welche wirklich unglaublich schön waren. Auf offener See begann dann auch der Seegang. Uns beiden war dezent übel, aber die Delfine die uns begleiteten waren es Wert ganz vorne zu stehen. Nach dem wir immer mal wieder an die frische Luft mussten, da es drinnen sofort zu Schwanken anfing, haben wir bei der Dämmerung Wellington erreicht. Ich war erst einmal richtig platt, wie groß hier doch eine Stadt sein kann – und wieviel Verkehr! Wir holten uns 5$ Dominos Pizza, stellten uns auf einen Parkplatz und begannen uns „herauszuputzen“. Sofern das irgendwie als Backpacker möglich ist. Denn – das war schon lange unser Plan – wir wollten mal wieder das Tanzbein schwingen. Gesagt getan, so gingen wir durch die verschiedensten Clubs, wechselten wenn die Musik doof wurde. Aber da ich mir am Morgen beim Aufstehen dermaßen den Nacken verrenkt habe…. Oder einen gefühlten Bandscheibenvorfall erlitt….tanzte es sich bei mir etwas schwierig. Nach gefühlten 15 Stunden (wir waren nicht lange weg, sind nur nichts mehr gewohnt, da wir sonst immer um 8 ins Bett gingen und um 9 aufstehen) wollten wir einfach nur noch schlafen. Doch mitten ind er Nacht wurden wir dan geweckt, das Auto muss weg weil irgendwelche Trucks kommen. Ich dachte mir nur was die eigentlich alle von mir wollen und hab mein Auto 3 Parkplätze weiter hinten hin geparkt. Ich mein ich war total müde und wir waren feiern, da blickt man es noch nicht so ganz.

Ja also am nächsten Morgen wachten wir dann in Mitten eines Wochenmarkts auf. Die Trucks neben uns verkauften allerlei Gemüse. Wir schlenderten daher gemütlich über den Markt und besorgten unsere Obsteinkäufe. Danach schlenderten wir noch über den Hafen und durch Wellys Straßen. Die Cuba Street ist wunderschön und hat viele tolle Shops und super leckeres Essen. Wir gingen noch in den Botanischen Garten und zur bekannten Cable Bahn Car. Wir hatten eine top Aussicht über Wellington. Danach fanden wir super leckeres Sushi und gönnten uns das erst einmal. Nachdem wir satt waren, fuhren wir auf den Mount Victoria für den Sonnenuntergang.. Hier hat man einen 360 Grad Blick.

Auch der 10.02.2017 startete super sonnig. Nachdem wir wieder an der Marina frühstückten, ging es nach Miramar zur Weta Cave. Weta ist die Filmporduktionsfirma von Peter Jackson. Neben Herr der Ringe und Hobbit wurden hier noch viele andere tolle Filme gedreht. Als wir dann endlich einen Parkplatz gefunden hatten – und an die Caves humpelten (ja Franzi hat sich im Abel Tasman den Fuß verletzt und ich konnte mich aufgrund meines komplett steifen Nackens ja auch nicht mehr sonderlich gut bewegen), begrüßte uns auch schon der erste Orc. In der Weta Cave gab es dann eingie Kostüme, Bücher, Schmuck etc. Ich beschloss, dass ich gerne mehr hinter die Kulissen blicken würde und buchte eine Tour. Während der Tour durften wir leider keine Fotos machen. Wir lernten, wie Kostüme und Waffen für Filme hergestellt werden und haben auch einige Originale begutachten dürfen. Das war alles ziemlich beeindruckend! Franzi wartete derweil draußen in der Sonne auf uns. Als wir dann wieder zurück in die Stadt fuhren, suchten wir einen Parkplatz in der Nähe des Parlaments. Denn wir wollten einer Führung beiwohnen. Wir lernten dabei eingies über die Neuseeländische Regierung und merkten beide das wir kein Plan von Politik haben. Aber wir sahen sogar Bill English! (Das ist der „Angela Merkel“ von NZ). Da unser Parkticket nur bis 04:22 ging, spurteten wir schnell zurück zum Auto. Als mir Franzis – ich vermisse es so sehr – „ACH DU SCHEIßE!!“ Panischer schrei gefühlte 800 Mal ins Ohr geschriene wurde. Denn – das Auto war weg. So wie alle anderen Autos in dieser Straße. Wir total verdutzt, standen da wie bestellt und nicht abgeholt. Da kam dann ein netter Mann grinsend auf uns zu und meinte nur wir haben aber auch Pech, wurden wir doch vor 4 (!!!) Minuten abgeschleppt. Franzi „ICH RASTE AUS!! SO EIN SCHEIß! ICH GLAUB ES NICHT! VERFICKTE SCHEIßE….“ Auf jeden Fall musste ich erst einmal Lachen. Weiß jetzt auch nicht ob das eher so eine Lache vor dem Weinen war oder was da in mich gefahren ist. Auf jeden Fall das Ende vom Lied, wir standen in einer Clearance Zone, die ab vier Uhr praktisch wegen Verkehr geräumt wird. Na, sollte man halt mal verstehen. Immerhin ist Wellington mit abschleppen günstig. 114$ - Queenstown kostet 500$. Haben wir ja glatt ein Schnäppchen gemacht. Als wir Dora dann wieder zurück hatten, gingen wir zurück auf unseren Parkplatz, der uns 12$ für 12h kostete.

Am 11.04.2017 war dann auch mal wieder Zeit fürs Museum. Das Te Papa Museum in Wellington hat ganze 6 Etagen und ist interaktiv. Wir nahmen uns dafür den ganzen Tag vor. Angefangen hat alles auf einer Etage, wo es um die Kräfte der Natur ging. Dort gab es verschiedene Steine die man anheben konnte. Diese waren aus dem inneren der Erde und je tiefer man gekommen ist, desto schwerer wurden die Steine. Des Weiteren gab es hier einige Interessante Dinge über Vulkane und Erdbeben zu erfahren. Es gab sogar ein simulationsraum, welcher ein Erdbeben vortäuscht. Danach begutachteten wir Neuseelands Tier- und Faunawelt. Alle möglichen Tiere standen dort ausgestopft, so auch ein riesiger Tintenfisch/Krake oder was auch immer das war. Ganz schön spucky wenn man weiß was da in den Tiefen des Ozeans schwimmt. Ganz schön bewegend wurde es dann im Bereich Gallapolli – 1 Weltkrieg. Diese Ausstellung war einfach nur der Wahnsinn. Und so bewegend! Übergroße Figuren, Geschosse im Hintergrund, Vibrierende Erde beim Granateneinschlag. Dann noch das Licht, die Gerüche – das war alles so super gemacht! Wir erkundeten ebenfalls eine Maori Abteilung mit wunderschönen Kunst- und Handwerken sowie den verschiedenen Typen von Häusern. Außerdem hat es dann noch einen Buschwalk gegeben. Dort konnte man Faune und vor allem künstliche Glühwürmchen begutachten. Wir haben dann erst einmal Beschwerde für unsere Abschleppaktion eingereicht – man kann ja mal auf dummer Touri machen... Wir fuhren auf einen Campingplatz der in der Mitte von Nirgendwo lag und das schrecklichste Plumsklo ever hatte. Ich mein wir haben schon in den Kommentaren gelesen, dass es dort viele Schnacken im Klo gab aber das… das hat alles übertroffen. Jesus Maria im Himmel – da haben mich keine 10 Pferde rein gebracht. Das war eine Brutstätte des Teufels. Ja jeder der meine Beine hier sieht weiß, dass ich dezent anziehend für Schnacken und Sandflys und sonstiges Stechzeug reagier. Und wegen Schnackenstichen am Po hab ich mir ja auch mein Genick ausgerenkt – daher nein.

Am nächsten Morgen fuhren wir dann gleich in Richtung Cape Palliser. Die Straße dorthin war am Anfang unspektakulär. Bzw. eher so wie man sich Neuseeland vorstellt. (Ja das ist unspektakulär nach der Südinsel.) Grüne Hügel, voll mit Schafen. Als die Straße aber wieder aufs Meer stieß, sah es wieder spektakulär aus. Der Niesel und das dunstige Wetter passten super zu den Felsen und den Klippen. Das Cape Palliser ist der südlichste Punkt von der Nordinsel. Dort gelangten wir über eine kleine, enge Stra0e, welche am Strand entlang ging und von Felsen und Steinen sowie Fords und Schlaglöchern begleitet wird. Die Fahrt war super schön. Da es ja schon seit einigen Tagen hier geregnet hat und wegen dem Zyklon auch nicht aufhören wird, war alles eher ein großer Teich als Straße oder Wiese oder sonst was. Wir kletterten einen Leuchtturm hinauf, der 251 steile Stufen hatte! Ja wir haben gezählt. Von dort hatten wir eine grandiose Aussicht über die komplette Bucht. Beim zurück hielten wir dann an einem schwarzen Sandstrand, sowie an einer Robbenkolonie. Die Landschaft war so unglaublich schön. Im Vordergrund das Meer mit dem schwarzen Sandstrand, im Hintergrund Felsen und Hügel. Wir gönnten uns auf dem Weg dann eine warme Dusche. Danach düsten wir mit Dora weiter zu unserem nächsten Stop: Castle Point. Castle Point war noch schöner! Castle Point ist ein Leuchtturm, der auf einem Felsvorsprung zwischen zwei Buchten hervorragt. Dort sind wir durch das Watt durch gewatet, um zu dem Leuchtturm zu kommen. Von dort hüllte sich die Bucht in leichten Nebel, der Himmel wurde immer schwärzer und das Wasser war super schön blau. Die Aussicht von dort war auch einfach nur spektakulär. Nicht weil man weit gesehen hat oder es irgendwas Besonderes gab. Nein, der Nebel, der Niesel, das anrollende Unwetter und all das erzeugten eine passende Stimmung die diesen Ort so einzigartig machten. Da der Regen immer stärker wurde, beschlossen wir, die Nacht doch irgendwo im Landes inneren zu verbringen. Wir fuhren also nach Alfredton. Alfredton war gefühlt e8h entfernt, ich hatte null Bock mehr zu fahren. Doch im Regen Gravelroads durch Regenwald (ja wir haben uns auf dem offiziellen Highway befunden) zu fahren macht schon ziemlich viel Spaß. Nicht. Aber wir fanden uns dann auf einer Schafsweide mit Klo und schliefen dort die Nacht. Ohne Regen.

Am 13.04.2017 kündigte der Wetterbericht an, dass der Zyklon Cook über Neuseeland rollen sollte. Da wir schon gesehen haben, dass die Region mit dem letzten Regen schon stark zu kämpfen hatte, und ich die Schwimmflügel für Dora nicht rauskramen wollte, beschlossen wir, nach Hastings zu fahren. Der Weg dorthin war.. naja,lang, nass und hügelig – voll mit Schafen. Wir fuhren fast 100km um an einem Schild zu stoppen. Dieses Schild zeigt den längsten Ortsnamen der Welt. Ich hab es versucht. Ich habe s wirklich versucht, diesen Namen auszusprechen. Aber forget it. Irgendwas Maorisches. Ein Mann der seiner Liebsten eine Flöte vom Berg spielt, den er mal herunter gerutscht ist. Ja… Maori Legenden sin immer super tiefgründig. Fehlt nur noch der Wal, auf dem man davon schwimmen kann. Danach ging es dann nach Hastings. Dort sah es aus, wie wenn morgen der Weltkrieg ausbrechen würde. Es war gefühlt ganz Neuseeland beim Einkaufen und auf den Straßen unterwegs. Wir kauften ein und gingen anschließend in die Bib um uns einen Couchsurfer zu suchen. Wir landeten dann bei dem Rentner Mike, der uns erst ablehnte weil er schon zwei deutsche Mädels dort hatte. Hatte aber dann Mitleid und meinte wir können unter seinem Carport stehen und alle Einrichtungen im Haus nutzen. Gesagt getan – wir trafen also auf Mike, seinem Hund und den zwei deutschen. Es wurde sogar für uns gekocht. Super lecker! Wir unterhielten uns alle super lange und der Wind und Regen wurde immer stärker. Plötzlich hatten wir keinen Strom mehr und der Sturm wurde immer schlimmer. Daher beschlossen wir, ins Bett zu gehen.

Am 14.04.2017 frühstückten wir dann alle zusammen. Danach machten sich Franzi und ich auf den Weg zum Te mata Peak. Dort waren wir schon am Tag davor, konnten aber keine 5m sehen. Auf dem Weg dorthin sahen wir viele umgestürzte Bäume und heruntergerissene Strommästen. Auf dem Peak hatten wir ein super 360 Blick. Wir sahen das Meer sowie das Hinterland. Wirklich super schön. Wir verabschiedeten uns dann von Mike und fuhren weiter an das Cape Kidnappers. Aufgrund des Zyklons konnten wir dort aber nicht hin, da ein Abschnitt über den Strand ging und der war aufgrund des Wasserpegels aktuell nicht mehr vorhanden. Das Wasser war unglaublich braun und dreckig. Wir fuhren also weiter nach Napier und gingen auf den Bluff Hill Lookout. Auch von dort konnte man über die ganze Hawke`s Bay blicken. Und man sah, dass das Wasser verschieden dreckig aufgewirbelt wurde. Ganz seltsam, hier kein blaues Meer zu sehen. Wir schlenderten durch die Innenstadt, jedoch war alles wegen Karfreitag geschlossen. Mittagessen gab es dann am Meer. Wir fuhren dann zum Freedom Campground, doch der war schon voll. Naja stellen wir uns einfach daneben. Der Mond war wunderschön und wir versuchten diesen zu fotografieren. Der Parkplatz/Campground wurde immer voller und voller. Plötzlich raste ein Wohnmobil rückwärts auf uns zu – ich sprang gerade noch so aus dem Weg und schlug gegen das Wohnmobil. 2cm vor meiner armen Dora blieb das Teil stehen. Das Auto vor mir war aber um einige Zentimeter kürzer – da es Franzosen waren interessierte es die aber reichlich wenig. Kurze Zeit später kam auch schon ein Ordnungsmann. Der sagte, dass wir, welche nicht in einem Parkplatz stehen, doch bitte einfach in die Stadt fahren sollen und am Straßenrand parken sollen. Okay, gesagt getan fuhren wir also wieder weg. Was ziemlich spucky war, denn eigentlich bekommt man dafür eine deftige Strafe. Gerade als wir in den Schlaf fielen klopfte jemand gegen unsere Scheiben. Also wirklich… da wollte uns eine Lady essen andrehen. Wir haben aber nicht realisiert, dass die Frau uns nicht vergiften wollte sondern uns wirklich gutes Essen (welches von einer Feier übrig blieb) abgeben wollte. Wir schliefen danach ziemlich unruhig weiter – immer mit der Sorge ein Ranger könnte uns 200$ Strafe geben.

 

 

Yes - I`m still alive: ein "kurzer" Monatsrückblick

14April2017

So das wird jetzt auch mal wieder ein super langer Blog. Daran werde ich sehr wahrscheinlich einige Tage schreiben. Aber was soll es. Ihr wollt ja alle upgedated werden. Also fangen wir einmal an.

Am 22.03.2017 sind wir mit einem fantastischen Blick auf den Franz Josef Glacier aufgewacht. Wir frühstückten daher ziemlich gemütlich, haben uns Rührei in der Mikrowelle gegönnt (man muss ja schließlich das gezahlte auch nutzen). Danach ging es dann zum Franz Josef – den man leider nicht mehr gesehen hat. Der Weg zum Franz Josef ging wieder einmal durch Gletscher. Es war überall ziemlich wolkig aber der Gletscher wurde angeleuchtet. Was ziemlich wunderschön aussah. Der Weg den wir gelaufen sind, ging erst durch den Regenwald und dann durch das von Gletscher ausgegrabene Tal. Der Weg war ziemlich interessant und wir haben auch einen Irischen Motorradfahrer kennen gelernt, welcher von seiner Tour schwärmte. Der Gletscher war im Gegensatz zum Fox überhaupt nicht dreckig sondern strahlte im weiß. Als wir mit unserer Wanderung fertig waren traf uns an der Tankstelle dann der größte Schlag unseres Lebens. 2,31$ pro Liter. Leck mich fett am Fiedle!!! Da war ziemlich teuer aber wir waren eben auch leer. Danach haben wir uns auf den Weg nach Hokitika gemacht, wo wir unseren Irischen Biker wieder gesehen haben. Der Weg nach Hokitika war lange aber schön. Wir fuhren an Seen, am Meer und am Regenwald vorbei. Von Palmen über Farn bis hin zu den verschiedensten Bäumen – einfach wieder super abwechslungsreich. In Hokitika sind wir durch die Gegend geschlendert, auf der Suche nach „billigem“ Jade Schmuck. Das ist hier nämlich das eigentliche Mitbringsel. Aber das ist trotzdem nichts für Backpacker Budget. Am Strand haben wir dann noch etwas die Sonne genossen. Unsere Nacht verbrachten wir auf dem Parkplatz eines Pubs – daher ging es am Abend zuvor erstmal einen Pincher trinken! Gutes Cider ist eben Balsam für die Seele.

Am nächsten Tag lernte ich mal wieder, dass man an der Westcoast weder mit Flip Flops noch mit kurzer Hose/Shirt rum laufen sollte. Aber erst einmal von vorne. Zum Frühstück begrüßte uns eine Kuh, ein Hase und eine Katze. Wir haben das Wetter nochmal bei einer leckeren Orange am Strand in Hokitika genossen. Weiter ging es zu den Hokitika Gorge. Das ist eine Fluss mitten im Nirgendwo. Dieser Fluss leuchtet auch wunderbar blau. Daneben gibt es hier noch zwölf Millionen Sandflys die alle mich zum Frühstück gerne hatten. Deshalb knipsten wir unsere Fotos und sprangen schnell zurück zum Auto. Danach ging es weiter über den Arthurs Pass. Der Pass war sehr hübsch, die Berge einfach mal wieder sehr schön und so nah. Dora hat es jedoch gerade so über den Pass geschafft. Wir haben uns auf dem Weg noch den Devils Punchbowl, einen riesengroßen Wasserfall angesehen. Den fanden wir beide sogar sehr schön – ja Franzi mag nämlich keine Wasserfälle. Aber der Weg dorthin war sehr Treppen lastig. Dafür haben sich die 41m Wasserfall dann doch wirklich gelohnt. Geschlafen haben wir an einem See. Dort stand auch dieses massive Wohnmobil/LKW was auch immer. Da musste ich doch die Gutmütigkeit der Kiwis mal ausnutzen und somit bekam ich eine VIP Führung + Lebensgeschichte der zwei Rentner. Super! Einfach nur total klasse. Die haben sich das Teil einfach mal aus einem Schulbus umgebaut und bereisen damit nun Neuseeland.

Am 24.03.2017 sind wir gemütlich aufgestanden, haben umgeklappt und sind Richtung Kaikoura gefahren. Auf dem Weg haben wir an einer natürlichen Höhle angehalten. Eigentlich hätte es mich ja schon sehr gereizt auch rein zu gehen, aber leider hatte ich keinen Wetsuit oder auch kein Helm. Und es war kalt. Also ging es weiter. Bis zu den Castle Hills. Das sind wieder riesengroße Limestone Felsformationen die für Boulder das Paradies sein müssen. Wir nutzen diese um Sport zu machen bzw. zu modeln. Franzi hatte einen Heidenspaß und auch ich hüpfte von Stein zu Stein! Dort verbrachten wir eine ganze Zeit! Weiter ging es über Springfield (Plastikdonut) nach Sheffield wo es angeblich Neuseelands beste Pie gibt, wie in jedem Ort. Aber, in der Tat. Diese Pie war super lecker. Zumindest meine. Wir probierten eine mit Steak und eine mit Chicken, Apricot und Camembert – diese war einfach nur der Wahnsinn. Richtig lecker. In Rongiora gingen wir dann wieder einkaufen. Wir gingen gleich in Pack`n`Safe und zum Countdown, weil Einkaufen macht hier einfach super viel Spaß. Außer an der Kasse, da denken wir immer: Waaas für die 5 Sachen schon wieder 40$?! Deshalb ging es zum nächsten Freedom Campground nach Monau Beach. Was eher ein verlassenens, gruseliges Dorf mitten im Nirgendwo war. Das war richtig gruselig. Aber das Beste! Ich wollte ja eigentlich am Tag darauf nach Kaikoura Whale Whatching machen. Jetzt war das aber alles schon ausgebucht! Zum KOTZEN!! Gut also auf die Warteliste geschrieben. Das ging für das Whatching um 9. So einige Zeit später ist uns eingefallen, dass der Highway ja erst ab 7 aufmacht und wir nach Kaikoura noch 2h fahren müssen. Also wirklich, Schicksal warum!? Also angerufen, bitte auf die Warteliste um 10 setzen. Villt. klappt es ja dann, wer weiß das schon? Aber genervt bin ich dann schlafen gegangen.

Wir haben die Nacht dann doch tatsächlich ohne Mörder oder sonst etwas überlebt. Auch wenn wir beide nicht gut geschlafen habe. Früh ging es für uns dann in Richtung Kaikoura. Nach sehr viele Umleitungen und der ständigen Frage „sah das auch vor dem Beben schon so aus?“ kamen wir dann um kurz vor 10 Uhr in Kaikoura an. Auf dem Weg dorthin hielten wir am Meer um zu Frühstücken. Der SH1 war sehr interessant. Dieser Highway war der, welcher so massiv beschädigt wurde. Und auch wir haben noch deutlich zu spüren bekommen, was hier die Erde so anrichten kann. Einseitig und mit niedriger Geschwindigkeit fuhren wir die engen Kurven. Ich hätte so gerne angehalten, denn im Meer sahen wir abertausende von Delfinen, welche uns begleiteten. Sie sprangen wie verrückt aus dem Meer. Aber man kann ja nicht in der Baustelle anhalten – außerdem wollte ich ja Wale sehen! Immer nervöser wurde ich als wir uns dem Whale Whatching näherten. Dort angekommen wartete ich bis alle Touris ihre Karten gelöst haben. Danach ging dass Losverfahren los. „So we have 14 people on the list but only 7 seats left“ – SCHLIMMER ALS POKERN!!! Okay… die Namen wurden alle aufgerufen und dann kam Nummer 7, der letzte Platz. Ms. Jessica Sager WUHUU! Schicksal danke. Also ging es ab aufs Boot. Total aufgeregt und nervös. Was wird mich erwarten, werde ich Wale sehen? Wird es regnen (das Wetter war wirklich mies)? Werde ich seekrank? Wir erhielten erst einmal eine Sicherheitsunterweisung sowie super viele Informationen die mit Sarkasmus und Witz verpackt wurden. Die Crew war einfach nur der Hammer. So und dann wurde das Sonar ausgepackt. Ein Wal befindet sich in unserer Nähe! Und dann schreit es aus mir heraus „There it is!!!!“ Und wum, der Motor startet und wir nähern uns dem Wal – ab an Deck. OH MEIN GOTT!! – Ja ich bin hier zum absoluten Wal/Delfin/Hai/Meeresfan geworden – Ein riesengroßer Pottwal schwebte neben uns im Wasser. Er machte sich bereit wieder abzutauchen. Wenn man sich mal überlegt wie riesengroß diese Tiere sind. Und da lag er nun neben uns, friedlich. Nach einem letzten Atemzug tauchte er majestätisch in die Tiefen und zeigte uns seine gigantische Flosse. Ganz happy genoss ich nun die Sicht. Denn ich wusste – im Durschnitt sieht man 1-2 Wale auf einer Fahrt. Aber nicht auf dieser. Ganze 3 Pottwale haben wir gesehen, alle männlich da diese das kalte Wasser bevorzugen. Sooo glücklich. Das Schicksal wusste was es tut. Aber nein das war noch lange nicht alles – zwar habe ich nicht meine so geliebten Orcas gesehen – aber dafür den schon lange nicht mehr gesichteten Buckelwal. Leute, ich sag es euch! Dieser etwas kleinere Wal schwamm mit mehreren Schulen Delfinen durch das Wasser. Die Delfine sowie der Wal spielten in den Wellen, zeigten sich uns und tauchten um das Boot herum. Der Tag wurde von Albatrossen und Seelöwen abgerundet. Total überwältigt von Mutter Natur und dem Ozean genoss ich die Fahrt zurück. Mein Herz war so voll – ich strahlte über beide Ohren. An Land angekommen musste ich Franzi erst einmal davon berichten. Wir fuhren danach auf einen Campground mit heißen Pools – so heiß das mir alles angeschwollen ist und es mich fast umgeschlagen hat! Aber das tat sehr gut nach dem kalten Tag.

Den nächsten Tag verbrachten wir auch noch in Kaikoura, da ich eigentlich hätte Kajaken gehen dürfen. Jedoch spielte das Wetter nicht mit. Daher gingen wir erst einmal Unterhosen waschen – um diese 5 Tage im Auto trocknen zu lassen. Nie wieder. Nein, nein nein. So ein feuchtes Klima hatten wir ja noch nie im Auto – da war alles nass. Auf jeden Fall gingen wir an diesem Tag eigentlich an die Promenade und haben den Peninsula Walkway gemacht. Das Wetter war perfekt dafür. Perfekt klingt hier nach Regen, Sturm, dunkle Wolken. Aber das passt einfach super zu solch einer Landschaft. Wir verglichen wieder die Küste mit vor/nach dem Erdbeben. Überall lagen Seals rum. Der Weg ging ober sowie unterhalb der Klippen entlang – und er war wunderschön. Wir waren beide so erfüllt von allem. Kaikoura ist wirklich ein magischer Ort. Da Rachel ja hier gewohnt hat, musste ich dann noch einem Typen aus dem Irischen Pub Hallo sagen gehen. Bis wir diesen Pub aber mitten in der Pampa mal gefunden haben – Abenteuer pur. Aus dem Hallo wurde für uns ein leckeres Gläschen Sauvignon Blanc. Da das Wetter nicht besser werden würde machten wir uns auf den Weg ins Landes innere, wobei uns das Navi durch einen Fluss/Ford schicken wollte. Wir fuhren also die Inland Road bis nach Mt. Lyford wo wir in einer unglaublich geilen Lodge nächtigten. Bzw. wir standen auf dem Parkplatz aber durften alle Einrichtungen nutzen. Mit uns waren aber auch alle Bauarbeiter der umliegenden Straßen dort. Was die Atmosphäre eher zu einem Truck Shop umwandelte. Aber naja – es war lustig! Wir unterhielten uns beim Kochen mit den Maoris und den Constructors.

Am 27.03.2017 war so ein richtiger Pause Tag. Das Wetter war immer noch nicht ganz Hasenrein und ab und an braucht man einfach einen Tag um wieder runter zu kommen. Wir haben unsere Geräte noch geladen, mit anderen Backpackern geredet und uns dann auf den Weg nach Hanmer Springs gemacht. Dort haben wir uns wegen Regens nur kurz in der Stadt aufgehalten und gingen dann gleich auf einen Campingplatz. Beim Essen haben wir zwei nette deutsche Mädels kennen gelernt, mit denen wir Harry Potter – der gefangen von Askaban angeschaut haben.

Der 28.03.2017 stand ganz im Zeichen der Regeneration. Hanmer Springs ist für seine Therme bekannt. Und so gingen wir da natürlich mal hin. Die Hot Pools waren einfach nur traumhaft. Gerade am Morgen als es noch nicht so warm war. Der Himmel strahlte im tiefsten blau. Die Sonne wurde minütlich wärmer. Die Pools waren jedoch alle Outdoor. Ob das bei Regen oder Schnee auch so geil ist? Kann man sich ja nirgends ausruhen. Auf jeden Fall machten wir uns dann von Becken zu Becken. Dabei ging es von 33 – 42 Grad. Dort gab es auch so stinke-Pools. In denen haben wir es aber nicht ausgehalten, auch wenn das gesund sein sollte. Als wir fertig mit Thermen waren ging es mit dem Auto wieder in Richtung Westcoast. Auf dem Lewis Pass kochten wir uns dann unser Abendessen. Auf dem Weg entdeckten wir einige tolle Fotostops – und ganz schön viele LKWs die uns alle überholten. Da wussten wir – die Leute von der Westcoast sind anders! Gecampt haben wir auf einem DOC Platz mit vielen Schnacken und einer lustigen DOC-Frau. Diese hat uns sogar den besten Platz gezeigt.

Auch genau diese Frau hat uns am morgen um 5 geweckt und gefragt ob wir es nicht mehr zum Klo schafften weil in der Nähe Klopapier liegt. Äh?! Auf jeden Fall sind wir dann voll nach Greymouth. Dort sah das Wetter super aus! Also bis 1km vor Greymouth, dann wurde es doch tatsächlich grau. Wir fuhren aber 122km durch puren Sonnenschein, Berge und Regenwälder. Franzi buchte ihren Fiji Urlaub und wir schlenderten zum Meer. Dort habe ich wieder ein paar Delfine aus dem Wasser springen sehen. Wir schliefen wieder auf einem Campingplatz. Der Besitzer weckte uns morgens auch und fragte ob wir Party gemacht hätten. Also die Coasties sind echt seltsam!

Der 30.03.2017 ging in Richtung Norden. Wir fuhren entlang der wunderschönen Küste. Die Straße war eng und geschlungne, der Regenwald voller Palmen und es gab überall wunderschöne Klippen. Ich habe die Strecke und die 2000 Fotostops sehr genossen! Später kamen wir dann an den ersten richtigen Halt. Nach Punakaiki. Dort gibt es die Pancake Rocks. Diese Felsformationen sehen aus wie aufeinander gestapelte Pfannkuchen. Dort konnten wir einen Rundgang machen, und uns einige Blowholes anschauen, dort pfiff das Wasser ziemlich weit nach oben und machte dabei Geräusche. Sehr spektakulär. Die weitere Coastline war aber auch super schön. Immer in Dunst/Nebel verhüllt aber genau so stellt man sich eben die Westcoast vor. Wir fuhren noch einige Kilometer weiter und genossen am Strand den Sonnenuntergang und unser Abendessen. Geschlafen haben wir auf dem Campingplatz eines deutschen Auswanderpärchens. Der Tag war so super erfüllt. Einfach das Gefühl was uns diese Küste gegeben hat – unglaublich! Wir fühlten uns beide so Dankbar.

Am 31.03.2017 ging es zur Tauranga Bay. Dort sahen wir die höchsten Wellen die wir bis jetzt in Neuseeland gesehen haben. Aber auch dieser Platz ist magisch! Felsen, Steine, Klippen, Wellen – einfach nur hypnotisch. Auf der anderen Seite der Bucht gab es eine Seelöwen Kolonie. Dort liefen wir ein Stück und genossen die Aussicht. Weiter ging es zum Cape Foulwind und einem nicht nennenswerten Leuchtturm. Deshalb ging es auch gleich weiter nach Westport, wo wir mal wieder in der Bib laden mussten. Franzi musste wegen Fiji nochmals etwas nachschauen. Daher fuhren wir nicht mehr weit und schlugen unser Nachtlager auf einem Campingplatz bzw. Café auf. Nachts konnten wir dort auch Glühwürmchen sehen.

Den nächsten Tag wollten wir etwas aktiver gestalten. Wir nahmen uns vor, an den Nelson Lakes wandern zu gehen. Jedoch wurde daraus nichts. Dort angekommen machten wir erst einmal Bilder. Am Parkplatz traf uns dann der Schlag – hier war gefühlt ganz Neuseeland. Jetzt gab es dort ein Event, Speedboat irgendwas. Was wir total feierten. Deshalb haben wir total mitgefiebert, auch wenn wir immer noch nicht ganz blickten wer jetzt warum gewonnen hat. Wir gönnten uns dann auch eine „Rote Wurst“ und fuhren weiter in Richtung Nelson. Das Wetter wurde immer besser also kochten wir an der Marina. Leider brachte der Wetterdienst 4 Tage regen. Also schmiedeten wir einen Plan – der natürlich wieder nicht eingehalten wurde.

Am 02.04.2017 mussten wir früh aufstehen, da auf unserem Schlafplatz Wochenmarkt statt fand. Eigentlich wollten wir ans Cape Farewell fahren. Aber wir kamen nur bis zum Abel Tasman National Park. Erster Stop war Motueka, wo wir ein altes Schiffswrack bei Sonnenaufgang bestaunten. Das Wetter sah perfekt aus, also nutzen wir die Gunst der Stunde und fuhren zum Abel Tasman. Dort entschied ich mich, ein Wassertaxi zu buchen und Franzi irgendwo auf der Strecke zu treffen. Das Wassertaxi brachte mich an die Bark Bay und von dort ging es 30km zurück zum Auto. Oder eben 8h. laufen. Nur dumm das wir ja Zeitumstellung hatten, also kam ich bei Dunkelheit erst wieder am Auto an. Aber egal. Auf jeden Fall war das Beste an der Wanderung in der Tat das Wassertaxi. Vom Wasser aus sahen die Buchten und die Traumstrände einfach super aus. Wir sahen einige Seals. Aussteigen mussten wir wegen der Tide noch halb im Meer, was das ganze etwas wie Robinson Cruso (?) wirken ließ. Der Weg ging größtenteils dann aber im Regenwald und man erspähte nur teilweiße eine Traumbucht oder konnte dort eben hin laufen. Der Strand war Gold und das Wasser Kristall klar. Der Weg war an sich doch schon sehr schön. Regenwald, Wasserfälle, interessante Gerüche, Türkises, kristallklares Wasser – es gab einfach mal wieder alles. Als ich dann endlich mal wieder am Auto ankam hat Franzi schon fast einen Notruf abgesetzt. Wir fuhren dann zu einer Freundin von Franzi, die zufällig auch in der Gegend waren. Mit denen haben wir dann auch zu Abend gegessen.

Der 03.04.2017 ging dann ganz nach oben. Das heißt Norden. Wir hielten auf dem Weg in Takaka. Takaka ist eine Hippie Stadt. Dort roch es überall nach Räucherstäbchen. Aber es gab viele kleine nette Cafés und eben auch tolle Läden, wo man kein Plastik bekommt sondern alles selber abpacken kann. Weiter ging es zu den Pupu Springs. Diese natürliche Quelle ist so klar, dass man 30m weit nach unten sehen kann. Und dabei ist das Wasser trotzdem super schön blau. Es wirkte alles super tropisch! Leider nieselte es den ganzen Tag. Weiter ging es über die Takaka Hills wo dank Pass, Kurven und Nebel mir von meinem eigenen Fahrstil richtig schlecht und schwindelig wurde! Nächstes Ziel war Cape Farewell. Dort erwartet uns eine Kuhweide und super schöne grüne Weiden, im Hintergrund das Meer welches eins mit dem Nebel wurde sowie riesengroße Klippen. Einfach mal wieder ein Ort, welcher nicht hätte besser sein können. Weiter ging es an den Wharaiki Beach, welcher auch super speziell ist. Dort gibt es Dünen, einen riesen Sandstrand, Felsen im Meer und dort haben wir auch einen Hai gesehen. Leider war dieser Tod, was ziemlich Schade war. Dieser Ort war einfach auch wieder magisch. Zusammen mit Nebel, den Felsen und dem Meer sowie dem Nieselwetter – atemberaubend. In Takaka tranken wir dann einen Kaffee. Geschlafen haben wir wieder in Nelson.

Da wir uns am Tag davor komplett überfressen haben, suchten wir uns ein Fitnessstudio. Leider wollte uns niemand trainieren lassen. Daher machten wir selber Sport und gingen anschließend kalt duschen. Wir hatten einen ganz entspannten Tag, kauften ein und Franzi buchte nun endlich Fiji in einem Reisebüro.

Der nächste Tag schien wieder regnerisch zu werden. Außerdem mussten wir auf die Unterlagen für Franzi warten. Daher ging es für uns nach Richmond ins Shoppingcenter. Wir kauften kräftig ein und verbrachten den Tag einfach dort. Am Abend regnete es wie aus strömen, daher beschlossen wir Pizza zu essen – welche viel zu scharf war.

Auch am 06.04.2017 warteten wir noch auf Franzis Reiseunterlagen. Wir haben uns dann mit Julian Schnippering getroffen. Julian ist hier ungefähr wie Googel oder Wikipedia. Jeder in der Backpackergruppe fragt erst einmal ihn bevor er irgendwo nachschlägt. Wir wollten danach eigentlich in Richtung Picton fahren, beschlossen aber noch eine Nacht wegen zu teuren Spritpreisen in Nelson zu bleiben.

Am 07.04.2017 ging es dann früh los und wir fuhren ungefähr mega viel Auto. Es ging in die wunderschönen Malborough Sounds. Dieser Ort ist einfach nur unglaublich. Es handelt sich um Fjorde. Zuerst steuerten wir die Okiwi Bay an. Die Strecke dorthin war abenteuerlich! Wir fuhren durch Regenwald und über Gravel Roads. An der Bucht angekommen, sah alle super paradiesisch aus. Das Wasser war super schön blau und der Regenwald im Hintergrund strahlte im grün. Wir hörten das es eine Bucht weiter noch Stachelrochen zu bewundern gibt – also auf. Auch diese Bucht war traumhaft. Dort gab es einen Bootssteg und tatsächlich sahen wir unter diesem Steg zwei Rochen! Diese waren super groß und total majestätisch! Wir entschieden uns weiter in Richtung French Pass zu fahren. Dieser Ort ist eine enge Meeresstelle, wo zwei Gezeiten aufeinander Prallen und daher unglaubliche Wirbel im Meer zu sehen sind. Aber eigentlich lohnt sich der Weg dorthin viel mehr. Super schön sieht man von dort über den ganzen Sound! Und das sieht traumhaft aus. Blaues Wasser, grüne Hügel und einfach nur wunderbares Wetter! Auf dem Weg zurück buchten wir dann die Fähre auf die Nordinsel! Wir fuhren noch den Queens Charlotte Drive, welcher auch bei Sonnenuntergang und Dämmerung traumhaft war. In Picton kamen wir dann völlig müde im Dunkeln an. Wir fuhren daher nur noch auf unseren Campingplatz und kochten noch schnell was und bereiten uns auf Wellington vor! Denn dort würden wir morgen Abend feiern gehen wollen. Mit gemischten Gefühlen ging ich Schlafen. Ich meine das war meine letzte Nacht auf der Südinsel. Meine Heimat der letzten 5 Monate! Aber die Nordinsel wird bestimmt auch super interessant. Und wenn nicht, die Südinsel ist ja nicht weit weg :)

 

Soo wer das alles gelesen hat, hat entweder nichts zu tun oder es sich auf mehrer Tage vor genommen. Es tut mir Leid aber ja, ich nehme mir für die Nordinsel mal vor, das besser abzudaten. Also wer das auf einmal gelesen hat bekommt von mir einen Keks!

From the Eastcoast to the Westcoast

21März2017

So mein letzter Blogeintrag ist ja nun schon ein bisschen her. Aber ich versuch jetzt trotzdem mal alle Infos zusammen zu bekommen, ohne dass der Blogeintrag explodiert. Sonst liest mir das ja keiner. Aber wir sind auch ganz schön rum gekommen.

Am 07.03.2017 war eher ein chiliger Tag. Wir sind immer noch bei starkem Wind aufgestanden und haben uns nach dem Frühstück nach Invercargill aufgemacht. Ab jetzt sind wir übrigens auf der Westküste gewesen. Deshalb hatten wir auch keinen Sonnenaufgang und haben daher verschlafen. Bzw. macht es eben keinen Sinn früh aufzustehen, wenn noch alles dunkel ist. Daher wird der Wecker von ursprünglich 7 auf 8 gestellt. Wie gesagt in Invercargill waren wir dann in der Bücherei, haben alles geladen und sind noch durch die Läden gezogen. Weiter ging es auf einen Freedom Campground, wo wir neben einer Kuhweide Sport gemacht haben – das viele Kiwi-Essen muss sich ja nicht gleich auf die Hüften absetzen.

Die Nacht war bitterlich kalt. Daher hatte ich am 08.03.2017 schon Angst, dass Franzi im Zelt erfroren ist. Ich meine ich bin ja schon im Auto erfroren und konnte nicht richtig schlafen. Wir nutzten den Vormittag um unsere folgenden Tage zu planen. Warum? Weil das Fiordland bevorstand und das Fiordland ist teuer. Als unsere Pläne standen, brachen wir unsere Zelte auf und gingen wieder Richtung Meer. In Riverton angekommen begrüßte uns ein nettes, kleines, schnuckeliges Fischerdörfchen, welches auch dauerhaft bewohnt werden könnte – zumindest haben wir uns dort heimisch gefühlt. Weiter ging es zur Colac Bay, wo uns einige Surfer in tiefblauen Wasser eine nette Vorderkulisse boten. Im Hintergrund entdeckten wir Stewart Island. Irgendwie hat uns dieser Part echt umgehauen – es war so schön. Die Coastline sieht hier schon wieder ganz anders aus. Die Sonne lachte uns ins Gesicht und somit sind wir weiter, die Berge des Fiordlands immer im Blick. Wir wurden immer aufgeregter, da das Fiordland ja so unglaublich schön sein soll. Danach ging es zur Cosy Nook, welches eine Bucht mit zwei Häusern und einem schönen Plumsklo mit Blumen besteht. Weiter ging es zur Monkey Island, welches eine wunderschöne kleine Insel mit Fels ist, die bei Ebbe begehbar ist. Dort haben wir geluncht und die Sonne genossen. Im Hintergrund konnte man schon das Fiordland entdecken. Einige Fotostops weiter erreichten wir Te Anau und gingen auf einen Holidaypark. Dieser war echt Top – Küche, Duschen (!) und eine Community Area (großes Wohnzimmer für alle). Wir haben uns Schoki in Dunedin gekauft die wir eigentlich zulassen wollten aber diese hat den Abend leider nicht überstanden. Wir haben unsere Geräte geladen und uns mit anderen Reisenden unterhalten. Franzi schläft seit diesem Tag bei mir im Auto – irgendwie haben wir aus ihren Isomatten ein Bett bauen können. Denn wir hatten keine Lust ein nasses Zelt früh morgens einzupacken.

Denn am 09.03.2017 ging es für uns auf eine der Etappen des Great Walks Keppler Track. Diese Etappe war ~27km lang und über 800hm Bergauf. Die Bilanz war 7 1/2h reine Gehzeit + Pausen. Eigentlich wollten wir um 07:00Uhr los wandern, da wir aber erst um 06:37Uhr aufgestanden sind und noch frühstücken mussten sowie umbauen wurde der Start auf 08:30 Uhr geschoben. Am Morgen war es ziemlich kalt und nebelig. Wir machten uns mental auf unseren Todesmarsch bereit. Denn wir sind ja beide etwas aus der Sportroutine gekommen. Ziel war Luxmore Hut. Die ersten Kilometer gingen ganz gut, bis es dann langsam aber stetig Berg auf ging. Immer im dichten Busch entgingen wir so aber auch einen Sonnenbrand. Der Wald war hübsch und abwechslungsreich. Farne, verschiedene Bäume, Limestones und Keas begleiten unseren Weg. Als wir die Baumgrenze erreichten, eröffnete sich uns ein spektakuläres Bild über Te Anau und die umgrenzenden Berge und Fjorde. Das Wetter war traumhaft. So verbrachten wir an der Luxmore Hut dann unsere Jause-Pause. Bis dahin war es überhaupt nicht ermüdend gewesen und wir fühlten uns recht fitt. Doch beim Abstieg schlauchten uns ganz besonders die letzten 6km an denen wir fast am Stock gingen. Wir haben uns dann nochmals in den Holidaypark geschmuggelt um dort eine schnelle Dusche zu nehmen. Wir haben Dora voll getankt und sind dann zum aller letzten Campground gefahren, der auf der Strecke von Te Anau nach Milford Sound lag. Wir haben das Essen dort ausgelassen und sind sofort schlafen gegangen.

Am nächsten Tag (10.03.2017) klingelte der Wecker ziemlich früh. Wir haben uns in Richtung Milford Sound aufgemacht, da wir einen Cruise um 09:00 Uhr gebucht hatten. Die Fahrt war spektakulär, da die Berge echt interessant aussehen. Wie ein mix aus Dolomiten und Skandinavien. Am Sound angekommen haben wir erst einmal gefrühstückt und uns dann zum GoOrange Boot aufgemacht. Was uns aufgefallen ist – wir hatten unsere Stühle auf dem Campingplatz vergessen. Diese lagen unter dem Auto und wir haben beim Weg fahren zwecks beschlagener Scheibe noch nicht viel gesehen. Aber wir hofften auf das Gute in den Backpackern – schon einmal vorweg, seitdem sind wir Stuhl-los. Als der Cruise los ging, küsste die Sonne gerade die Spitzen der Berge. Daher war es ziemlich frisch aber wunderschön. Wir bestaunten viele Felswände und Wasserfälle, Robben und Pinguine. Der Cruise ging 2h und es gab leckeres Frühstück. Die Szenerie ist hier schon sehr spektakulär. Die Berge kommen senkrecht aus dem Meer. Der Cruise war wirklich sehr schön. Nachdem wir wieder festen Boden unter den Füßen hatten, fuhren wir in Richtung Te Anau zurück. Nach 39 gefühlten Fotostops hielen wir dann am Key Summit. Dieser Walk ist ein Teil des Great Walks Routeburn, welchen ich eigentlich mal gehen wollte aber ist ja immer alles so schnell ausgebucht. Dieser Track ist nicht wirklich lang, geht aber auch wieder steil Berg auf. Der Track gefiel mir aber noch mehr als der Keppler Track, da er abwechslungsreicher ist. Oberhalb der Baumgrenze sahen wir wieder in die verschiedensten Fjorde und hatten einen 360 Grad View. Wir hatten noch einige andere Wanderungen vor, aber unsere Füße wollten einfach nicht mehr. Deshalb beschlossen wir, am nächsten Tag keine Wanderung zu machen.

Nach 12h Schlaf sind wir dann am 11.03.2017 endlich erwacht und wir hatten überall Muskelkater. Wir frühstückten mit 20 anderen Sandflys. Danach haben wir uns wieder nach Te Anau aufgemacht, haben auf dem Weg Mirror Lakes begutachtet und gingen dann in Te Anau einkaufen. Wir sind durch die Stadt geschlendert, haben eine Hot Chocolate getrunken (Neuseeländischer Kaffee schmeckt nämlich mehr als beschissen) und Mützen gekauft – es war ja so kalt und die waren im Angebot. Da schlägt der Schwabe ja zu. Wir waren richtig im Touri Flair und genossen daher einfach nur die Atmosphäre. Wir haben uns dann auch langsam Richtung Lumsden aufgemacht, wo wir wieder auf einem Freedom Campground schliefen. Dorthin haben wir einen deutschen Hitchhiker mitgenommen.

Der nächste Tag war leider verregnet. Daher beschlossen wir, den Tag auf dem freien Campingplatz zu bleiben und Queenstown zu planen. An diesem Tag welzten wir also Prospekte und Reiseführer, gingen in einem Hallenbad (welches im Gewächshaus war) schwimmen und sind dann einfach ins Bett.

Am 13.03.2017 war es dann endlich so weit – wir haben uns wieder viel zu spät in Richtung Queenstown aufgemacht. Bei Nieselwetter los und bei Sonnenschein angekommen – so muss es sein. Der Weg dorthin gefiel uns schon einmal sehr gut. Eine Stadt am Ende eines Sees mit fielen schönen Bergen drum herum – so muss es sein. Nachdem wir aber dann in Queenstown zum aller ersten Mal Stau erlebten und eine Stunde durch die Gegend gedüst sind bis wir endlich einmal einen Parkplatz gefunden hatten, verfluchte ich die Stadt schon. Zu unrecht. Queenstown liegt wunderschön und dort begann unser Kurzurlaub. Wieso? Weil es ein Zentrum gab indem man durch schlendern kann, die Stadt hatte einfach nur Flair. Überall gab es gutes Essen, Eisdielen und Musiker. Man kann ich Queenstown so vorstellen, wie eine Skiort irgendwo in den Alpen. Wir beschlossen, diesen Tag zum ultimativen Fresstag zu machen. Daher haben wir unsere dreckige Wäsche in die Waschmaschine geworfen und haben uns zum Weltberühmten Furgburger gemacht. Dort haben wir uns dann einen richtig leckeren Burger + Pommes gegönnt. Danach schlenderten wir weiter und fanden einen Süßigkeitenladen. Natürlich konnte man dort Fudge gratis probieren. Super oder? Weiter entlang der Uferpromenade entdeckten wir dann ein mega großes, leckeres, Weltpremiertes Eiskaffee und Chocolaterie Patagonia. Also gönnten wir uns noch zwei Kugeln Eis die wirklich ziemlich lecker schmeckten. Zum kröhnenden Abschluss gab es dann noch was von der Furg Bakery – wir rollten also nur noch in unser Bett.

Der 14.04.2017 war der Tag der 1400 Höhenmeter. Der erste Wecker klingelte um 06:00 Uhr – der letzte um 08:00 Uhr. Wir haben uns auf den Weg zum Ben Lomond Peak gemacht. Diese Wanderung sollte nämlich wunderschön sein. Und sie war es auch. Anfangs war es neblig aber da Meteoblue Sonnenschein hervorsagte, wagten wir die Wanderung. Der Track war wunderschön, ging durch Wald, Regenwald, neben einer Downhill Strecke und schließlich überhalb der Baumgrenze entlang. Von dort hatten wir einen fantastischen Ausblick über den See und über Queenstown. Ich wollte dann auf jeden Fall an den Gipfel, Franzi wartete am Sattel auf mich. Bis zum Gipfel war es nochmals super anstrengend, aber es hat sich definitiv gelohnt! Die Aussicht war spektakulär. Der Weg nach unten war dann eher Horror. Ich habe meine Beine ziemlich schnell gespürt und ich ahnte schon Muskelkater des Todes. Wieder am Campground angekommen haben wir schnell Kumara Suppe mit Bohnen gegessen und wurden wieder von Sandflys heimgesucht.

Am nächsten Morgen waren wir ziemlich platt. Wir hatten ebenfalls vergessen einkaufen zu gehen. Daher gab es Haferflocken mit Wasser ohne Obst. Da wir aber eine Bekanntschaft vom Berg am Frühstückstisch trafen, und diese Mittleid mit uns hatten, haben wir ihre Haferflocken geschenkt bekommen und uns wurde sogar ein Kaffee gebrüht. Was für ein Service! Als wir unsere sieben Sachen dann hatten, ging es nach Glenorchy. Und mein Gott hat sich diese Fahrt gelohnt. Die Straße windet sich langsam am See entlang, bergauf bergab. Und plötzlich scheint ein Gletscher uns entgegen. So traumhaft. Der See, die Berge, die schneebedeckten Gipfel. Traumhaft. In Glenorchy angekommen spazierten wir dann ein wenig durch die Gegend, haben uns einige Läden angeschaut und uns wieder eine heiße Schokolade gegönnt. Danach ging es für uns wieder nach Queenstown, wo wir beschlossen, die letzten Sonnenstrahlen noch zu genießen. Wir bummelten nochmals durch die Gegend. Haben uns Fudge gekauft . Wir sind dann einkaufen gegangen und auf einen Freedom Campground nach Cromwell gefahren.

Am 16.03.2017 sind wir dann in Wanaka angekommen. Wanaka hat ein ähnlichen Flair und somit fühlten wir uns immer noch im Urlaub. Wir entdeckten auch wieder Patagonia und beschlossen uns wieder zwei kugeln Eis am Wasser zu gönnen. Wir entspannten am See, erkundigten den berühmten Wanaka Tree. Wir schlenderten durch die Straßen, fuhren an unseren Campingplatz und genossen dort ebenfalls das Wetter. Wir machten noch Sport und kochten dann nur noch.

Am 17.03.2017 war mal wieder Wandertag angesagt – der Wecker klingelte um04:30 Uhr. Wir wollten eine Wanderung machen, die jeder Touri macht. Aber Lust hatten wir eigentlich nicht, da es steil und nur zick-zack und unspektakulär ist. Daher beschlossen wir liegen zu bleiben und eine andere Wanderung zu machen. Wir haben uns daher für den Rob Roy Glacier im Mount Aspiring National Park entschieden. Allein die Fahrt dorthin war spektakulär. Das halbe Auto hat es gefühlt auseinander genommen, da die Straße nur aus Schlaglöchern bestand. Einige Flussläufe mussten wir auch durchqueren. Tief in ihrem Herzen ist Dora ein Geländewagen! Am Parkplatz angekommen windete es nun ziemlich heftig. Wir stellten uns auf einen schönen Spaziergang ein, aber war doch anstrengender als gedacht. Über die erste Hängebrücke hätte es uns fast davon geweht, danach ging es im Wald immer steil bergauf. Immer entlang eines eisblauen Flusses eröffnete sich uns irgendwann das Bild auf den Gletscher, der wirklich wunderschön ist. Wir kamen ziemlich nah heran und somit war es wieder erstaunlich, wie schnell das Eis doch verschwindet und was es hinterlässt. Wasserfälle fielen von den Bergen herab und das Eis glitzerte in der Sonne – der Tag hat sich wirklich gelohnt. Zurück hatte uns der Weg dann auch zum laufen und fahren sehr viel Spaß gemacht. Wir sind danach nach Twizel gefahren, um dort auf einen Freedom Campground zu schlafen.

Daher ging es am 18.03.2017 auch für Franzi zum allerersten Mal an den Mount Cook, welcher sich von seiner schönsten Seite präsentierte – nämlich in Wolken. Daher sind wir erst einmal ins DOC Museum gegangen, welches wirklich wunderschön ist. Wir sind den Hooker Valley Track gelaufen, welcher eben auch wieder grau in grau war. Selbst das Gletscherwasser am See war nicht blau sondern grau. Da ich ja aber den Mount Cook kenne, beschloss ich, dass wir uns einen Cappuchino gönnen und dann mal abwarten. Gesagt getan und die Sonne bahnte sich den Weg durch die Wolken. Franzi war ganz aus dem Häuschen also blieben wir solange auf dem Carpark bis wir dort gekocht hatten. Auf dem Weg zurück haben wir einige Bilder gemacht und sind von Sandflys gejagt worden. Die Nacht haben wir in Twizel verbracht.

Am Tag darauf hieß es wieder – Ladetag. In einem Cafe in Twizel verbrachten wir den Vormittag und haben uns wieder durchs halbe Buffet gegessen. Schokokuchen, Himbeer-Weiße-Schokolade Muffin, Heiße Schoki, Pie und Pommes begleiteten unsere Ladeprozesse. So einen Tag braucht man einfach, um etwas herunter zu kommen. Wir sind abends wieder nach Wanaka gefahren um uns dort auf die West Coast vorzubereiten.

Am 20.03.2017 haben wir uns nach dem Frühstück noch einmal nach Wanaka Stadt aufgemacht, haben dort eingekauft und sind danach an die Westcoast gefahren. Die Umgebung war wunderschön und Abwechslungsreich. Es ging entlang einiger Seen, entlang Regenwaldes. Wir waren dann an den Blue Pools, wo sich einige von der Brücke in das eiskalte Gletscherwasser wagten – wir aber nicht weil 1. Sandflys und 2. Kalt. Eigentlich wollten wir auch nach Jacksons Bay fahren, aber die Westcoast begrüßte uns mit ströhmenden Regen. Daher fuhren wir auf einen Campingplatz und kochten um uns dann das Bett mit 50 Sandflys zu teilen – wunderbar.

Der 21.03.2017 startete ebenfalls verregnet. Wir fuhren etwas weiter, da wir unser Frühstück nicht mit den Sandflys teilen wollten. An einem Straßenrand am Strand gab es dann unser Frühstück. Danach fuhren wir weiter in Richtung Fox Glacier. Dort angekommen hörte es dann endlich mit regnen auf. Der Fox Glacier liegt in mitten vom Regenwald. Daher sieht es wirklich äußerst spektakulär aus. Denn die Bäume reichen bis zum Eis. Wir sind einen kurzen Spaziergang bis zu einem Lookout gegangen, dort sahen wir dann das Tal was vom Eis ausgefressen wurde. Als wir mit dem Gletscher fertig waren, gingen wir weiter zum Lake Matheson, welcher für seine Spiegelungen bekannt ist. Aber mit Wolken und Wind gibt es eben nichts zum Spiegeln. Wir gönnten uns dann einen Top 10 Holidaypark am Franz Josef mit Duschen und einer wunderbaren Küche. Denn ab und an braucht man auch mal etwas Luxus und auch etwas anderes als sein eigenes Auto

 

Die erste Woche Freiheit

07März2017

 So nun war es also so weit. Der 01.03.2017 schreibt also Geschichte. Oder so ähnlich. Am Morgen habe ich ja meine Sachen voll gepackt, nochmal alles geladen. Mit gemischten Gefühlen blickte ich dann dem Abschied entgegen. Wie wird der wohl ausfallen? Von den Kindern habe ich mich vor der Schule verabschiedet. Rachel meinte zwar, dass sie mich bestimmt bald wieder sehen… aber so richtig glaube ich nicht daran. Da wir mal wieder wie immer zu spät dran waren, ging die Verabschiedung kurz. War wohl besser so. Ein bisschen Pipi hatte ich ja schon in den Augen. Ich habe dann alles in Dora geladen und mich nur gefragt wie ich Franzi – mein Travelmate – da noch unterbringen soll. Aber, ich habe ja Logistik im Studium gehabt und Tetris kann ich auch spielen. Als ich mich dann von Rachel verabschiedet habe, kullerten dann auch Tränen. Weil naja, ist halt meine Kiwi-Family. Das witzige war eben diese Gedanken – das letzte Mal Kaffee, das letzte Mal täglich Duschen etc. Etwas aufgeregt habe ich mich dann zu der Adresse aufgemacht, die mir Franzi gegeben hatte. Ich holte sie bei Aaron, einem Coachsurfer ab. Der Typ war ja mal echt schräg. Aber ganz nett. Die Franzi ist wie ich Schwäbin, kommt aus dem Schwarzwald und begleitet mich mit ihrem Zelt. Dora war dann auch mit dem zweiten Backpack, Isomatten und Zelt echt probe voll. Aber…da fehlt ja noch der Einkauf. Also ging es ab zum Pack`n`Safe. Dort haben wir uns dann für die nächsten Tage erstmal eingedeckt, vollgetankt und sind dann los gedüst. Da wir ziemlich spät erst los gekommen sind, haben wir es gerade einmal noch nach Moeraki geschafft. Wir haben einen kurzen Stop in Oamaru am Pinguin-Aussichtspunkt gemacht, aber keine Pinguine gesehen. Dafür aber beim Katiki-Point bzw. Moearki Lightouse. Da ich mich dort ja erst vor kurzem aufgehalten habe, wusste ich, dass wir wieder viele Seerobben (Seals) und Pinguine sehen werden. Die Pinguine haben gerade neues Gefieder bekommen und sahen daher etwas mitgenommen aus. Als es dämmrig wurde, sind wir dann wieder auf den Freedom-Campground gefahren um dort unseren Campingkocher zum ersten Mal in Einsatz zu nehmen. Es gab: Reis, Brokkoli und Karotten, abgelöscht mit Kokosmilch. Richtig lecker! Da an diesem Platz jedoch kein Zelt erlaubt ist, hat Franzi auf dem Vordersitz geschlafen. Was glaube ich nicht sonderlich bequem ist, aber besser als eine Fee zu erhalten. Ich hab mich dann nachts noch aus dem Auto geschält um einen Blick auf die Milchstraße zu erhalten. Jedoch war es dezent bewölkt.

Am 02.03.2017 sind wir dann mit wolkigen Himmel aufgewacht. Wir sind zu den Boulders nach Moeraki gefahren, wo jedoch Low Tide erst gegen 12 Uhr rum war. Deshalb haben wir groß gefrühstückt und waren noch in einem Souvenirshop uns die Zeit vertreiben. Als wir dann endlich Low Tide hatten, haben wir uns die Boulders angeschaut. Ich muss sagen, bei Sonnenaufgang sah das ja alles spektakulärer aus. Das Wetter kann hier die Landschaft schon stark verändern. Danach sind wir zu einem sogenannten Shag Point gefahren. Dieser Aussichtspunkt bietet auch die Möglichkeit abends Pinguine zu sehen und Tags Seerobben. Wir haben die Seals gesehen und Pinguine gerochen. Die Landschaft war natürlich wieder spektakulär. Ich liebe es einfach, den Blick über das Meer schweifen lassen zu können. Wir sind dann weiter nach Karitane gefahren. Dort haben wir einen einstündigen Cliff Walk gemacht. Dieser war wunderschön und ging um eine etwas vorgelagerte „Halbsinsel“. Das Wetter wurde warm und somit sah das Meer wieder spektakulär aus. Als wir damit fertig waren, kamen wir an einem Spielplatz vorbei. Dort wollten wir Klimzüge versuchen. Nachdem unser Versuch gescheitert ist, beschlossen wir, nun jeden zweiten Tag Sport zu machen. Kann ja nicht sein dass wir uns nicht einmal nach oben ziehen können. Als wir dann weiter gefahren sind, haben wir an einem Lookout halt gemacht. Dort sah man wieder über die komplette Küstenline und das ganze Meer. Weiter ging es dann zu einer Natural Cave – dort war es wunderschön. Wir haben das Auto irgendwo mitten in der Pampa abgestellt. Haben uns auf zum Strand gemacht und sind diesen ca. 10 Minuten entlang spaziert als wir plötzlich an einer Höhle vorbei kamen. Dort kann man bei Low Tide durchlaufen. Was ziemlich spektakulär ist. Da der Strand fast schon weiß war, das Meer hellblau und die Sonne heiß – kam ich mir vor wie irgendwo in der Südsee. Danach ist mir wieder aufgefallen, dass ich meine Kamera nicht richtig eingestellt hatte, weil noch die Einstellung vom Astro-Shoot der vergangenen Nacht eingestellt waren. Sehr ärgerlich mal wieder. Ich hoffe ich habe gute Aufnahmen mit der GoPro gemacht. Nach dem wir wieder bei Dora waren, haben wir uns nach Warrington gemacht, wo unser zweiter Freedom-Campground auf uns wartete. Dort haben wir uns gesonnt, Sport gemacht, Tagebuch geschrieben. Witziger weiße haben sich neben uns Bekannte von Franzi gestellt. Daher hatten wir den Abend lustige Gesellschaft. Gekocht gab es den Rest von gestern nur eben mit Nudeln. Hat aber trotzdem auch sehr gut geschmeckt.

Der 03.03.2017 hat uns mit warmen Sonnenstrahlen begrüßt. Nach dem Aufstehen haben wir schnell gefrühstückt weil wir los nach Dunedin wollten. Julieka – kommt aus Neuffen und war unsere gestrige Gesellschaft – fragte uns jedoch, ob wir mit schwimmen gehen wollten. Also Bikini an, Badetuch raus und ab ins Meer. Dieses war zwar ziemlich frisch aber richtig genial. Und es ist ja immer nur ziemlich am Anfang kalt, danach wird es ja warm. Als wir genug vom Wasser hatten, haben wir uns angezogen, gespült und sind dann nach Dunedin gefahren. Dort haben wir an der steilsten Straße der Welt Halt gemacht und sind diese natürlich auch hoch gelaufen, was ziemlich anstrengend war. Nachdem wir dann wieder die Straße runter gerollt sind, haben wir uns zum Octagon – Dunedins Stadtzentrum aufgemacht. Dort gibt es viele Lokale und Cafés sowie schöne alte Gebäude. Dunedin hat echt Flair. Ziemlich schöne Stadt. Leider hat es dann angefangen zu regnen, daher haben wir uns ins Museum gemacht. Dieses war unglaublich interessant. Und so ein schön gestaltetes Museum habe ich lange nicht gesehen. Dieses handelte von der Geschichte der Kiwis, von Otago, von Dunedin und einfach auch über die Siedler. Man konnte sogar alte Kleider anprobieren. Danach haben wir uns dann zum Cadbury Café gemacht. Dieses Café ist einfach nur Yummy. Hier gibt es die verschiedesnten Heißen Schokoladen. Wir haben uns die Hot Choclate mit Banana-Choc und Crispies gegönnt. Hat nach so einem kalten Regentag echt gut getan. Wir sind danach auch wieder auf einen Freedom Campground gefahren. Dieser war eigentlich mehr oder weniger ein Parkplatz. Es war super stürmisch. Und auch hier war Zeltaufstellen wieder nicht angesagt, daher war Franzi wieder im Auto. Wir sind kurz noch an den Strand gegangen, haben uns dann einen Coachsurfer am Kaka Point gesucht und haben dann 40min gekocht. Warum so lange? Weil Wind + Halbleere Gasflasche nicht so gut kombinieren. Auf jeden Fall gab es Brokkoli+Kartoffeln und Hüttenkäse – das passt super zusammen.

Die Otago Peninsula wartete am 04.03.2017 auf uns. Diese Halbinsel befindet sich vor Dunedin. Wir sind die Küstenstraße entlang gefahren. Dort sieht man ziemlich viel. Die Straße windet sich langsam aber stetig entlang der Peninsula. Man bekommt immer einen Blick auf die Stadt aber auch das Meer. Wie gesagt, Dunedin ist wunderschön. Am Ende der Straße waren wir dann am Albatross Beobachtungspunkt. Dort konnten wir auf der einen Seite Dunedin und auf der anderen Seite Klippen und das weite Meer sehen. Wir haben zwar keine Albatross Tour gemacht, haben aber einige der riesengroßen Vögel gesehen. Sie kreisten über uns, da der Wind perfekt zum Fliegen war. Das dortige Museum war aber wiederum sehr informativ und gut gestaltet. Dort hat man einiges über die Tiere erfahren und auch Exemplare bewundern können. Wir haben uns danach auf den Weg zur anderen Seite der Peninsula gemacht. Erster Punkt sollte dabei Cape Saunders sein, welches eine spektakuläre Fahrt versprach. Leider standen wir am Schluss vor einem Gatter mit Private Propperty – also kein Cape gesehen. Die Fahrt war es trotzdem wert gewesen. Also ging es weiter zur sogenannten Sandfly Bay. Wir hatten wieder spektakuläre Aussichten beim Fahren. Die Sandfly Bay ist einfach wunderschön. Diese Bucht ist mega schön gelegen. Aber ziemlich windig. Daher auch der Name. Es fliegt überall Sand herum. Der Sand frisst sich seinen Weg ins Landesinnere und die Dünen sind fast schon so groß wie die gesamten Klippen. Dort kann man auch wieder einige Seals sehen. Weiter ging es für uns über die Highcliffroad in den nächsten Pack`n`Sage. Dort kauften wir nochmals ein und haben auch nochmal vollgetankt. Denn in den Catlins gibt es ja nicht sonderlich viel Möglichkeiten. Wir haben uns dann auf nach Kaka Point gemacht. Dieser Ort liegt 8km vor dem Nugget Point. Und ich wollte ja Leuchtturm + Milchstraße fotografieren. Unser Host hieß Nico, war 36 Jahre alt und kommt aus Frankreich. Er hatte ein großes Haus wo wir uns erstmal geduscht haben. Und natürlich haben wir nochmals Sport gemacht. Nico hat dann viel von sich erzählt, uns Tipps für die Umgebung gegeben und für uns gekocht. Es gab Kohl, Kartoffeln und meine allererste Paua-Muschel. Frisch gefangen von Nico. Soo lecker! Richtig gut. Danach gab es noch leckeren Fruchtsalat und Toblorone-Schokolade. Oh ja, europäische Schokolade ist einfach ein Genuss!

Damit ich halbwegs Schlafen konnte, habe ich mich früh ins Bett gelegt, habe mir den Wecker auf 01:30 & 02:30 Uhr gestellt. Ich kenne mich eben. Aufgewacht bin ich am 05.03.2017 dann tatsächlich kurz vor 4. Was viel zu spät war und mich etwas geärgert hat. Also hab ich mich schnell ins Auto geschwungen und bin zum Leuchtturm gefahren. Ziemlich gruselig. Ich habe die Seals gehört und um mich herum waren überall Possums. Aber der Nachthimmel. Leute ich sag es euch. Die Milchstraße ist hier so riesig – sie geht über den kompletten Nachthimmel. Und dann der Leuchtturm, die Stadt, das Meer, die Robben. Magisch! Nachdem ich dann bis fast zum Sonnenaufgang fotografiert habe, bin ich schnell zurück gefahren, hab Franzi geholt und wir sind wieder zurück zum Nugget Point gedüst um dort den Sonnenaufgang zu sehen. Und der war wiederum magisch. So schön, so schön warm und einfach nur traumhaft. Wir hatten den Leuchtturm fast für uns alleine. Ein wunderschöner Ort. Es gibt hier in NZ manche Flecken, wo einen speziell berühren. Und dieser war einer davon. Wir sind dann wieder zurück zu Nico, haben uns nochmal ins Bett gelegt, alles gepackt und gefrühstückt. Als wir dann fertig mit allem waren, sind wir zur Cannibal Bay gefahren. Dort habe ich zum allerersten Mal von nahem Seelöwen gesehen. Holla die Waldfee – mit so einem Teil will ich auch nicht schwimmen gehen. Die sind riesig und die Männchen erinnern mich an Hyänen wegen der Mähne. Vor den Sea Lions hat man schon ordentlich Respekt. Und plötzlich stand da ein Pinguine am Strand. Einsam und Verlassen. Und soo süß. Einfach nur goldig. Weiter ging es dann zum Jack`s Blowhole. Dort sind wir ca. 20min. hin gelaufen. Es hat nach Frühling geduftet und überall blühten Blumen um uns herum. Jack`s Blowhole ist ein Loch mitten im Nirgendwo. Es ist mit einem 200m langen Tunnel mit dem Meer verbunden und somit schießen die Wellen bei High Tide nach oben. Weiter ging es zum Purakanui Waterfall, an dem ich ja auch schon war. Aber dieser war trotzdem noch sehr schön. Die Wälder wurden schon wieder tropisch. Die Vögel sangen wieder und das Tosen des Wassers war sehr beruhigend. In Papatowai haben wir uns für 8$ auf den DOC Campground gemacht. Dort haben wir alles aufgebaut und gekocht. So lecker! Wraps mit Chili Sour Cream, roter Beete, Kichererbsen und Kidney Bohnen. Nachts hat es leider geregnet. Aber Franzi blieb trotzdem trocken.

Die Nacht war wieder Erwartens sehr warm und erholsam. Ich wurde von Franzi geweckt da ich mein Wecker wieder ignoriert hate. Wir haben uns dann wieder unser Müsli gemacht, und sind danach noch schnell an den Strand gegangen (06.03.2017). Dieser war ziemlich spektakulär. Ein großer Fluss mündet hier in das Meer. Und die Flussmündung ist von tropischen Wäldern überwuchert. Danach hat es leider zu regnen angefangen, trotzdem gingen wir zum Lost Gypsy Gallerie. Dies ist eine Kunstaustellung – draußen . Aber der Künstler ist der Wahnsinn. Dort gibt es zum Beispiel einen Wal, den man durch Drehen eines Rades zum Atmen bringen kann. Weiter ging es zum McLean Falls. Die Blicke über die Küste waren weniger spekakulär weil die Wolken tief hängen. Einfach nur abartig wie Wetter Stimmung eines Ortes verändern kann. Der Wasserfall war durch den Regen voll und somit wunderschön. Weiter ging es zur Curio Bay. Wo wir eigentlich schwimmen wollten aber es war soo kalt und windig. Trotzdem haben wir ungefähr 6 Delfine gesehen. Immer mal wieder tauchten Finnen auf. Wunderschön. Völlig ausgeflippt schrie ich durch die Gegend – da sind Defline! Diese Tiere ohne Boot, so nah an der Küste in freier Natur zu sehen ist schon sehr besonders. Auch durfte der fossilierte Papatowai Regenwald nicht fehlen, da wir ja aktuell Low Tide hatten. Die Baumstämme sind sehr interessant aber die raue See raubt mir eher den Atem. Weiter ging es zum Slope Point, dem südlichsten Punkt der Südinsel. Und in der Tag konnte man von hier Stewart Island sehen. Ziemlich kuhl. Am Waipapa Lighhouse haben wir dann auch wieder Sea Lions gesehen, die überall rum lagen. Auch hier war das Wetter wieder spektakulär. Auf der einen Seite Rabenschwarze Wolken, auf der anderen Seite Sonnenschein. Wir haben uns dann in Fortrose auf einen Freedom Campground gestellt. Dort hat es uns fast weg geweht. Zum Essen gab es wieder die Sour Crem, Bohnen, Kichererbsen Kartoffeln und Tomaten. Was auch mal wieder sehr lecker war. Danach sind wir dann ins Bett gefallen und haben gehofft, dass es nicht ganz so kalt wird. Was es – zumindest für mich – nicht wurde.

Also für alle die sich das Reisen nicht vorstellen können. Im Endeffekt sind wir Obdachlos. Wir reisen von Ort zu Ort. Das Denken ist auf das Lebensnotwendigste reduziert. Essen, Trinken, Schlafen. Und ab und an Duschen. Standards werden herunter geschraubt. Und genau das ist es, was hier so toll ist. Man reist von Ort zu Ort, sieht minütlich neue spektakuläre Dinge und genießt die Freiheit. Mit allen Vor- und Nachteilen. Nachteilen wir kein Trinkwasser, Sandflies, leere Akkus, Wind und Regen. Aber bis jetzt finde ich das alles noch ziemlich gut. Und auch wenn es keine Dusche gibt – das Meer ist immer nah.

 

Abschied nehmen

01März2017

Nun ist also der Tag gekommen. Ich verlasse meine Kiwi-Familie. Wie sich das anfühlt? Ich weiß es nicht genau. Ich hatte gestern schon Tränen in den Augen, als ich die Oma das letzte Mal gesehen habe. Ich hatte heute morgen einen Klos im Hals weil ich wusste, ich sehe die Kids das letzte Mal. Vielleicht sieht man sich in Neuseeland irgendwann noch einmal. Oder sie kommen mich in Deutschland besuchen wenn sie selber am Backpacken sind.

Ich habe hier eine zweite Familie bekommen und es ist schwer, diese hinter mir zu lassen. Ich habe hier viel über mich, über Kinder und allgemein das Leben gelernt. Ich hatte meine Höhen und Tiefen aber ich hatte eben auch immer diesen Punkt wo ich mich "zu Hause" gefühlt habe.

Ebenfalls vermisse ich schon jetzt meine Arbeitskollegen. Ich hatte noch nie soviel Spaß wie im Saikou. Aber nun ist es eben soweit. Gestern habe ich meine Sachen gepackt - zumindest so gut es ging, denn von 3 Kindern sind 2 krank und eins kotzt davon. Und die Mutter war geschäftlich die letzten Tage unterwegs. Da kommt man nicht schnell voran.

Ich sitze hier auf dem Boden meines leergeräumten Zimmers. Das Backpack ist schon im Auto verstaut, um mich rum liegen alle technischen Geräte die im Moment noch geladen werden. Wer weiß wann ich wieder Strom bekomme. In einer Stunde werde ich Franzi abholen. Mit ihr werde ich erst einmal durch die Gegend reisen. Ich sitze hier und denke an mein Auto - das jetzt schon voll ist - und überlege wie gut ich nochmal in Tetris war, damit wir auch Franzi ihre Sachen irgendwie in Dora hinein bekommen.

Mein Plan für die Zukunft? Ich habe keinen. Ich weiß, dass ich mich in 2-3h in Richtung Süden auf machen werde. Warum? Weil es hier langsam Herbst wird. Die Blätter fallen herab, die Nächte werden kälter, der Tau kommt langsam zum Vorschein. Und ich möchte ungern im Süden bei nur noch 5 Grad sitzen. Daher nehme ich ihn jetzt mit 10-15 Grad und hoffe auf noch warme Sonne. Was ich dort mache? Die Landschaft genießen und mir Sehenswürdigkeiten anschauen.

Mein zu Hause wird ab jetzt die Straße und Dora sein. Bei schlechtem wie auch gutem Wetter. Ich werde an meine Grenzen kommen und unvergessliche Tage erleben. Ich habe im Moment gemischte Gefühle. Ich bin gestern zu Bett gegangen mit dem Gedanken, dass letzte Mal  in einem Bett zu schlafen für eine lange Zeit. Das letzte Mal Toastbrot zum Frühstück. Denn ich habe weder Toaster, noch hält sich Brot sonderlich gut im Auto. Das letzte Mal ausgiebig duschen mit Conditioner und allem drum und dran. Immer mit der Frage, wann werde ich meine nächste Dusche finden. Ist diese kalt oder warm. Wie werde ich im Auto schlafen können. Bis jetzt war das ja immer eine Sache wo ich des öfteren aufwache. Aber ich bin bereit. Und ich freue mich. Und ich hoffe, dass ich meine Kamera und alles regelmäßig laden kann damit ich genügend Bilder habe. Des Weiteren hoffe ich auf viele zahlreiche WiFi-Cafes auf meiner Strecke um euch updaten zu können.

Ich bin gespannt was mich alles erwartet. Geplant habe ich nichts. Den planen bringt hier in Neuseeland nichts. Das Wetter zieht dir meistens einen Strich durch die Rechnung.

Falls ihr eine Weile nichts von mir hört, macht euch keine Gedanken. Ich begebe mich jetzt in ein Gebiet, dass so etwas wie gute Netzabdeckung nicht kennt. Das letzte Mal in den Catlins hatten wir 2 Tage lang kein Netz. Von dem her keine Sorge. Und Fiordland habe ich auch schon öfters gehört das es dort schlechten Empfang geben soll.

Bleibt gespannt - so wie ich. Nun genieße ich meine letzte Stunde mit vier Wänden um mich herum, trinke eine heiße Tasse Tee für meinen gereizten Hals und packe meine restlichen Sachen ins Auto. :)

Moeraki Boulders, Pinguine und Hasen

22Feb2017

 Am 05.02 habe ich mich dann mit einem anderen Au-Pair namens Mara auf den Weg nach Moeraki gemacht. Ich wollte den Sonnenaufgang mit den Boulders und Pinguine bei Dämmerung einfangen. Als wir nach 1 1/2 h dann beim Moeraki Lighthouse angekommen sind, haben wir uns entlang der Klippen auf einem schmalen Pfad auf die Suche nach Pinguinen gemacht. Und dann auch tatsächlich gefunden. Erst einen, dann zwei, dann drei und daneben lagen Seerobben. Und Hasen sind überall herum gesprungen. Und Vögel! Der Wahnsinn. So viel Natur und Wildlife auf einem Haufen. Am Horizont haben wir die Nacht entdecken können.

Wir haben die Pinguine und die Seerobben solange beobachtet, bis die Sonne spekakulär über der Peninsula unterging. Danach sind wir auf einen Freedom Campground gefahren, der wunderschön und direkt am Strand lag. Daher haben wir unser Abendessen am Strand eingenommen und dort den beruhigenden Klang des Meeres gelauscht.

Am nächsten Morgen sind wir dann um 05:40 aufgestanden um festzustellen, dass bereits eine leichte, rote Linie über dem Horizont zu erkennen ist. Wir sind daher relativ zügig zu den Moeraki Boulders gefahren. Dort haben wir dann den kompletten Sonnenaufgang beobachtet, welcher wunderschön und in Harmonie mit den Boulders war. Der Himmel war jede Minute in den verschiedensten Farben gekleidet. Es war warm und somit einfach nur perfekt und friedlich.

Als die Sonne dann am Horizont stand, haben wir erst einmal gefrühstückt und sind dann an die Elephant Rocks im Landesinneren gefahren. Diese Felsen sind ziemlich lustig geformt und bildeten die Filmkulisse für Narnia.Dort haben wir uns auch ziemlich lange aufgehalten und sind anschließend nach Oamaru gefahren.

 

Dort sind wir durch die Gegend geschlendet. Oamaru hat ziemlich nette kleine Cafés und Läden. Auch gibt es überall Kunstwerke zu sehen. Wir sind am Hafen entlang geschlendert und haben dort dann noch einige Seerobben entdeckt. Nach unserem Mittagessen bei McDonalds habe ich Mara dann nach Pleasant Point gebracht.

 

P.S.: Ich habe eine zweite Website erstellt. Diese ist auf Deutsch & Englisch und zeigt alle Orte in denen ich war. Ohne dieses Tagebuchartige Gelabere was ihr hier zu finden bekommt. Falls ihr daher auf etwas mehr Philosophie und gute Textwahl steht -> https://jessytraveladventure.wordpress.com/

 

Wenn Fremde zu Freunden werden

15Feb2017

Am 31.01.2017 war es dann endlich soweit. Ich habe die wunderbare Christine endlich kennen lernen dürfen. Ich weiß gar nicht mehr, wann wir das erste Mal angefangen haben zu schreiben, aber auf jeden Fall haben wir angefangen, uns täglich zu schreiben. Und wir haben uns super gut verstanden. Unser Plan war zusammen nach Fiji zu fliegen. Aber Flugpreise und der Neuseeländische Sommer-Winter Rhythmus haben mir dann einen Strich durch die Rechnung gezogen.

Da Christine am Reisen war, haben wir ausgemacht, dass wir uns auf jeden Fall kennen lernen müssen, wenn sie in meiner Nähe ist. Und der Tag X kam dann auch nach langem warten!

Wir fuhren zusammen nach Edoras, statt der Reiter in Rohan. Oder auch einem kleinen Hügel namens Mount Sunday, welcher gefühlt 100km von der Zivilisation entfernt ist und nur durch eine Stunde Gravel Road erreicht werden kann. Doch wir wollten da unbedingt hin und machten uns mit Bob und Dora auf den Weg. Über die Scenic Inland Road 72 ging es dann Richtung Norden. Die Straße war dabei einfach nur wunderschön. Man ist immer von den Bergen umgeben, die Sonne lachte uns ins Gesicht und der Wind zerrte an Dora und Bob. Als wir dann oben in Metheven angekommen sind, ging die Straße ins Landesinnere. Unglaublich schön – die Berge, die Sonne. Ihr könnt euch das nicht vorstellen. Und dann wurde die Straße zur Gravel Road. Und wir waren beide einfach nur froh, dass wir genügend Fahrpraxis gesammelt hatten. Denn dort lag stellenweiße so viel Schotter auf der Straße, dass sich der Popo unserer Autos schunkelnd durch die Gegend bewegt hat. Ja Glatteis Training kann auch ohne Schnee und Eis funktionieren. Da solche Schotterstraßen immer mehr einem Tetris-Spiel gleichen, indem man die bestmöglichste Fahrspur für einen finden muss, waren wir ziemlich k.o. als wir dann endlich den Mount Sunday gesehen haben.

 

Und kurz davor haben wir dann auch gelernt, was ein „FORD“ ist. Dieser Ford war als Warnschild auf der Straße und als ich Christine anrufen wollte (ja wenn man mit zwei Autos fährt geht Kommunikation nur per Handzeichen oder Handy), um zu fragen was denn bitte ein Ford ist, stand ich auch schon im Fluss. Aber sowas ist hier einfach normal. Und ich bin sehr froh, dass ich einen Jeep habe, der etwas höher ist und Allrad hat. Nein ernsthaft, ich verstehe, wieso hier so viele Geländewagen rum fahren und manchmal wünschte ich mir auch, einen Truck zu haben. Aber Dora macht ihre Sache schon ganz ordentlich, für ein – meiner Meinung nach – viel zu tief gelegten Stationwagen (Kombi).

Als wir dann am Mount Sunday alias Edoras ankamen, haben wir uns wie bei Herr der Ringe gefühlt. Das Wetter war einfach mal wieder episch! Ja dieses 500-Meter-weiter-regnet-es-wie-aus-strömen-und-wir-stehen-in-der-sonne Wetter ist einfach genau das, was eben die Stimmung ausmacht. Düstere Wolkenschwaden, beißender Wind der an einem zerrt, Wasser überall (auch hier mussten wir dann noch durch einen Ford laufen). Ich meine, da fühlt man sich wie auf dem Schlachtfeld. Auf diesem Berg wurde auf jeden Fall die Stadt Edoras errichtet und wieder abgebaut. Aber trotzdem bekommt man einen wunderbaren Rundumblick. Einfach mal wieder genial gewesen. Landschaftlich Top!

Beim zurück haben wir dann gemerkt, dass man doch nicht durch den Fluss laufen muss sondern dass es eine Brücke gibt. So ist das halt hier mit Neuseeländischen Wegweisern. Die stehen alle Kilometer mal irgendwo. Kann man schon mal ne kleine Brücke 5 Meter weiter übersehen. Wir haben dort außerdem zwei Freunde von Christine getroffen. Die haben wir dann auf der Fahrt nach Christchurch die ganze Zeit vor oder hinter uns gehabt. Denn ihre Vanessa, mag Schotterstraßen gar nicht und auch die minimalen Steigungen packt sie mit gerade einmal 20km/h.

Auf dem Weg nach Christchurch haben wir noch in Springfield halt gemacht. Da wurde uns ein riesengroßer Donut wie aus den Simpsons versprochen. Naja für Neuseeländische Verhältnisse war der schon ganz okay.

In Christchurch angekommen, haben wir uns einen sehr angenehmen Freedom Campground raus gesucht und uns Nudeln mit Kiddney Bohnen, Brokkoli und Tomatensoße gekocht. Wir haben dann noch eine Weile geredet, als ob wir uns schon jahrelang kennen würden! Ich habe in Christine eine wahre Freundin gefunden! Und ich bin mir sicher, dass wir uns auch nach Neuseeland irgendwo auf der Welt und spätestens in München wieder sehen werden.

(01.02.2017)
Am nächsten Tag haben wir Christchurch unsicher gemacht. Wir sind in den Re:Start gegangen, welches eine Art Container-Stadt ist. In vielen kleinen und bunten Containern hat die Stadt nach den Erdbeben einigen Geschäften die Möglichkeit gegeben, ihre Geschäfte dort wieder zu eröffnen. Heute ist dies sehr touristisch und es gibt viele Souvenirshops als auch diverse Essensstände. Wir sind dann danach zu einem sehr bekannten Maori-Tätowierer gegangen. Christine wollte sich nämlich etwas stechen lassen. Spätestens dort haben wir dann festgestellt, dass wir den falschen Beruf ausgeübt haben. Der gute Herr hat auch gelebt wie ein Prinz. Danach sind wir dann auf Christines Reisegruppe gestoßen. Daniell+Daniel+Hannes. Zusammen sind wir dann wieder in Christchurchs Innenstadt gefahren. Haben dort etwas geshoppt und eine sehr leckere Pizza gegessen. Außerdem konnten wir Tischtennis spielen. Nachdem wir noch zusammen das Abendessen eingekauft haben, sind wir zurück auf unseren Freedom Campground gefahren. Haben das Thai-Curry gekocht, Fußball gespielt – oder zumindest versucht. Gesungen, Musik gehört, Wein und Bier getrunken. Dort sind wir auch auf die andern zwei Jungs vom Mount Sunday und ihrer Vanessa gestoßen. Die Nacht war daher ziemlich kurz.

(02.02.2017)
Am nächsten Morgen haben wir dann alle gemeinsam gefrühstückt. Da ich wieder zurück nach Timaru musste, habe ich meine Camera noch in einen Shop gebracht um den Sensor zu reinigen. Bis auf zwei kleine Punkte ist der Sensor jetzt wieder good as gold. Und frei von Dreck. Ich habe mich dann schweren Herzens von Christine verabschiedet, bin zurück nach TImaru gefahren habe geduscht und bin ins Restaurant zum Arbeiten gegangen.

(03.02.2017 & 04.02.2017)
Die folgenden Tage waren dann wieder etwas gechillter und außer den normalen Tagesabläufen ist nichts Spannendes passiert.

 

18.01 - 30.01.2017: Arbeiten, Arbeiten und Arbeiten

05Feb2017

Um das ganze mit meinem hinterher Hinkenden Blog mal zu beschleunigen, fasse ich jetzt mal mehr zusammen. In der oben genannten Zeitspanne ist auch nicht soo viel spektauläres passiert.

Im großen und ganzen ging es dabei meistens ums Arbeiten. Oder um meine andere Arbeit, oder eben doch Arbeiten. Das heißt, auf Kinder aufpassen, Sushi rollen oder für Rachel`s Business arbeiten. Ich war mit den Kindern also des öfteren in der Bücherei, im Schwimmbad, auf dem Spielplatz oder hab mich mit denen ihren Freunden getroffen. Für Rachel habe ich ebenfalls ein paar Mal gearbeitet. Ich habe ihr dabei geholfen eine Datenbank zu erstellen, war mit auf ihrem Kurs "Instagram Masterclass - Social Media for Businesses". Von dem her, nichts spekakuläres.

Das einzige was passiert ist - und ja sowas schaffe nur ich. Ich wurde anscheinend von einer Spinne gebissen. Auf jeden Fall war ich mit den Kindern unterwegs als plötzlich eine Art Stich in meinem Handgelenk bemerkbar wurde und als ich mir das angeschaut habe, sah ich auch schon wie das komplette Handgelenk angeschwollen war, meine Muskeln in der Hand müde wurden und sich eine Blase bildete. Am Anfang dachte ich das wäre eben eine eklige Schnacke gewesen. Am nächsten morgen war die Blase dann aber Blutgefült und Rachel meinte so sehen Spinnenbisse aus. Yiha - da reist man extra nicht nach OZ wegen den Viechern und bekommt dann sowas hier. Aber naja, Antiallergikum genommen und Essig drauf - gut ist. Man kann hier ja zum Glück nur von einer Spinne gefährlich "verletzt" werden und die lebt im tiefsten Busch und nicht im 2nd Hand Shop.

Das zweite was passiert war, war eben das Event in Tekapo. Welches ziemlich informativ war und auch sehr spannend. Wir haben mal wieder tolle und nette Menschen kennen gelernt - deshalb liebe ich so Events! Man weiß nie was sich daraus in der Zukunft ergibt. Rachel hatte dann noch einzel Gespräche danach und ich habe mich dann auf eine Bank am Tekapo gelegt und habe mir die Sonne auf den Pelz scheinen lassen, meinen Reiseführer gelesen und einfach mal entspannt.

Am 29.01 hatte dann auch Jessi ihren 8. Geburtstag. Was seit gefühlt Neujahr jeder in unserer Umgebung dreimal am Tag hören musste. Die ganze Familie war da, es gab Kuchen und wir haben mit der Oma im Garten Yoga mit den Kindern gemacht. Also war mal wieder sehr lustig.

Wie gesagt, nicht immer passiert hier etwas spannendes. Aber ich komme langsam wieder hinter her und hänge nicht ein ganzen Monat hinter her :D Entschuldigt mich dafür!

Tekapo

Flechten rettet hier meine Haare

Yummi!

 

14.01. - 17.01.2017: Sprechende Toiletten und Lebensmüde Aktionen

31Jan2017

14.01.2017: Relaxing

An dem Tag war das Wetter mies und daher bin ich im Bett geblieben, habe Blog geschrieben und wollte meinen nächsten Tag planen. Am Abend musste ich ebenfalls mal wieder arbeiten. Der Plan für den nächsten Tag war eigentlich nach Moeraki und Oamaru zu fahren sowie über die Elephant Rocks zurück. Aber dann wurde ich dazu "eingeladen" mit nach Tekapo zum Campen zu gehen. Bzw. war es mir nicht überlassen, ich musste mit gehen, da Rachel dort arbeiten und ich somit auf die Kinder aufpassen musste. Deshalb konnte ich meine ganzen Pläne über den Haufen werfen.

15.01.2017: Peel Forest, Lake Tekapo & die Roads

Als ich dann am nächsten Tag aufgestanden bin, war ich irgendwie nicht so gut gelaunt. Ich habe mir überelgt was ich sonst so an diesem Tag anstellen könnte. Aber irgendwie war ich mit allem nicht so zufrieden. Außerdem wusste ich immer noch nicht wie die folgenden Tage aussehen und was mich so erwarten würde. Auf jeden Fall habe ich dann mal meine 7 Sachen gepackt und einfach weiter überlegt was ich den ganzen Tag so anstellen könnte. Und eigentlich wollte ich nicht nach Tekapo weil es dort Wetter mäßig nicht so rosig sein sollte. Also beschloss ich, den Tag in den Peel Forest zu fahren. Ja der mit der große Wanderung, weil ich eben einen der Wasserfälle sehen wollte. Aber irgendwie war ich bockig an dem Tag - so Tage gibt es eben! Auf jeden Fall habe ich dann erstmal meine Dora geschnappt und bin los gedüst. Um dann zu merken, dass ich Richtung Tekapo und Mt Cook fahre. Also umdrehen, und wieder 86km in die andere Richtung fahren. Am Peel Forest angekommen war es wunderbar warm. Die Vögel sangen wieder um die Wette und es war tropisch Schwül. Und vor allem nicht matschig. Die Vegetation ist einfach nur atemberaubend! Palmen, Farn und etliche andere grüne Pflanzen (ja ich kenn mich super aus!)
Auf jeden Fall gab es zwei Wasserfälle. Bei dem einen stand in der Beschreibung, dass man nasse Füße bekommt, weil man eben durch das Flussbett laufen muss. Also, da ich darauf eher weniger Lust hatte, beschloss ich mich für den anderen Weg. Also beschloss ich mich auf den Weg zu den Emily Falls zu machen. Der Weg geht 1 1/2h und teilweiße sehr steil und sehr stufig. Durch das Gebüsch, teilweiße so verwachsen, dass man nicht mal mehr den Weg erkennt. Der Urwald ist dort so dicht, dass Geräusche sofort geschluckt werden und man wirklich für sich alleine ist. Doch dann endete der Weg plötzlich vor einem Fluss/Bach. Und ich dachte mir nur so...okay? Also ging auch dieser Weg durch das Flussbett. Und meine McKinley Schuhe sind nicht wasserfest. Als ich es dann fluchend durch das Wasser geschafft habe, ging es tiefer in den Wald hinein und den Weg konnte man vor lauter Farn auch kaum noch finden. Also bin ich weiter genervt und fluchend durch die Gegend gestiefelt bis ich dann an einen kleinen Wasserfall gekommen bin, mit kristallklarem Wasser. Dort war es ganz angenehm, aber generell habe ich an dem Tag ja auch nur einmal geschwitzt.

Rehe, Rehe und noch mehr Rehe

Emily Falls

Nach dem ich einige Bilder gemacht habe und die Stille und das plätschern genossen habe, bin ich dann wieder durch den Jungel sowie durch das Flussbett gewatet und zurück zu Dora gelaufen. Dort habe ich mich dann in Richtung Tekapo gemacht. Die Strecke die ich diesemal gefahren bin war atemberaubend. Ist mal wieder durch einen ganz anderen Part von dem Mckenzie District gekommen und das Hinterland von Neuseeland ist einfach wunderschön. So ländlich, dann die goldene Sonne, das verbrannte braune Gras und ab und an einige Schafe und Rotwild. Die Strecke war auch schön kurvig. An dem Tag hatte es bestimmt 27-30 Grad. Es sah an diesem Tag super Sommerlich aus. Auch der Lake Tekapo war wunderschön blau. Da ich Rachel nicht mehr erreichen konnte, wusste ich das sie schon am Campingplatz war. Denn dort gibt es weder fließend (trinkbares) Wasser noch Empfang. Deshalb habe ich den Lake Tekapo hinter mir gelassen und bin in Richtung Lake McGregor und Lake Alexandria gefahren.

Toskana?

 

Am McGregor steht ein kleiner Campingwagen, der wirklich mini ist. Dort hat es eigentlich nur Platz für zwei Personen, aber Rachel hat es irgendwie geschafft die Kids da auch noch rein zu stopfen. Der Campingplatz hatte ein Plumsklo und Waschbecken die mit Wasserpumpen betätigt werden konnten. Des Weiteren gab es dort eine Vorrichtung für eine Dusche und Zugang zum See. EIn ganz schnuggeliger, kleiner Campingplatz. Ohne Luxus ohne Schnick-Schnack.

Und hier habe ich meine erste Nacht mit Dora verbracht. Die... naja besonders war. Ich bin des öfteren aufgewacht weil ich nicht so richtig meine Schlafposition hatte, dann bin ich einmal vom Vollmond aufgewacht worden und das nächste mal um 5 Uhr irgendwas von den ersten Sonnenstrahlen. Und es war ab und an kalt und unbequem. Und da ich noch keine Vorhänge dran habe, auch etwas merkwürdig. Naja was soll man sagen, ich denke wenn man in seinem Auto lebt, dann lebt man nach den Tageszeiten. Geht ins Bett wenn es dunkel wird und steht auf wenn es hell wird. Weil es dann eben auch heiß und stickig im Auto wird. Aber es ist doch wunderschön, wenn man die Sterne und den Mond nachts sieht - nachts... wenn man merkt man muss aufs Klo :D

16.01.2017: Zu Fuß nach Hawaii

So am nächsten Tag hieß es dann also Kinderanimationsprogramm. Denn was macht man auf einem Campingplatz der nichts außer Natur bietet, an einem kalten, windigen Tag? Richtig. Erstmal im Campingwagen chillen. Bzw. ich war ja nach den ersten Sonnenstrahlen schon 4h vor dem Rest der Bande wach. Der Tag startete für mich mit Shorts und Shirt und endete mit Pulli, langer Hose und Jacke als die Kinder und Rachel im Caravan aufgewacht sind. Die Kiddis waren ganz froh, an dem Tag einfach nur malen zu können und einfach nur rum zu gammeln und zu spielen. Ich habe meinen Reiseführer gewälzt. Dann irgendwann gelangt man mit Kindern an einen Punkt, wo man sie auspowern muss da sie sonst ja jedem auf den Sack gehen - einschließelich sich selbst. Also habe ich vorgeschlagen, eine kleine Wanderung zu unternehmen.

Der Spaziergang nach dem Mittagessen gestaltete sich dann aber als größere Aktion. Auf jeden Fall sind wir zu dem Hügel gegenüber von uns gegangen und ich wollte eigentlich nur dort hinauf um die Aussicht zu genießen. Doch die Kinder wollten immer weiter - also war ich ganz froh darum. Wir sind durch Sträucher, Dornen, Büsche, Kletten, Hasenlöcher und durch Stacheldrahtzäune geklettert. Immer auf der Suche nach dem nächsten Berg. Dieses Unterfangen war ziemlich abenteuerlich und da es hier Kletten aus Dornen gibt auch ab und an ziemlich schmerzhaft. Eher für mich, da ich die Kinder davon befreien musste wenn sie zu arg damit überzogen waren. Die ganze Zeit gab es kaum Gemosere. Wobei ich dachte das Logan ziemlich ängstlich war. Er hat öfters mal meine Hand gehalten, gerade wenn es nach unten geht. Und er sah gar nicht gut aus. Gut ist ja auch einiges für so einen kleinen Zwerg, der null Kondition hat und überall hin gefahren wird. Aber - müde Kinder schlafen besser! Gegen Ende standen wir dann vor einem Geröllabhang. Schöner Scheiß dachte ich mir nur, da meine Kinder ja Koordinationsmäßig nicht so gesegnet wurden und des öfteren eher als Trampel durch dei Gegend rennen, habe ich alle drei schon unten schwer verletzt liegen sehen. Also habe ich denen erklärt, was Bear Grylls machen würde und wir rutschten dann alle schräg den Hang hinunter. Logi machte sich dabei fast in die Hose und ich musste ihn tragen - ist natürlich äußerst praktisch wenn man so einen Affen an sich hängen hat. Funktioniert natürlich nicht.

Auf jeden Fall sind wir dann an den Tekapo alias Hawaii gelaufen. Dort war es ganz schön lustig. Die Erde im Wasser war Lehm/Tonerde und somit sahen die Kinder nach 30 Sekunden auch aus wie kleine Schweine. Danach sind wir wieder an den McGregor zum Campingplatz gedackelt um dort schnell in den See zu springen um die Tonerde runter zu bekommen. Danach haben sie wieder gespielt und gemalt. Nach dem Abendessen bin ich dann mit Dora auf einen Hügel gefahren für den Sonnenuntergang. Perfekte Location aber zu dicke Wolken. Daher kein Sonnenuntergang.

17.01.2017: Sprechende Toiletten & Todesmut

Und auch an diesem Tag bin ich mit den ersten Sonnenstrahlen aufgewacht. Ein wunderschöner Sonnenaufgang - aber ich war zu Faul meine Camera zu schnappen und habe noch wieter gedöst. Der Himmel war wunderschön orange. Ich habe mich aus meiner Dora gepellt und habe es mir vor ihr gemütlich gemacht. Doch auch in der Zeit wo ich darauf gewartet habe, dass die restlliche Crew mal erwacht, habe ich von kurzer Hose in den Schneeanzug gewechselt. Und es wurde super duper windig, deshalb sind wir alle an den Tekapo gefahren. Rachel musste nur den halben Tag dort arbeiten. Deshalb habe ich mit den Kindern ein Picknick gemacht und bin danach mit ihnen durch die Shops gezogen. Was immer ziemlich gut funktioniert da dort ja alles neu und interessant ist und somit die Kinder beschäftigt. Als Rachel dann fertig war, bin ich zusammen mit Alex am Ufer entlang gelaufen um einige Bilder zu machen. Und ja da läuft man über eine Brücke (darunter ein Kanal vom Tekapo der an einer Staumauer/Turbine endet) - und auf Brücken ist es windig. Und ja.... natürlich hat es Alex Special Cap ins Wasser geweht und oh mein Gott - man kann sich das wie aus einem Cartoon vorstellen. Kopf in den Nacken, Gesicht nach oben und dann ging es los - das pure Geheule und gekreische. War eben ihr spezieller Hut. Naja da es ja eine Staumauer gibt und der Wind stark genug war meinte ich nur, wir müssen ca. 30 Minuten warten und dann können wir den da raus fischen. Das habe ich natürlich mehr zum Spaß als im Ernst gemeint. Aber das hat jemand anderes Todernst gemeint.

 

 

Deshalb musste ich mich halb durch das Gestrüpp am steilen Ufer abseilen, damit ich an das nicht vorhandene Ufer gelangte und dort irgendwo hoffentlich diesen Hut finden kann. Und hoffentlich nicht in das Wasser fallen - das wäre nämlich äußerst unpraktisch. Natürlich habe ich das irgendwie geschafft, auch wenn beide Schuhe pitsch-patsch nass waren, ich mehrer Kratzer hatte und mit einem halben Baum in meinen Haaren wieder nach oben geklettert bin.

Danach sind wir mit Rachel noch auf die andere Seite vom Tekapo gefahren, wobei man erst einmal sieht, wie riesig dieser See ist! Zurück am Campingplatz gab es dann Pancakes, wir haben alles zusammen gepackt und sind nach Hause gefahren, das es starken Regen für die nächsten zwei Tage geben sollte.

Und achso. Es gibt in Tekapo spezielle Toiletten, die sprechen mit einem :) Zumindest eine davon. Die sagt dir dass du 10 Minuten Zeit hast und das erst gespühlt wird wenn du deine Hände wäschst und so Sachen. Hat die Kinder ziemlich verängstigt - ich fand es mega geil :D

 

 

08.01. - 13.01.2017: Wenn Wandern zur Qual wird

24Jan2017

Ja und manchmal passiert es. Dinge geschehen, die einem so fremd vorkommen. Gefühle die man eigentlich nicht kennt. Normalerweiße flippe ich aus, wenn ich Berge sehe. Ich fotografiere wie eine Wilde wenn ich den Berg hoch gehe. Kann es kaum abwarten - natürlich mit einigen Atempausen - aber schließlich lohnt sich all das, wenn man dann endlich am Gipfel angekommen ist. Oder nicht? Dieses Mal war alles anders. Ich weiß nicht warum.

Ich wollte schon gefühlt seit einem Monat auf den Little Mount Peel wandern, jedoch hat es immer geregnet oder es kam irgendetwas dazwischen. Auf jeden Fall war am 08.01. dann das Wetter perfekt. Nicht zu sonnig, nicht zu kalt, nicht zu windig. Eben ideal. Die Woche zuvor hat es ja ziemlich viel geregnet. Und da Rachel und die Kinder krank waren, fühlte ich mich auch leicht angeschlagen. Aber... ich wollte auf diesen Berg.

Gesagt getan machte ich mich dann also auf die einstündige Fahrt in den Peel Forest auf. Die Fahrt war wunderschön, führte über die in Neuseeland so typischen One Lane Bridges (Brücke die nur eine Fahrspur haben), an etlichen Rotwild-Weiden vorbei und einfach durch das herrliche Land, die Berge immer direkt vor einem. Als ich im Peel Forest angekommen war, war alles traumhaft. Es handelt sich hier um einen der wenigen Naturwälder, welche mehr oder weniger Regenwälder sind. Vögel zwitscherten laut, überall raschelte es im Gebüsch. Die Farne erwachen zum Leben und ich konnte gar nicht zählen, wieviele verschiedene Baumarten es hier gegeben hat.

Doch das "Elend" hat relativ schnell begonnen. Neuseeland ist erbarmungslos. Nicht umsonst nennen wir die Berge hier "Berge des Todes". Das ist mit nichts in Europa zu vergleichen - bzw. in den Alpen was ich bis jetzt gesehen habe. Das bedeutete, es ging von meinem Auto ungefähr 20 Meter moderat nach oben, dann ging es steil. Und ich meine steil. In Österreich oder Südtirol wandert man des öfteren halb schräg um den Berg um oben anzukommen - hier einfach schnurstraks gerade aus nach oben. So... da der Körper da ja ungefähr null Möglichkeiten hat, sich daran zu gewöhnen hatte ich schon nach fünf Minuten keine Lust mehr. Auf jeden Fal ging es dann tiefer in den Wald. Ihr habt ja gelesen dass es hier so krass geregnet hat. Naja... Regenwald + Regen + Wald = Matsch. Ist ja nicht schlimm. Aber Matsch der dir oben zu den Schuhen  reinlaufen (ja ich hatte meine Wanderschuhe die über den Knöchel gehen getragen) ist weniger witzig. Denn 1. man bleibt gefühlt immer stecken und 2. bei der Steiligkeit ist das auch mehr ausrutschen als sonst etwas. Gut, habe ich mir dann gedacht, der Track geht ja nur am Anfang durch den Wald und geht dann auf eine Wild-Spur über welche oberhalb der Baumgrenze liegt. Jaaa man sollte nicht davon ausgehen, dass man die Neuseeländische Erde versteht. Vorab: selbst am Gipfel(!!) war es matschig und da gibt es nur Steine :D Neuseeland schafft alles. Auf jeden Fall bin ich dann mit der Überzeugung weiter gegangen, dass es bald besser wird. Und da kamm Elend Nummer zwei. Stufen. Ich meine... WARUM?! Diese Stufen waren so ausgewaschen, dass sie mir bis zum Oberschenkel gereicht haben. Was die Sache ja immer noch interessanter macht. Des weiteren stand darin nur so der Matsch und das Wasser. Ihr könnt mir glauben, ich habe noch nie soviel geflucht. Und habe irgendwann nur noch rum geschriene was sich das DOC (Deppartment of Conservation) eigentlich dabei denkt und wie groß eigentlich der durchschnittliche Neuseeländer ist, das diese "Stufen" bald ne halbe Kletterausrüstung benötigen. Ja ich habe mich angestellt, aber ich wollte eben nicht hinfallen und meine Camera ruinieren.

In der zwischen Zeit haben mich dann auch einige Personen überholt und einige sind hoch gejoggt. Wo ich dann wieder wegen meiner Kondition genervt war. Gesehen hat man nichts, da der "erste Teil" im Wald als 3/4 der Strecke entpuppte. Dort war es zu Malen eher schwierig irgendwo einen trockenen Weg zu finden. Höhepunkt war dann ein Morastteich, der sich dank Regen über den kompletten  Weg ausbreite und von 5 Meter auf 15 Meter erweiterte. Also habe ich mal den halben Urwald gerodet damit ich nicht bis zum Knie im Matsch stehen muss - danke Bear Grylls.

Über der Baumgrenze waren dann immer noch hohe Sträucher die - zumindest mir  - die Sicht auf alles andere versperrten. Als ich dann aber endlich darüber hinaus gekommen bin, hatte ich einen Blick über die kompletten Canterbury Plains bis hin zum Meer. Was spektakulär war!

Der Track war auf jeden Fall mal wieder mega anstrengend. Es ging 7h und über 1000 Höhenmeter. Am Gipfel angekommen ga es dann einen 360 Grad Blick. In die eine Richtung das Meer, in die andere Berge. Beides bis zum Horizont. Wunderschön. Ebenfalls gab es dort auch eine kleine Hütte, mit Sitzmöglichkeiten und einem Hüttenbuch. Wuhu! Dort bin ich dann auch auf einige Kiwi Familien gestoßen. Wir haben uns nett unterhalten. Eines der Mädels war erst neulich in Europa unterwegs. Sehr nett. Als es dann wieder nach unten geht habe ich mal wieder Wetter und DOC verflucht, da im Matsch nach unten laufen noch ungefähr viel schlimmer war als hoch. Unten angekommen bin ich dann nochmal auf die drei Familien gestoßen, die alle große Farmer sind. Sie haben gepicknickt und mich dazu eingeladen. Denn, ich weiß ja nicht was guter Käse ist :D Auf jeden Fall bin ich eingeladen, wenn ich nach Norden reise, bei denen vorbei zu schauen.

  Vesperbüchse ist immer gut

So der nächste Tag war dann wieder Kinderprogramm angesagt. Da meine Stein-Bemal-Aktion so gut angekommen ist, ging es an diesem Tag genau damit weiter. Ebenfalls waren wir ein Tag mit den Fahrrädern im Park was ziemlich cool war.

Auch die nächsten Tage waren Kinder angesagt. Ferien und so nerven irgendwann. Wir waren im Museum und die haben sich so schreklich benommen dass ich beschlossen habe, Jessi und Logan an keinen öffentlichen Ort mehr mit zu nehmen, da sie einfach nicht hören. Bilder anfassen, rum schreien und rülpsen und alles. Da kann man sagen und machen was man will - das interessiert die einen feuchten Furz. 


Das ist was 6-Wochen Ferien mit Kindern macht. Denen wird langweilig im Kopf und dann bringt da einfach nichts mehr irgendwas. Falls jemand irgendwelche Erziehungstipps hat - gerne her damit. Was wir versucht haben:
- Spielsachen weg
- mehrmals erklären warum XY Verhalten nicht in Ordnung ist
- Kinder voneinander separieren
- früher nach Hause gehen 

gewirkt hat:

- nichts

Sind kurz am rum heulen und "ooh ja wir ändern uns" dann drehst du denen den Rücken zu - egal ob Mutter oder ich - und die machen genau das gleiche und schauen dich mit diesem Blick an :D Dieser Blick der dir genau sagt was sie davon denken, dieser "Leck mich am Arsch Blick" haha und ich denke immer, japp... genau so war ich auch :D

HAHA Mama sein ist einfach hart :D Ich bin ja immer ganz glüklich zu wissen, dass des nicht meine Kinder sind und dass ich in ein paar Wochen mich nicht mehr mit "HiHI ich habe gefurzt" rum schlagen muss. Ich glaube ich würde meine Kinder von Anfang an einfach ganz anders erziehen. Ob das dann anders wird? Ich denke Kinder sind Kinder und irgendwann ist jede Mutter verzweifelt weil die kleinen so langsam zu Biester werden und nicht mehr wirklich daran interessiert sind was du ihnen vor predigst :D  

Welcome 2017 - 01.01. - 07.01.2017

23Jan2017

2017 hat relativ entspannt begonnen. Ich habe ausgeschlafen, relaxt, Phtoshop und den Rest der Adobe Creative Cloud herunter geladen und mich damit angefreundet. Die Woche über musste ich wieder arbeiten, da Nicole ja eben den Mädels frei gegeben hatte bzw. dachte dass alle wieder aus dem Urlaub zurück sind. Pustekuchen.

Auf jeden Fall war ich mehr oder weniger sogar froh darum, denn wir hatten Gäste zu Besuch. Zum einen waren unsere Freunde aus Christchurch Lisa + 3 Kinder mehrer Nächte hier bei uns. Und ich mein dieses Haus ist wirklich nicht groß, daher herrschte hier Ausnahmezustand. Als die dann weg waren hatten wir Besuch von Sonja und Izzy aus Australien, was ganz angenehm war (da sie nicht hier übernachtet haben?). Lustig ist auf jeden Fall, dass ich mit allen Kindern immer super auskomme. Und die Mütter immer völlig durchdrehen. So war ich mit Alex und Izzy im Meer und wir sind auf unserern Boogie-Boards ziemlich weit raus geschwommen. Aber ich war ja dabei also alles in Butter. An Land hörte ich dann nur "Oh mein Gott, die waren noch nie soweit draußen, also so sicher sind die dann auch nicht im schwimmen". Wobei ich ja dieses Gluckenhafte nicht ganz verstehe, immerhin hatten wir unsere Boards dabei - untergehen sollte damit also niemand. Und da ich Strömung & Co. im Blick hatte war alles in Butter. Aber ich bin auch eher diejenige, die die Kinder auf Bäume klettern lässt. Denn was ich durch meine unzähligen gebrochenen Arme in meiner Kindheit gelernt habe, ist, geschickter zu werden :D Und eben zu überlegen was gute Entscheidungen sind und was weniger gute Entscheidungen sind. Und wenn jemand eben immer nur sagt - nein, du könntest fallen etc. bla bla hört ein Kind da eh nicht drauf, das muss fallen um es zu verstehen. Falls das SInn macht? ich mein da gibt es ja auch das super Sprichwort, dass Kinder nur einmal auf eine heiße Herdplatte fassen :D Ja ich bin die super - Mama. Ich sitzt dann auch mal unter dem Baum und lache meine Mädels aus wenn sie jammernd auf dem Baum sitzen und sich nicht mehr trauen runter zu klettern. Aber selber eingebrockt - also Hirn einschalten und irgendwie runter kommen (ja ich gebe Tipps und schätze die Situationen auch immer gut ein)

Unterstützung aus Aussie

Auf jeden Fall haben wir an einem anderen Tag dann am Strand flache Steine gesammelt, um diese dann anschließend am nächsten Tag mit Pastelfarbe bemalen zu können. Der Garten ist nun voll mit Ninja-Turtle Steinen. Leider wurde Rachel dann auch ziemlich krank was für mich nochmal krasser wurde, da ich ja so Krankheiten immer gerne auch mitnehme. Daher habe ich die Kinder dann versucht noch mehr zu bespaßen, was immer so semi-gut klappt. Der Papa hat denen sogenannte Nerf-Guns geschenkt. Als ich die gesehen habe dachte ich mir nur, ja abgeleitet "nerven" passt da ziemlich. Das sind Pistolen, die mit Luftdruck Gummi geschosse abfeuern. Ist für Kinder über 10 Jahre. So kurz den Kids erklärt, dass die Regeln damit sind, nicht in der Nähe der Geschwister zu schießen, niemanden in nächster Nähe abzuschießen und niemals ins Gesicht. Tada dreht man sich um schon weint der erste. "XY shoots me in my tummy" . Meine Reaktion.... "Ach was.... hat das jetzt wirklich weh getan? Hätte ich ja gar nicht gedacht, wollte euch eigentlich nur einen Bären aufbinden. Aber wenn ihr nicht hören wollt, müsst ihr eben fühlen." Also der Wahnsinn. Nach ca. 10 Minuten waren diese Guns dann auch wieder im Schrank weil natürlich niemand sich an die Regeln halten konnte und jeder Blauflecke hatte und ich mich einfach nur verarscht gefühlt hab. Ich hab dann angefangen Deutsch mit denen zu reden - bringt ja genauso viel. :D

  Habe meine künstlerische Seite entdeckt!

 

Neuer Blog - Part 2

23Jan2017

Wie ihr vielleicht wisst, habe ich meine ersten Monate in Neuseeland bereits hinter mir (gestern waren es genau 3 Monate). Da ich bereits einiges erleben konnte, und euch natürlich auch immer mit vielen Bildern mehr oder weniger mit an meiner Reise teilhaben lassen möchte, habe ich mein Datenvolumen bereits erreicht und musste daher einen zweiten Blog erstellen.

Meine ersten Monate findet ihr trotzdem weiterhin unter der folgenden Adresse:

http://tagtraeumer.auslandsblog.de/